Editors - Black Gold

Editors – Ein Kapitel abschließen

Es ist das dritte Aufbäumen innerhalb Jahresfrist, was die Editors 2019 abliefern werden. Kam im Mai mit der The Blanck Mass Sessions eine Neuinterpretation einiger ihrer Songs raus, folgte im Juli mit Frankenstein ein komplett neuer Song. Und das, obwohl knapp ein Jahr zuvor mit Violence das sechste Studioalbum der Birminghamer Band veröffentlicht wurde. Dabei haben die fünf Musiker, mit Tom Smith als Frontmann, in den letzten Jahren eine Veränderung ihres Sounds vorgenommen, der nicht immer jeden Fan mitziehen lassen hat. Allerdings kommentiert Smith, dass sie als Band festgestellt haben, dass diese neue Version der Band es sei, die sie gerade sein wollen. Mit der nun angekündigten Best Of-Platte Black Gold finalisieren sie ein Kapitel der Band, welches 15 Jahre angehalten hat.Und geben so den Raum frei, sich weiterzuentwickeln, denn die Band sei hungrig, wie Smith betont. Nachdem Frankenstein als erste Singleauskopplung des Ende Oktober erscheinenden Best Of-Albums war, ist nun mit dem Titelsong Black Gold ein weiterer neuer Song veröffentlich worden, der die gewaltige Soundästhetik der Editors wunderbar präsentiert. Mit Smith‘ wunderbarem Gesang, dem mystisch, epischen Sound und den elektronischen Elementen, die hier und da an große 80er-Jahre Synthiepopnummern erinnern, lassen die Editors keinen Zweifel daran, eine der ganz großen Bands zu sein. Auch wenn sie sich selbst eher als Außenseiter der Musikindustrie sehen, sind die Editors mit ihren Platten über die Jahre zu einer gestandenen Größe gewachsen und zeigen dies auch in ihrem Sound. Black Gold ist eine Hymne für die rauen Tage des Herbstes, der zwischen warmen Farben und kalten Nächten seine Schönheit oftmals erst auf den zweiten Blick verrät.

Editors - Frankenstein

Editors – Ein Song für die Freaks

Die Editors sind bekannt dafür, ihrer Musik einen neuen Schwung zu geben und mit Genres zu spielen – So werden die Fans immer wieder aufs Neue auf die Probe gestellt und gefordert. Nun haben die Editors um Frontsänger Tom Smith mit Frankenstein ein ganz neues Niveau erreicht. Gab es im Frühjahr bereits mit der The Blanck Mass Sessions einen ersten Vorgeschmack auf den Ausflug, den die britischen Jungs hier ins elektronische Genre machten, haben sie dabei ausgewählte Tracks ihres letzten Albums Violence unter der Regie des Produzenten Leo Abrahams neu aufgenommen und deutlich tanzbarer gemacht. Nun geht mit der Veröffentlichung des Songs Frankenstein gerade ein Raunen durch die Lande – ist der Song doch elektronisch aufgeheizt, hedonistisch und es­ka­pis­tisch. Deshalb geht es bei Frankenstein auch darum, auszubrechen – den Freak in einem rauszulassen – sei es nur für eine Nacht. Produziert von Jacknife Lee, der sich auch für das Durchbruchsalbum der Editors An End Has A Start (2007) verantwortlich zeichnet, haben die Editors ein schräges Musikvideo veröffentlicht, welches von einer Fanbesessenheit erzählt, die beängstigend weit geht. Die Editors haben damit einmal mehr überrascht und gleichzeitig überzeugt und lassen den Frankenstein in uns tanzen.

