Lea Porcelain Choirs To Heaven

Lea Porcelain – In unruhigen Zeiten ein wenig träumen dürfen

Die Geschichte von Lea Porcelain fängt in Frankfurt am Main an und zieht sich seit einigen Jahren durch die Berliner Musiklandschaft. Das Duo ist so umtriebig, vernetzt und doch separiert, wie kaum eine andere Berliner Band. Genau diese Einflüsse lassen es zu, dass sich das Duo in eine Welt voller Synthiewänden, fließenden Sounds und lethargischen Gesängen flüchten kann. Mit insgesamt 8 Reviews und einer Konzertkritik sind Julien Bracht und Markus Nikolaus auf jeden Fall einer der Acts mit den meisten Erwähnungen auf SOML. Dabei ist es der Sound, der so introvertiert klingt und uns jedes Mal wieder in eine Welt entführt, die fernab von den aktuellen Zeiten zu sein scheint. Ihre neue Single Choirs To Heaven ist dabei größtenteils in Berlin und Spanien entstanden, während sie am Strand entlangliefen, das Salz auf den Lippen schmeckten und – aus heutiger Sicht – wie aus einer anderen Zeit zu kommen schienen.

Lea Porcelain - Photo Credits KANE
Lea Porcelain – Photo Credits KANE

Choirs To Heaven zeugt von dem Wunsch nach Normalität. Um uns herum wächst eine neue Welt heran, in der wir unseren Platz suchen. Doch auch finden wir uns immer wieder in diesem einen Moment nach Frieden Ausschau haltend und in eine Traumwelt flüchtend um für einen kurzen Augenblick Ruhe und Glück zu empfinden. Dabei ist Choirs To Heaven der Moment auf der Autobahn, wenn wir die Hand bei 120 km/h wellenförmig durch den Fahrtwind gleiten lassen oder an den abgelegensten Orten der Welt die Natur erfühlen können. Wie auch schon auf den Songs, I Am Ok, Clock Of Time, Sink Into The Night und Future Hurry Slow präsentieren uns Lea Porcelain auch auf Choirs To Heaven einen weiten Sound, der voll und satt ist und uns mit einem Gefühl ausfüllt, das von Melancholie und Lethargie getrieben, niemals an Magie zu verlieren scheint. Mit dem neuen Song kündigt das Duo, das sich in den Studios im Funkhaus Nalepastraße mittlerweile häuslich eingerichtet zu haben scheint, ihr zweites Studioalbum lose für 2021 an und zeigt uns einmal mehr, auf was wir uns dabei freuen können.

Lea Porcelain - Future Hurry Slow

Lea Porcelain – Wie stark ist unsere Gemeinschaft

Wir stehen vor einer Herausforderung, in der wir eigentlich schon mitten drin stecken. Mit social distancing und Kontakteindämmung, sehen wir uns immer öfter in den eigenen vier Wänden sitzen und die Zeit wegrennen sehen und ertappen uns dabei das ein oder andere plötzlich anzuzweifeln. Lea Porcelain haben darüber ein Lied geschrieben und zeigen uns auf Future Hurry Slow ihre Interpretation der Lage. Dabei braucht das Berliner Duo gar nicht all zu sehr auf die brandaktuelle Lage eingehen, sondern zeigt viel allgemeiner, wie sehr jeder mit sich selbst beschäftigt ist. Mit der eigenen Angst, eigenen Gedanken, Gefühlen und dem ganz eigenen Glück. Liesst man sich die Zeilen unter dem Musikvideo durch, während Future Hurry Slow läuft, wirkt es wie eine Retrospektive eines gesellschaftlichen Ausschnitts. Und damit sind wir genau an dem Punkt, an dem uns Lea Porcelain sagen, dass Zeit kein Gut ist, mit dem man beliebig arbeiten kann. Sondern vielmehr müssen wir mehr denn je lernen, dass Zeit ein fließender Vorgang ist und wir nicht einfach Pause drücken können – wie es Lea Porcelain beschreiben. Mit einer Gitarre und sanften Arrangement wird Markus Nikolaus‘ flehende Stimme fast resignierend. Denn Future Hurry Slow ist nur eine Interpretation von Zeit und nicht die Gewissheit. Aber eine unglaublich schöne Interpretation.

