Disclosure - Energy

Disclosure – Lateinamerikanischer Karneval trifft auf europäischen Clubsound

Nach fünf Jahren der Stille haben sich die Brüder Guy und Howard Lawrence endlich wieder entschieden, ein neues Album zu produzieren. Denn nach ihrem zweiten Album Caracal (2015) verkündeten die Briten eine Pause einzulegen. Bis auf einzelne Songs und wenige Remixe hielten sie dies bis Mai 2018 ganz gut durch. Doch mit dem absoluten Burner Ultimatum – den sie zusammen mit der malischen Sängerin Fatoumata Diawara – veröffentlichten, wurde klar, dass es wieder Zeit wird, in den Club zu gehen. Mit der ersten Veröffentlichung Talk überraschten Disclosure dann auch gleich einmal. Denn hier gibt es eine interessante Veröffentlichungsgeschichte. Wurde Talk vom US-Amerikanischen R&B-Sänger Khalid geschrieben und von Disclosure produziert, war der Song nicht nur die Leadsingle von Disclosures kommenden Album Energy, sondern gleichzeitig auch die Leadsingle von Khalids zweitem Album Free Spirit. Somit wird es zwei Alben von unterschiedlichen Künstlern mit ein und derselben Leadsingle geben – was so nur äußerst selten vorkommt. Da den beiden Acts die Zusammenarbeit so sehr gefiel, folgte Anfang Februar mit Know Your Worth gleich noch eine gemeinsame Single – die allerdings allein auf Disclosures neuem Album erscheinen wird. Nachdem Ende Februar mit Ecstasy die dritte Single veröffentlicht wurde, geht es nun Schlag auf Schlag. Denn am vergangenen Donnerstag haben die Brüder mit Energy schließlich den Titeltrack ihres dritten Studioalbums online gestellt. Mit Latin-Sound, großartig, mitreißenden House-Beats und ganz viel Tanzfieber orientiert sich Energy am Straßenkarneval Südamerikas und verbindet diesen mit den tiefen, dunklen Beats der europäischen Clubs. Dabei wird Energy seinem Namen nicht nur zu 100 Prozent gerecht, sondern übertrumpft die Vermutung nach einem Partybanger noch deutlich. Hier steigert sich die Lust zum Tanzen und lässt den Körper auf Temperatur kommen. Ihr drittes Album Energy werden Disclosure am 28. August veröffentlichen und uns wieder einmal die Housebeats um die Ohren hauen.

Disclosure feat. Gregory Porter - Holding On

Disclosure feat. Gregory Porter – Ein Brett von einem Dancetrack

Vor einigen Tagen hatte ich bereits einen Claptones Remix eines Gregory Porter Songs gebloggt. Nun kommt Porter auf der Single Holding On von Disclosure zurück. Auf Dieser beweist Porter einmal mehr, dass eine Jazz-Stimme nicht nur im eigenen Genre erfolgreich sein kann. Und so fühlt er sich aktuell im EDM recht wohl und wird so einem Publikum zu teil, das vorher wahrscheinlich noch nicht einmal von seiner Existenz wusste. Holding On ist die erste Singleauskopplung des, im September erscheinenden, zweiten Albums von Disclosure, das Caracal heißen wird. Mit dem Titeltrack beweisen die Brüder Lawrence, alias Disclosure, dass sie nicht nur Producer von Housemusik sein können, sondern auch als Autoren fungieren. So hat Howard Lawrence zusammen mit Porter und Jimmy Napes – der bereits bei mehreren Disclosure Songs mitarbeitete – den Songtext zu Holding On geschrieben. Die Songstruktur bietet auch den Vergleich zum Disco/Soul-Sound der 70er Jahre, wie Barry White’s You’re My First, My Last, My Everything. Der wohl für so manchen als Vorreiter des Disco/Souls im Gedächtnis bleibt. Diesen Sound nun in das Jahr 2015 transportiert, greift Holding On diese Ära wunderbar auf, ohne alt zu klingen.

Disclosure - Bang That

Disclosure – 1. Single, 2. Album, sie zerlegen die Tanzfläche

Mit ihrem ersten Album Settle haben die beiden Brüder Guy und Howard Lawrence 2013 die Bühnen der Welt erobert und gleichzeitig einen Künstler nach dem anderen bekannt gemacht. So sind jeweils kurz nach Veröffentlichung der jeweiligen Singles Acts wie AlunaGeorge, London Grammar oder Sam Smith durch die Decke gegangen. Letzterer wurde schließlich sogar für sein Debütalbum mit 4 Grammy Awards ausgezeichnet. Nun kommen die beiden, aus einem Londoner Vorort stammenden, Produzenten mit der ersten Single Bang That zurück und nehmen mit dieser gleich einmal die Tanzfläche auseinander. Ist Bang That doch ein satter Housetrack, wie man ihn sich nur in den dunklen Clubs von London, Chicago oder Berlin vorstellen kann. Doch funktioniert er auch abseits dieser bekannten Orte hervorragend. Dies ist dem treibenden Beat und der einprägsamen Textzeilen zu verdanken. So kann jeder auf der Tanzfläche seine eigene Interpretation von Now let me see you freak it, I love it when you freak it, Now let me see you work it, I wanna see you twerk it ausleben. Somit haben Disclosure für ihr zweites Album einen chart-untypischen Song veröffentlicht, der allerdings wohl gerade deshalb durch die Decke gehen wird.

Disclosure - Grab Her

Disclosure – In Fragen Deep House

Was haben Disclosure nicht das letzte Jahr die Elektro-Welt durcheinander gewirbelt. Ist doch, in den Billboard-Charts, beispielsweise der zwei Jahre alte Songs Latch gerade erst am aufsteigen. Und so ist es heute aber gerade keine Singleveröffentlichung die hier ein Video spendiert bekommen hat. Grab Her könnte man als obszönen Deep House Track beschreiben. Wobei hier die simplen beiden Worte des Songtitels auch schon den gesamten Songtext darstellen und sich wunderbar mit den Tiefen dessen mischen. Somit haben die beiden Jungs einen starken Song neben ihren kommerziell erfolgreichen Singles für den Club produziert.

Disclosure feat. Friends Within – Disclosures Gespür ist sagenhaft

Wie die beiden Jungs von Disclosure es aber auch immer wieder hinbekommen elektronische Beats zu schaffen die einfach nur treibend sind. Singles wie Latch, White Noise, F For You oder Help Me Lose My Mind sind regelrechte Monstertracks und ganz nebenbei beweisen die Brüder Guy und Howard Lawrence, die hinter Disclosure stehen, auch ein sagenhaftes Gespür für neue Acts. Haben sie doch Tracks mit London Grammar, AlunaGeorge, Sam Smith, Jessie Ware und Eliza Dolittle aufgenommen die allesamt kurz danach mit eigenen Songs durch die Decke gingen.
Nun haben sie sich Friends Within für ihren neuesten Track ins Boot geholt. Und, wie sollte es anders sein, gibt es über Friends Within auch noch nicht viel im Netz zu finden, außer, dass sie auf Beatport als eines der nächsten großen Elektroacts 2014 gelobt werden. Ihnen bleibt wohl nach der Zusammenarbeit mit Disclosure nichts anderes übrig als bekannt zu werden.
Der Track The Mechanism ist jedenfalls ein Knüppel von Elektrotrack. Passend zum langen Wochenende und warmen Temperaturen.