SCHWARZ – Konzertkritik

Einen Abend unter Freunden und natürlich ließ sich keiner hierbei bitten. Denn zur Record Release Party lud kein geringerer ein als SCHWARZ – alias Roland Meyer de Voltaire. Bereits vor 15 Jahren ist er musikalisch im Geschäft und hat mit seiner Band Voltaire zwei Alben herausgebracht. Seine letzte Veröffentlichung als Voltaire war hierbei die 2010er Single So Still. Doch mit der Zeit keimte in Meyer de Voltaire der Wunsch auf, auszubrechen und einen anderen Stil auszuprobieren. Sechs Jahre später ist er unter dem Namen SCHWARZ zurück und begeistert mit einem frischen Mix aus Elektro, Jazz und Singer/Songwriting. Am Freitag kam nun seine erste EP In Your Eyes auf den Markt, die er am Samstagabend im Berliner Acud Club, vor geladenem Publikum, präsentierte.

Laina

Hierbei gab es vom Berliner Duo Laina Unterstützung, die vor SCHWARZ‘ Auftritt mit einem sanften, teilweise introvertierten, teilweise lockeren Sound für sehr viel Gefühl sorgten. Mit ihrer handgemachten Musik und dem reduzierten Klang erinnern sie ein wenig an das australische Geschwister-Duo Angus & Julia Stone – auch wenn die Stones für positiv, schwelgerischen Sound stehen und Laina eher zum Lagerfeuergefühl passen, konnte man hier viele Übereinstimmungen wiederfinden.

Als schließlich SCHWARZ auf die Bühne trat, begann der Teil des Abends, der nach vorne ging. Mit einem ergreifenden Sound, der zwischen cineastischen Szenen, epischen Momenten und intimen Gefühlen pendelte, ließ SCHWARZ keinen Zweifel daran, dass er mit seiner Zukunft sehr bewusst umgeht und Erfolg kein Zufall sein kann. Jeder Song auf der EP klingt schwer und weit, groß und treiben zugleich – kurz: SCHWARZ klingt grandios! Ein weiteres, starkes Ausrufezeichen setzt Meyer de Voltaire mit seiner Stimme, die gemein haben, dass Meyer de Voltaire mit seiner Kopfstimme einen ergreifenden Ton anschlägt, der sich in großen Momenten widerspiegelt und in eben diesem treibenden Elektro übergeht, der es erlaubt, auch im Radio gespielt zu werden. Ein Song sticht hierbei besonders hervor – guckt man sich die Diskografie einmal an, ist SCHWARZ mit Home, In Your Eyes und Shine eher introvertiert und sucht den großen Rahmen, doch klingt Cold Sunlight so satt und elektronisch, dass hier der Zwang zu tanzen so stark wird, dass schließlich auch das geladene Publikum die Gläser in die Höhe streckte und hedonistisch anfing zu tanzen. Hätte der Abend eine Zeitlupe hergeben, wäre diese in diesem Moment bestplatziert gewesen. Hinzu kam, dass Meyer de Voltaire sich erhaben bewegte und damit eine bestimmte Eloquenz an den Tag legte, die sich auch in der Präsentation seine Songs zeigte.

Gleichzeitig auch als Single, am Freitag veröffentlicht, ist Cold Sunlight der perfekte Song, um SCHWARZ die Türen zum Erfolg zu öffnen. Ist die EP eine Volltreffer, freuen wir uns schon jetzt auf neue Musik und ein, hoffentlich bald folgendes Debütalbum.

SCHWARZ – In Your Eyes EP bei iTunes

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