Jungle – bleiben Jungle

Vor fast genau vier Jahren haben Jungle ihr gleichnamiges Debütalbum Jungle veröffentlicht. Zu diesem Zeitpunkt gerade einmal ein Jahr als Band formiert, eroberte das Kollektiv, mit Songs wie Busy Earnin‘ Großbritannien im Sturm. Nach langer Wartezeit, ist das Kollektiv um Josh Lloyd-Watson und Tom McFarland – kurz J und T – nun zurück. Die Planung, ein Musikprojekt aus verschiedenen, kreativen Köpfen zu formen, indem einer für das Artwork, einer für ästhetische Videos und andere in verschiedenen Bereichen tätig werden, ging vollends auf und sorgte dafür, dass Jungle – auch abseits der Musik – als qualitativ extrem hochwertig wahrgenommen wurden. Da verwundert es auch nicht, dass es vier Jahre dauern musste, um neues Material von der Band zu hören. Mit Happy Man und House In L.A. sind sie dafür gleich mit zwei neuen Songs zurück und haben bereits im Vorfeld eine ausgedehnte Welttournee angekündigt. Happy Man spielt mit den typischen Jungle-Elementen aus Funk, Soul, Pop und dem Vibe der 70er Jahre. Immer etwas träge, wird Happy Man zu einer schwoofig, klebrigen Soundmaschine, die einen verschluckt, nach 3:11 Minuten ausspuckt und selig zurücklässt. Jungle beherrschen es, dem Hörer das zu geben, was er von der Band erwartet und gerade deshalb die Nachfrage nach weiteren Songs abermals zu steigern.

Jungle – Sie bleiben mystisch

Wir haben Facebook, wir haben Twitter und wir haben Google/Wikipedia. Doch was helfen einem all diese Medien, wenn man über die Künstler nicht wirklich viel rausbekommt. So geschehen bei der britischen Dance-Gruppe Jungle. Man weiß, dass die zwei Federführenden J und T genannt werden. Man weiss auch, dass sie live gleich vierfach so viele sind. Doch ist es ihnen gelungen selbst nach der zweiten Singleauskopplung Time und ihrem am Dienstag veröffentlichten Debütalbum Jungle die Kontrolle über die Informationen über sie zu behalten – was aus heutiger Sicht allein schon eine Leistung ist. Nun ist aber die eigentliche Leistung die genreübergreifende Musik von Jungle – mischen sie doch Dancehall mit Hip-Hop- und House-Elementen. Nun kann man zu eben beschriebenem Time auch das Musikvideo genießen und sieht, wie auch schon bei Busy Earnin‘, dass der Fokus klar auf die Tanzperformances gelegt wurde. Sind sie doch gerade darin fast schon Meister. Und so macht das Video zu schauen und laut aufzudrehen gleich doppelt so viel Spaß.

Jungle – We are the guys from the Jungle

Sie haben sich wahrlich keinen Namen gegeben, den man leicht im Internet finden kann. Gibt man bei Google ‚Jungle‘ ein, werden einem tausende Vorschläge zu naturbelassenen Wäldern angezeigt. Schaut man auf auf ihre Facebookseite, stellt man fest, dass es die Band erst seit dem 10. August 2013 dort gibt – also noch kein Jahr. Die Dance-Gruppe aus London ist also noch weitestgehen unbekannt und man kennt nur zwei Mitglieder mit den ebenso wenig aussagekräftigen Namen ‚J‘ und ‚T‘. Aussagekräftiger ist allerdings das, was sie an Musik fabrizieren. So ist doch nach Tracks wie ‚The Heat‘ und ‚Platoon‘ nun der neueste Song in den Radiostationen Großbritanniens aufgetaucht. ‚Busy Earnin‘ schafft es damit sogar von der Insel runter in die Festlandplaylisten der Radiosender. Hört und vor allem schaut Euch das hörens- und sehenswürdige Lied an.