Lea Porcelain - Sink Into The Night

Lea Porcelain – Der Klang nach Vergangenem

Es ist dieser Sound im Hintergrund, der uns bei Lea Porcelains neuem Song Sink Into The Night an etwas erinnert und in uns etwas weckt, das wir noch nicht greifen können. Mal erinnert es an HÆLOS‘ End Of World Party, mal entfernt an den Beat von Underwolds Born Slippy, den man im Hintergrund hört – doch immer wieder auch ganz sicher an Lea Porcelain. Und das, obwohl das Duo seit seinen ersten Veröffentlichungen mit den Genres spielt und sich nicht auf eine Richtung festlegen mag. Ausufernd bleiben sie dennoch immer wieder und zeigen nun auf Sink Into The Night, wie sie die Nacht erleben. Ausschweifend, auf der Überholspur befindend, stark und vor allem – einsam. Dies mag eine Momentaufnahme der beiden Jungs sein, die in den letzten Jahren so viel erlebt und erreicht haben, dass die Einflüsse schier unendliches Material hervorbringen werden. Lea Porcelain stehen mit diesem Song und der Erwartung auf ihr zweites Album an einem Punkt, an dem sie sich bereits vor der Veröffentlichung ihres Debüts befunden hatten. Den Erwartungen gegenüberzustehen, welche die Fans und Kritiker haben und die Veröffentlichung zu einem erneuten Adrenalinkick anwachsen zu sehen.

Lea Porcelain - Clock Of Time

Lea Porcelain – Die Kunst der Verwandlung

Lea Porcelain haben schon eine beachtliche Wandlung hinter sich. Von einem Sound, der an die dunklen musikalischen Zeiten während der 90er Jahre in Großbritannien angelehnt ist, über den akustisch, folkigen Einschlag, den die beiden Jungs zuletzt auf I Am OK gingen, bis zu den neuesten Songs, die wieder zurück zu den Wurzeln der Band gehen, hat das Duo eine lebendige Diskografie vorzuweisen. Dabei setzen sie sich mit schwierigen Themen auseinander und verpacken diese in große Soundgerüste. Mit der neuesten Single Clock Of Time schließen sie gerade den Kreis und kehren zu ihrem Ursprung zurück. Dabei sind es abermals großartige Bilder des Musikvideos, die den Song so eindringlich werden lassen. Am vergangenen Freitag ist mit der EP Love Is Not An Empire schließlich auch wieder eine neue Platte herausgekommen und zeigt, wie umtriebig das, in Berlin lebende, Duo ist.

Lea Porcelain – Bestreiten neue Wege

Mit einem düsteren industrial Elektrosound und den daraus entstandenen großartigen Hymnen, waren Lea Porcelain in den letzten Jahren zu einem Aushängeschild dieser Art von Musik für Deutschland geworden. Ob in Großbritannien oder den USA, überall stießen sie auf offene Ohren. Vor allem durch die Songs Out Is InWarsaw Street und dem Bruce Springsteen Cover Streets Of Philadelphia hatten sie beeindruckende Songs abgelegt. Nachdem ihr Debütalbum Hymns To The Night 2016 veröffentlicht wurde, tourten die beiden – mittlerweile in Berlin lebenden – Jungs ausgedehnt durch die Welt. Nun sind Lea Porcelain mit einem neuen Song zurück und zeigen, dass ihre Reise Spuren hinterlassen hat. Denn auf ihrem neuen Song I Am OK geht es, wie Sänger Markus Nikolaus in einem Interview mit dem US-Amerikanischen Radiosender KEXP beschreibt um eine Zeit im Leben eines Jeden, in der er den Glauben an sich selbst, an Jemanden oder an das Leben selbst verloren hat, doch muss er nur von Jemandem hören, dass eines Tages alles wieder in Ordnung sein wird. Egal was, mit Zeit und Geduld wird alles wieder in Ordnung sein. Und genau das hört man I Am OK auch an – ist nichts mehr geblieben vom großen elektronischen Gewand des Debütalbums und wurden Synthies durch eine Ukulele ersetzt. So wird I Am OK durch die Stimme Nikolaus‘ und einem präsenten Ukulelenspiel getragen und gibt eine ganz neue Richtung vor. Dabei klingen Lea Porcelain trotz ihres radikalen Soundwechsels authentisch und frisch. Und weisen uns mit I Am OK den Weg in den Frühling mit der Hoffnung, dass alles in Ordnung geht.

