Lenny Kravitz – Zeitreise ins Jahr 1998

Es war sein bisher größter Erfolg – das 1998 veröffentlichte Album 5 welches ihm 6 Millionen verkaufte Platten und zwei Grammys als Best Male Rock Vocal Performance für Fly Away und American Woman einbrachte. Seiner Zeit weit voraus verband 5 die Musikstile Rock, Pop, Funk und Soul und brachte sie in den Mainstream. 20 Jahre später und sechs Alben weiter veröffentlicht Lenny Kravitz im September mit Raise Vibration sein mittlerweile elftes Studioalbum. Darauf zu finden ist auch, die nun veröffentlichte Single Low. Hier klingt Kravitz, als hätte er die Zeit angehalten. So viel Funk, Coolness und Soul, wie auf Low hat es seit dem Album 5 nicht mehr von ihm zu hören gegeben. Dabei holt er sich eine Stimme dazu, die eigentlich seit Jahren nicht mehr verfügbar ist – Michael Jackson. Denn noch zu Lebzeiten hatte Kravitz an dem Song gearbeitet und Jackson die typischen Schreie aufnehmen lassen. Herausgekommen ist ein Song voller Sexappeal, Soul und Wärme und ein Lenny Kravitz, der zu seiner absoluten Höchstform aufläuft.

Lenny Kravitz – Er will nochmal was reißen

Lenny Kravitz ist ein Urgestein in der Popmusik. Macht er doch nun schon seit mehr als 25 Jahren Musik und hat alle Höhen und Tiefen durchlebt. Auf seinem einstigen Höhepunkt, mit dem Album 5 gab es in den 2000ern eher moderaten Erfolg. Nun ist er mit seinem zehnten Studioalbum zurück und gibt uns gleich mal mit dem Song ‚The Chamber‘ die Richtung vor. Schöpft Kravitz doch hier aus einem musikalischem Potpourri aus den achtzigern, neunzigern und dem Hauch moderner Musik. Und so verwundert es auch nicht, dass man in The Chamber einen Hintergrundbeat erkennen mag, der an Heart Of Glass von Blondie erinnert. Es ist ein Song der frisch klingt, als würde Kravitz nochmal etwas reißen wollen. Dies gelingt im hier so leicht, dass man als Hörer fast schon erschreckend beschwingt durch den Song geht.