Editors – The Blanck Mass Sessions

Auf zu neuen Ufern könnte der neueste Release der britischen Alternativerock-Band Editors lauten. Mit der Vorabsingle Barricades, aus der EP The Blanck Mass Sessions veröffentlichen die Editors einen elektronischen Sound, der sich deutlich vom dunklen Alternative der Band abhebt. Dabei nutzen die fünf Birminghamer die vorab produzierten Songs des Albums Violence, die der britische Produzent Blanck Mass einst für ihr Album produziert hatte. Somit ist The Blanck Mass Sessions eine alternative Version ihres sechsten Albums und zeigt mit Barricades die imposante Transformation, hin zu einem futuresken Alternative/Elektro-Sound aus der Sicht von Blanck Mass. Wird das Album als Pink-Vinyl vorerst ausschließlich am 13. April zum Record Store Day 2019 erscheinen, ist eine offizielle Veröffentlichung auf CD und als Download für den 3. Mai 2019 vorgesehen. Wir dürfen hier also gespannt sein, wie die Interpretationen des britischen Produzenten Blanck Mass auf den Sound der Alternativerocker trifft. Barricades deutet allerdings schon jetzt Großartiges an.

Editors – Mit elektronischer Brutalität zurück

Mit einem Faustschlag sind sie zurück! Die britische Band Editors hat vor wenigen Tagen ihre Leadsingle des sechsten Studioalbums Violence veröffentlicht und damit ein fettes Ausrufezeichen gesetzt. Denn die Entwicklung, der aus Birmingham kommenden Band, hat sich in den letzten Jahren deutlich gewandelt. So spricht Tom Smith selbst, im Vorfeld der Veröffentlichung davon, dass die Band eine Entwicklung in Richtung elektronischer Musik genommen hat und der Status Quo eines Bandorientierten-Sounds immer deutlicher nachlässt. Davon können wir uns nun auch auf der neuen Single Magazine überzeugen. Mit einem psychedelischen Soundwirrwarr lädt uns Tom Smith zu einer Art Beschwörung ein. Klingen die ersten 45 Sekunden nach einer zurückspulenden Kassette, explodieren die Editors anschließend regelrecht. Mit fast schon brachialer Rockgewalt brechen Gitarren, Schlagzeug und schnelle Beats über Tom Smith‘ Stimme herein. Fast schon wie ein Gewitter wirkt Magazine und zeigt imposant, wie sehr die Editors ihren Sound beherrschen und gleichzeitig neues wagen. Auf Magazine hat sich die Band stark vom britischen Musiker Blanck Mass – hin zu mehr Elektrosound – beeinflussen lassen. Dies kann man auf der Leadsingle klar hören. Mit Magazine feiern die Editors eine fulminante Rückkehr und lassen keinen Zweifel daran, dass das am 9. März erscheinende Album Violence spannend und groß sein wird.

Die 5. Platte kommt mit großen Schritten – Editors

Nach der Teaser-Single ‚No Harm‘ die den Fans als kostenloser Download zur Verfügung gestellt wurde kommt nun mit ‚Marching Orders‘ die erste offizielle Single des fünften Studioalbums heraus. Bereits im Oktober letzten Jahres hatten die Editors verkündet, dass alle Songs geschrieben seien und es ins Studio gehe. Nun, acht Monate späte, steht zwar noch kein Veröffentlichungstermin fest, doch ist mit der Single ‚Marching Order‘ die Richtung des Werkes vorgegeben.
Es geht wieder in eine ruhige und akustischere Richtung, denn mit sattem Schlagzeug, griffigen Gittarrenriffs und Synthesizerbegleitung wirkt ‚Marching Order‘ zwar epischer aber bei Weitem nicht mehr so dunkel wie noch Songs vom letzten Album ‚The Weight Of Your Love‘ es taten und entfernt sich damit noch einmal stark vom Sound des dunkelsten Albums ihrer bisherigen Karriere – ‚In This Light And On This Evening‘. Das, obwohl ‚Marching Order‘ natürlich keinesfalls als leichte Kost serviert wird. Denn erinnert der Song doch, nicht zuletzt durch den Chor und das Spiel mit den Synthesizern, an große Bands der 80er Jahre. So klingt der Song anflehend und gleichzeitig erhaben und steigert die Vorfreude auf das nahende fünfte Album.

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