Lea Porcelain – Endgültige Erinnerungen

Lea Porcelain – Hymns To The Night

Endlich ist es soweit – Lea Porcelain haben einen Veröffentlichungstermin ihres Debütalbum Hymns To The Night bekanntgegeben. Dieses wird in vier Wochen und damit am 16. Juni erscheinen und fast alle bekannten Songveröffentlichungen der letzten beiden Jahren beinhalten. Ob Out Is In, Warsaw Street, Similar Familiar oder Bones – zu finden sind sie alle und darüber hinaus auch noch acht weitere Songs, die den dunklen Sound des Duos präsentiert. Zwar hat es das äußerst gelungene Cover von Bruce Springsteens Streets Of Philadelphia nicht auf die Platte geschafft, dafür koppeln sie aber heute mit Remember einen Song aus, der an Joy Division erinnert. Auch hier dominiert der schwere Industrial-Rock und klingt Markus Nikolaus‘ mit Hall auf der Stimme, noch deutlicher nach diesem ganz besonderen Sound, dem schon viele Jahre keine Band mehr Leben eingehaucht hat. Lea Porcelain sind so untypisch für die hiesige Musikszene – denn wer mit seinem Sound so nach vorne geht und gleichzeitig zurückhaltend und introvertiert klingt hat einen Spagat vollzogen, der weitaus schwieriger zu erreichen ist, als es scheint. So werden die Tage gezählt und die bisherigen Songs rauf und runter gehört, um für Hymns To The Night bereit zu sein. Lea – wir können es kaum erwarten!

Lea Porcelain – Rau und bedrückend

Lea Porcelain – Streets Of Philadelphia

Es ist einer der Momente, in der Musikwelt, bei dem man in eine Art Flashback verfällt. Ein Song, der so groß ist und so sehr für sich selbst steht, dass man ihn auch nach bald 25 Jahren noch eins zu eins im Ohr hat, sobald man auch nur den Titel hört. Mit einem Oscar und vier Grammys ausgezeichnet, war Bruce Springsteens Song Streets Of Philadelphia 1993 ein absoluter Welthit und stieg bis auf Platz eins der deutschen Singlecharts. Besticht Streets Of Philadelphia durch eine sanfte und melancholische Stimmung, kann man sich nicht vorstellen, dass genau dieser Song auch rau und bedrückend klingen kann. Genau so präsentiert ihn nämlich das Duo Lea Porcelain. Zuletzt noch live im Auster Club Berlin, präsentierte sich das Duo in Lagerhallenatmosphäre. Ihr Sound ist eigen, industriell und sensibel zugleich. Und so wundert es nicht, dass Streets Of Philadelphia hier geradezu auf die Band zugeschnitten wirkt. Ist der Song doch durch das neue Klangkostüm sowohl rau und bedrückend, als auch sensibel und isoliert zugleich. Lea Porcelain haben ein Gespür für den ganz besonderen Klang und wissen ganz genau, wie sie ihn erzeugen und zu einem Alleinstellungsmerkmal machen können, so, dass selbst ein großer Hit wie Springsteens Streets Of Philadelphia neu, frisch und nach Lea Porcelain klingt.

