The Coronas - Light Me Up

The Coronas – Wenn ein Jahr die Veränderung bringt

Es ist eine verrückte Zeit für die irische Band The Coronas. Noch im Mai 2019 hatten sie mit Find The Water die erste Single ihres kommenden, sechsten Albums True Love Waits veröffentlicht. Dann gab die Band mitten in der Vorweihnachtszeit plötzlich die Trennung von Gitarristen Dave McPhillips bekannt – der sich auf eigenen Wunsch aus der Band zurückzog. Was zur Folge hatte, dass sich die Band neu strukturieren musste – wer übernimmt den Part McPhillips und wie wird sich das auf die Band auswirken? Im Januar veröffentlichte die – nun zu einem Trio zusammengeschrumpfte – Band mit Haunted schließlich die zweite Single. Plötzlich, nur sechs Wochen später, folgte der nächste Schock. Denn auch in Irland hatte die Pandemie so große Auswirkungen, dass die Band ihre Promotion-Tour für das kommende Album absagen musste – immerhin eine der größten in der Geschichte der Band, mit Gigs in den USA, Kanada, Deutschland, Großbritannien, den Niederlanden und der Schweiz. Selbst ein eigenes Festival wurde für das Release-Wochenende unter dem Namen Nowhere We’d Rather Be angekündigt und sollte Acts, wie Tom Walker, Gabrielle Aplin, Hudson Taylor und natürlich The Coronas auf der Bühne performen sehen. Auch hier musste die Band den Fans leider mitteilen, dass das Festival nicht stattfinden wird und The Coronas nun ihr neues Studioalbum ohne große Promotion am kommenden Freitag veröffentlichen wird.

The Coronas

The Coronas

Doch The Coronas werden nicht müde – so hat die Band schließlich doch noch eine kreative Lösung für eine Promo-Tour gefunden und fährt ab kommenden Donnerstag bis einschließlich Montag mit einem Eiscremewagen durch das Land mit Stops in Cork, Limerick, Waterford, Galway, Kilkenny und Dublin. Dabei gibt es nicht nur Eiscreme, sondern auch das neue Album zu kaufen. Mit dieser Ankündigung haben der Sänger Danny O’Reilly, Drummer Conor Egan und Bassist Graham Knox gleichzeitig eine neue Version ihrer neuesten Single Light Me Up – veröffentlicht, welche die Band zusammen mit Cian, vom irischen Newcomer-Trio True Tides eingespielt hat. Dabei dürfte den irischen Konzertgängern das Trio True Tides – bestehend aus drei Brüdern – durch die Dubliner Konzerte von The Coronas bekannt sein, spielte die Band doch hier als Support. Mit dem emotionalen Light Me Up haben The Coronas nochmals und kurz vor dem Release des Albums eine Single veröffentlicht, die sich an die ganz großen Momente anschmiegt und einmal mehr zeigt, wie eindrucksvoll die Musik der Dubliner Band ist. Wird das Album True Love Waits an diesem Freitag in Irland veröffentlicht, müssen wir international noch eine Woche warten, bis es auch in anderen Ländern verfügbar sein wird. Bis dahin freuen wir uns über großartigen Rocksound, der schon fast zum Stadionrock gezählt werden kann.

The Coronas - Haunted

The Coronas – Bewegende Zeiten

2019 war für die Dubliner Band The Coronas ein bewegendes Jahr. Zum einen veröffentlichten sie die Single Find The Water, die mit einer unglaublichen Intensität für eine begeisterte Resonanz sorgte. Dann gab es im September einen Gig auf dem Berliner Lollapalooza Festival, welches ihren bisher größten Auftritt in Deutschland markierte und schließlich folgte Ende November die Nachricht, dass der Gitarrist Dave McPhillips die Band zum Ende des Jahres nach 12 Jahren verlassen würde. Diese Nachricht schaffte es sogar auf die Titelseiten der irischen Presse und zeigt, wie sehr die Iren mit ihren irischen Helden verbunden sind. Nun haben The Coronas mit Haunted eine weitere Single veröffentlicht, die eine Aufbruchstimmung versprüht und dabei so aufrichtig und ehrlich, wie verschlossen ist. Denn hierbei geht es darum, in einer Partnerschaft offen und aufrichtig zu sein. Dass das als Musiker manchmal schwieriger ist, als die gleichen Worte in Songs zu verarbeiten, wissen die irischen Jungs nur zu gut. Haunted überzeugt einmal mehr mit mehrstimmigen Refrain, Danny O’Reillys familiärem Gesang und neuen elektronischen Elementen. Einmal mehr haben es The Coronas geschafft eine Stadionhymne zu schreiben und gleichzeitig die Gebrochenheit zu transportieren, die das Lied zeichnet. Mit neuen Konzerttermin für die USA, Großbritannien und Irland im Gepäck, dürfte die Ankündigung, eines baldigen neuen Albums nur noch eine Frage der Zeit sein. Wir sehen also gespannt einem aufregenden neuen Jahr für The Coronas entgegen.

