Gavin James – Tappt in die House-Remix-Falle – wirklich?!

Gavin James - Nervous (Mark McCabe Remix)

Gavin James – Nervous (Mark McCabe Remix)

Vor knapp einem Jahr konntet Ihr hier über den Irischen Singer/Songwriter Gavin James und seine Single 22 lesen. Sang er damals über die eigenen Erfahrungen, die er während der Schulzeit gemacht hatte, kommt er jetzt mit der fünften Singleauskopplung seines Debütalbums Bitter Pill zurück. Im Original ist Nervous eine wunderbare Ballade, die wie gewohnt im James‘ Stil akustisch und zurückhaltend klingt. Doch wie es sich momentan im Popbusiness gehört, braucht jedes Lied, das von einem Musiker mit Herzblut stammt, einen Deep-House Remix. In den letzten zwei/drei Jahren wurden wir förmlich davon überschwemmt. Doch so viele Remixe es gibt, waren immer wieder auch wirkliche Perlen dabei. Man denke nur an One Day von Asaf Avidan oder Matt Simons‘ Catch & Release. Nun hat sich der, ebenfalls aus Irland kommende, Radiomoderator, DJ und Musikproduzent Mark McCabe die Ballade vorgenommen, was sicherlich kein schlechter Schachzug, von einem Radiomoderator und Musikproduzenten geremixt zu werden war. Bedeutet dies doch auch, dass die Chancen höher stehen auch gespielt zu werden. Nervous hat dabei eine schöne, eingängige Hookline und setzt sich mit dem Refrain so im Ohr fest, dass man auch nach einem Tag noch das Ooho Oh Oh Oh im Kopf hat. Drum herum hat Mark McCabe einen leichten Deep House Beat gelegt, der mit Gitarrenspiel den Folk/House-Mix noch verstärkt. Somit hat Gavin James ungewollt einen hippen Song veröffentlicht, der ihn über die Landesgrenzen hinaus bekannt machen wird. Ebenso ans Herz gelegt sei allerdings auch mal in das Original reinzuhören.

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Gavin James – ehrlich, aufrichtig und berührend

Er ist noch ganz frisch im Musikbusiness. Zwar hat er bereits 2013 den Meteor Song of the Year Award gewonnen, doch startet er erst jetzt mit der Ballade ’22‘ richtig durch. ’22‘ ist ein Erfahrungsbericht des Sängers aus seiner Schulzeit. War er doch, nach eigenen Aussagen, derjenige, der gemobbt und drangsaliert wurde.
Es ist sicherlich keine neue Geschichte im Musikbusiness, doch zeigt James anhand seines Videos, dass es immer zwei Seiten gibt. Und so wird im Video zu ’22‘ dann auch die Seite des Täters beleuchtet, der zu Hause von seinem Vater gemaßregelt wird und dieses in der Gewalt anderen gegenüber kompensiert. Dabei singt James so zurückhaltend und einfühlsam, dass man beim anschauen des Videos kaum einen eigenständigen Song wahrnimmt. Dies ist dann wahrlich die berührendste Art, die Geschichte eines Songs zu erzählen.