Lea Porcelain @Auster Club Berlin

Lea Porcelain – Konzertkritik

Es war ein Abend, der erstaunte. Nicht nur, dass das Duo Lea Porcelain im Berliner Auster Club auf die Bühne trat und man erst dann in den Genuß des Konzertes kam, wenn man rechtzeitig vor Ort war – gab es die Karten doch nur an der Tür des Clubs – zeigte sich auch in der Auswahl des Support-Acts, dass das aus Frankfurt am Main kommenden und mittlerweile zwischen Berlin und London pendelnden Duos kein gewöhnlicher Act ist. Mit dem brasilianischen Poeten und Dadaisten Ricardo Domeneck, der bereits seit einigen Jahren in Berlin lebt, begann der Abend mit einer drohenden, poetischen Performance. Dabei wirkten die Worte ermahnend, sein kühler Ausdruck fast schon vernichtend und die akustische Untermalung verwirrend. Die kurzzeitige Assoziation mit Baz Luhrmanns Everybody’s Free (To Wear Sunscreen) wurde immer wieder durch die harten Worte zerrissen und konnte dennoch nicht ganz bei Seite gelegt werden. Nach knapp zehn Minuten beendete Domeneck seinen Auftritt mit einem kurzen Thank You, um wenig später Lea Porcelain, auf der Bühne zu viert, anzukündigen.

Ricardo Domeneck @Auster Club Berlin
Ricardo Domeneck @Auster Club Berlin

In den letzten 12 Monaten immer wieder in den Musikmagazinen Deutschlands und sogar Großbritanniens gelobt und verheißungsvoll einer großen Zukunft bescheinigt, trat an diesem Sonntagabend die Band auf die Bühne und schien, aus unterschiedlichen Richtungen, Nervosität, Spielwut, kindliche Freude und erwachsene Gleichgültigkeit auszusenden. Mit dem alles überragenden Out Is In begann die Band schließlich ihr erstes Konzert in 2017 und lieferte nicht weniger, als den grandiosen Industriel Sound ab, den man aus den Lautsprechern zu Hause schon seit Monaten hört. Allerdings reicht selbst Industriel nicht aus, um die Vielfalt von Lea Porcelains Sound zu beschreiben. Kommen doch elektronische Elemente vor, sowie die Songs melancholisch und dunkel klingen und fast schon eine Art rohe Gewalt ausdrücken. Mit Warsaw Street gingen sie in den nächsten, großen Song über, der perfekt als Untermalung einer langen Nacht dient, in der man sich verliert. Treibend, laut und betäubend schwillt die Gitarre an und kreist wabernd um die Ohren. Dabei singt Frontsänger Markus Nikolaus mit verzerrt, hallender Stimme in seiner ganz eigenen Welt.

Es folgten einige, noch unbekannte, Titel, die sicherlich ihren Weg auf das, für 2017 angekündigte, Album finden werden. Was mit Out Is In und Warsaw Street begann, sollte nun mit Bones und Similar Familiar beendet werden. So flackerten Stroboskope im Nebel auf und wurde die Bühne zu einem Ort, den viele als Untergrund beschreiben würden. Lea Porcelain sind weit weg von Pop, sie biedern sich auch nicht an. Ihre Auftritte sind ausgewählt, rar und speziell und zeigen eine Band, die, wenn das Glück und das richtige Management mitspielt, international deutlich bekannter werden könnte.

Lea Porcelain @Auster Club Berlin
Lea Porcelain @Auster Club Berlin

Zukunftsmusik 2017

Es sind nur noch wenige Tage des Jahres 2016 übrig. Viele veröffentlichen jetzt ihre Jahresrückblicke. Doch was ist mit einer Vorschau?