The Coronas - Find The Water

The Coronas – Mit großartiger Hymne zum neuen Album?

Gesund gewachsen – diese Aussage passt auf The Coronas aus Irland am besten, sollte man einmal dazu kommen, ihren stetigen Aufstieg zu beschreiben. Haben die Jungs aus Dublin doch mit ihren bisherigen fünf Alben einen so gesunden Wachstum erlebt, sind sie mittlerweile mit ihrem letzten Album Trust The Wire (2017) erstmals auf Platz 1 der irischen Albumcharts gelandet. Dieser Erfolg wird nicht etwa von großen Plattenfirmen und ausufernden Marketingstrategien geleitet, sondern resultiert aus ständigen Gigs und harter Arbeit. So ist es zur Tradition geworden, dass The Coronas jedes Jahr im Dezember an mehreren aufeinanderfolgenden Tagen das Dubliner Olympia Theatre bespielen und damit eine Gewohnheit geschaffen haben, die für das Dubliner Publikum zu einer Art Homecoming-Event geworden ist. Auf ihrer nun veröffentlichten Single Find The Water zeigen sich The Coronas jedoch plötzlich überraschend zurückhaltend. Standen alle vorherigen Leadsingles immer im Zeichen von wilden Indiesounds, ist Find The Water eine verträumt, melancholische Alternative-Ballade, die eine gewissen Getriebenheit ausstrahlt. Mit einem schnellen Mittelteil wird der Song zu einer Wolke aus Schmerz, Leid, Aufbruch und Vertrauen. The Coronas zeigen damit einen ungewöhnlich klingenden Sound, der zu Recht auf ein bald kommendes Album hoffen lässt.

The Coronas - We Couldn't Fake It

The Coronas – Die Gitarren werden langsamer

Drei Jahre ist es schon wieder her, dass The Coronas ihr viertes Album The Long Way veröffentlichten. Mit ihren Singles All The Other und Just Like That kamen sie sogar für ein paar Konzerte nach Deutschland und spielten unter anderem im Auster Club in Berlin. Nun haben sie mit We Couldn’t Fake It die erste Single aus ihrem fünften Album veröffentlicht, dass für 2017 angekündigt ist. Dabei haben sie die Gitarre, zu Gunsten eines größeren und elektronischeren Sounds, reduziert und klingen damit so natürlich und bodenständig, wie die irische Band nur sein kann. We Couldn’t Fake It wirkt, als würden man nachts durch einen verregneten Park laufen und Gedanken daran verschwenden, wie der Abend hätte laufen können. Ruhig, warm und gelassen singt Danny O’Reilly hier und nimmt einen mit auf den Weg. We Couldn’t Fake It ist eine wunderbare erste Single eines, mit Spannung erwartete, fünften Albums.

The Coronas @Auster Club Berlin

The Coronas – Konzertkritik

Sie füllen in Irland alle Stadien. Von der O2 über alle irischen Festivals sind sie die Headliner und verkaufen alle Konzerthäuser aus, doch in Deutschland kennt sie kaum einer. Und genau hier lag der Reiz des nun stattgefundenen Konzertes in Berlin. Hatten die Iren doch den Auster Club in Berlin für ihr Konzert ausgesucht, der gerade einmal 200 Personen fasste. Ein solch intimes Konzert ist in Irland nur noch sehr schwer von den Jungs zu bekommen. Und so war der direkte Kontakt mit dem Publikum prägend für den Abend.

Róisín O @Auster Club Berlin
Róisín O @Auster Club Berlin

Angefangen hatte alles mit Róisín O’Reilly alias Róisín O., der Schwester des Frontsängers Danny O’Reilly. Hatte sie doch mit ihrer klaren und tiefen Stimme und dem leicht irischen Akzent eine so saubere Performance abgeliefert und war dabei so dankbar in Berlin spielen zu können, dass man sich regelrecht in ihren Songs verlieren konnte. So hatte sie ihre neue und sehr starke Single Give It Up, sowie auch ein wunderschönes Cover des Sia Tracks Chandelier gesungen, bei dem einen die Gänsehaut nicht mehr verlassen wollte. So ist Róisín O. sicherlich nicht für solch kleine Bühnen geschaffen, sprengt doch ihr Sound den kleinen Auster Club regelrecht auf. Róisín O. ist ein Tip für jeden, der Gefallen an starken Frauen-Pop hat.