Sie sind in den letzten Monaten immer wieder mit Veröffentlichungen aufgefallen, haben allerdings den ganz großen Sprung noch nicht geschafft. Hier findet Ihr die heißesten Anwärter, denen 2017 der ganz große Durchbruch gelingen könnte.

Stimme am Ende des Artikels mit ab! Wer ist Dein Favorit 2017?


Liam X

Liam X
Liam X

Mit seiner Mischung aus Dubstep, deutschen Texten und fragilen Sounds ist Liam X einer der großen Favoriten im deutschsprachigen Raum. Sein für das Frühjahr 2017 erwartetes Debütalbum wird dann wohl auch die beiden grandiosen Songs Teil Von Mir und Herbst enthalten. So oder so ein Künstler, dem man unbedingt folgen sollte. http://www.liam-musik.de/

Liam X feat. Egon Holz - Herbst
Liam X feat. Egon Holz – Herbst
Liam X - Teil Von Mir
Liam X – Teil Von Mir

Møme

Møme
Møme

Bereits drei Singles konnte der französische DJ und Produzent in den Single Charts seines Heimatlandes platzieren. Dabei klingen vor allem Aloha und Alive nach modernen Sommersound. Mit Tropical Beats und einem verspielten Arrangement könnte Møme zum nächsten, großen Sommerhit avancieren. 2017 sieht es nicht schlecht aus und so steht sein Debütalbum Panorama garantiert auch bald bei uns in den Regalen. https://soundcloud.com/mome-music

Møme - Aloha
Møme – Aloha
Møme vs. Midnight To Monaco - Alive
Møme vs. Midnight To Monaco – Alive

Kaind

Kaind
Kaind

Ebenso wie eingangs bei Liam X gibt es mit Kaind einen spannenden neuen Künstler, der Dubstep auf eine Art interpretiert, die für Deutschland so bisher kaum vorkommt. Mit seinen fragilen Songs, die zwar am Computer entstehen aber auch immer echte Instrumente beinhalten, klingen die deutschen Texte fast schon wie Geschichten. Dabei ist Kaind dem Pop gar nicht mal abgeneigt, zeigt doch seine Single Leuchtturm, wie modern die deutsche Sprache klingen kann. Für 2017 können wir also ein vielversprechendes Debütalbum erwarten. http://www.kaind.de/

Kaind feat. Younotus - Leuchtturm
Kaind feat. Younotus – Leuchtturm
Kaind - Schatten Im Wald
Kaind – Schatten Im Wald

Fickle Friends

Fickle Friends
Fickle Friends

Vor knapp drei Jahren begann für die, aus Brighton, Großbritannien kommende Band Fickle Friends das, wovon viele Künstler nur träumen können. Einer ihrer Songs ging durch die Decke. Mit über einer Million klicks auf Soundcloud gehört Swim zu den Indiesongs 2014. Mittlerweile konnte die Band ihren 80er-Jahre Indie-Sound auf dem Berlin Festival, MELT! Festival und anderen Konzertbühnen europaweit präsentieren. So haben sie seit knapp einem Jahr eine Major-Deal bei Polydor bekommen und arbeiten hart an ihrem Debütalbum. Mit Brooklyn haben sie gerade erste eine brandneue Single veröffentlicht. http://www.ficklefriends.co.uk/

Fickle Friends - Swim
Fickle Friends – Swim
Fickle Friends - Brooklyn
Fickle Friends – Brooklyn

Lea Porcelain

Lea Porcelain
Lea Porcelain

Mit ihrem düsteren Post-Punk und Singles wie Out Is In und Warsaw Street hat das Frankfurter Duo dieses Jahr eindrucksvoll gezeigt, dass dieses Musikgenre nicht gänzlich den Briten überlassen werden muss. So klingen Lea Porcelains Songs gewaltig, erdrückend und hier und da auch verschwommen. Dabei macht es keinen Unterschied, ob der Song positive oder negative Intentionen verfolgt. 2017 könnte damit sowohl in Deutschland, als auch europaweit das Jahr für Lea Porcelain werden. Eine weitere Single haben sie erst heute veröffentlicht. Dabei klingt Similar Familiar schneller, fast schon jagend. Immer dabei die tiefen, verstörenden Sounds. Lea Porcelain wissen, wo sie stehen und steigern damit die Erwartung auf ein baldiges Debütalbum. http://www.leaporcelain.com