Nach einer kurzen Ruhepause kamen dann, unter tosendem Applaus, die fünf Iren auf die Bühne und begannen ohne Worte mit How This Goes und Just Like That. Die Energie, die sich ab dem ersten Song freisetzte war ein enormer Pusher für das Publikum, dass durch Danny O’Reilly’s intensiven Gesang noch zusätzlich mitgerisen wurden. Und so spielten sie sich durch das Reportaire ihrer vier Alben Tony Was An Ex-Con, Heroes Or Ghosts, Closer To You und The Long Way. Was folgte, waren die beiden Songs My Fault und Tell Me Again die so ruhig waren, dass sie das Publikum förmlich anflehten zu träumen. Bei Tell Me Again führte dann sogar der Leadgitarrist Dave McPhillips stimmlich durch den Song bei dem O’Reilly erst später einsetzte. Bevor es mit den nächsten beiden, recht starken aber ruhigen Songs What A Love und Someone Else’s Hand weiterging, folgte mit Get Loose noch ein richtiges Aufbäumen, um dann direkt nach den beiden Songs abermals mit All The Others auf den Putz zu hauen und einen ihrer stärksten Songs, des letzte Albums, zu präsentieren. Ein wahrlich starker, wenn auch ungewöhnlicher Song für ein Konzert war Make It Happen – bestand der doch zu großen Teilen aus einem Instrumental. Mit dem dadurch entstandenen verträumten Gefühl ging es dann auch in den nächsten Song Closer To You, der so entspannt war, dass man ihn sich am besten mit ins Bett hätte nehmen wollen, wäre nicht der anschwellende Sound, der in einem drängend und anklagenden Gesang endete, gewesen.

Mit the The Long Way kündigten sie schließlich ihr letztes Lied an und erklärten, wie das ganze danach ablaufen würde. Dass die Band von der Bühne gehen werde, dass sie den Applaus abwarten werden, dass sie selbstverständlich zurückkommen würden – und natürlich auch noch ein paar Songs spielen würden. So setzten die Jungs zur Zugabe an und begannen diese mit dem eher unpopulären Song Give Me A Minute, der alle wohl etwas aus dem „wir-spielen-all- unsere-Singles-ab“, raus holen sollte. Und so kam man nach dem euphorischen Addicted To Progress direkt zu einem ihrer wichtigsten Songs. Denn es war eine Single, die genau zum richtigen Moment gespielt wurde – Heroes Or Ghosts. Auch heute ist Heroes Or Ghosts noch unglaublich präsent und wichtig. O’Reilly präsentierte den Song dann auch in zwei Teilen. Den ersten Teil sang er auf Englisch, den zweiten auf Gälisch und zeigte damit seine Verbundenheit zu seinem Heimatland. Ein Wechselspiel aus großer Euphorie und kleinen intimen Momenten zu schaffen, das hatten sich The Coronas wohl zur Aufgabe gesetzt. Ist Heroes Or Ghosts doch bis heute ein fester Bestandteil der irischen Radiostationen und ist er ebenso bei Fans wie auch Kritikern hoch gelobt worden. The Coronas verabschiedeten sich mit Mark My Words, das den Moment nochmal so richtig aufbrach und in dem O’Reilly mit seinem Mikro erst durch das Publikum lief um sie dann später auch direkt anzusingen.

The Coronas, das sind vier bodenständige Jungs aus Dublin, Irland, die vor einigen Jahren noch nicht daran hätten denken können, auch international Erfolg zu haben. Dies merkt man ihnen in jeder Sekunde auf der Bühne an. Und so war es auch nur zu verständlich, dass die Band sich nach ihrem Auftritt noch unter das Publikum mischte und mit ihnen sprach. Wer große Hymnen und satten Rocksound mag, sollte also unbedingt einmal in die Alben der Band reinhören oder sich auf ein Konzert besuchen.

The Coronas - Just Like That

The Coronas – Es geht in Richtung Stadion

Die irische Rockband The Coronas kann auf eine erfolgreiche Bandgeschichte zurückblicken. Haben sie 2007 ihr Debütalbum veröffentlicht, folgten in den letzten sechs Jahren zwei weitere Alben. Nun sind sie mit ihrem vierten Longplayer The Long Way zurück und heimsen in ihrer Heimat alles ein was es zu holen gibt. Ausverkaufte Stadien sind da natürlich selbstverständlich. Chartete die Debütsingle aus The Long WayAll The Other bereits auf Platz 3 kommt nun der Nachfolger raus. Mit Just Like That kommen The Coronas größer daher als zuletzt. Wurde unter der eh schon markanten Stimme Danny O’Reilly’s noch ein Hall gelegt und sind die Gitarrenriffs des Dave McPhillips so präsent, dass dieser Song zu einem weiteren Meilenstein ihrer Bandgeschichte werden könnte. Bleibt nur abzuwarten, ob sie damit nun auch endlich im Rest Europas punkten können. Zu wünschen wäre es ihnen.

The Coronas - All The Others

The Coronas – Neues aus Dublin

The Coronas sind zurück. Mit ihrem nunmehr vierten Album, das noch keinen Namen besitzt und im September erscheinen wird, lassen die Jungs aus Dublin endlich wieder ihren melodischen Rock auf alle los. Sind sie doch das ganze letzte Jahr durch die Welt getourt und haben nebenbei tatsächlich noch ein Album produziert. Auf der ersten Single All The Others geben sie uns bereits einen Vorgeschmack darauf. Es scheint fast so, als würden sie einen größeren Soundteppich auslegen wollen, klingt doch All The Others mächtiger und treibender als je zuvor. Bleibt nur abzuwarten, ob sie diesmal den Sprung von der Insel in andere europäische Länder schaffen. Zu wünschen wäre es den vier Jungs auf jeden Fall.