Lea Porcelain - Out Is In
Lea Porcelain – Out Is In
Lea Porcelain - Similar Familiar
Lea Porcelain – Similar Familiar

Rationale

Rationale
Rationale

Wenn man sich nicht sicher ist, welches Genre der Brite Rationale bedient, dürfte man nicht alleine sein. Ist doch sein Mix aus 80er Jahre, Soul, Synthie und Pop mit einem Hauch Melancholie nicht gerade das, was man von erwartet. Mit Fast Lane 2015 erstmals bekannt geworden, hat es Rationale zuletzt sogar bis zum Support der Europatour von Bastille geschafft. Für Anfang März 2017 hat Rationale sein gleichnamiges Debütalbum angekündigt, gerade veröffentlicht ist der Song Vessels. Sollte es auch nur annähernd in die Richtung der bisher veröffentlichten Songs, Re.Up, Fast Lane, Something For Nothing gehen, wird Rationale wohl 2017 ein stetiger Begleiter sein. http://iamrationale.com/

Rationale - Fast Lane
Rationale – Fast Lane
Rationale - Vessels
Rationale – Vessels

Two People

Two People
Two People

Zwei Songs, nur zwei Songs stehen auf der Soundcloud-Seite des Australischen Duos Two People. Entstanden aus der Indie/Pop-Band Snakadaktal haben sich Phoebe Lou und Joey Clough vor knapp zwei Jahren zum Duo reduziert. Mit den Songs Fading und If We Have Time überraschen die beiden allerdings so sehr, dass man ihnen baldige Nachfolgesongs wünscht. Dies könnte nicht zuletzt am eigenen hohen Anspruch scheitern. Klingen doch beide Songs so gut produziert, dass man hier schon von Perfektion sprechen kann. Bestechen sie durch einen verträumt, müden Gesang, werden beide Songs durch treibende Beats aufgebrochen. Sollte das Duo seinem Intervall, alle fünf Monate einen Song zu veröffentlichen beibehalten, dürften wir erst in fünf Jahren mit einem 10-Track Album rechnen. Aber vielleicht spielt da auch das Jahr 2017 mit und gibt Ende des Jahres schon mehr Material preis. https://soundcloud.com/two-people-655358346

Two People - Fading
Two People – Fading
Two People - If We Have Time
Two People – If We Have Time

Lea Porcelain - Warsaw Street

Lea Porcelain – Wenn die Vernunft am Abgrund steht

Mit Out Is In hatten Lea Porcelain im Frühjahr für eine Überraschung gesorgt. War der Sound doch so untypisch für eine deutsche Band, dass man selbst mit dem Wissen um ihre Frankfurter Herkunft daran zweifeln mochte. Mit ihrem Auftritt auf dem MELT! Festival 2016 zeigten Sie auch live, wie ihre Vision von Post-Punk und Indie klingt. Dunkel, melancholisch und schwer aber niemals aufgebend. Mit ihrer neuen Single Warsaw Street beeindrucken sie einmal mehr mit diesem schweren Sound. Bedrohlich und allgegenwärtig klingt Warsaw Street und lässt Markus Nikolaus Stimme einmal mehr nach der Vernunft, am Abgrund stehend, klingen. Doch spannend wird es, wenn man sich das dazugehörige Video ansieht. Funktioniert der bedrohliche Klang im Zusammenspiel mit zwei Personen, die sich für eine Nacht finden, so unerbittlich direkt und wird dadurch warm und einfühlsam. Lea Porcelain haben ihr Debütalbum für 2017 angekündigt und es dürfte nicht weniger, als eine Sensation werden.