Kodaline - Sometimes

Kodaline – Kehren zurück

Mit dem starken Song All I Want hatte die Dubliner Band Kodaline 2012 plötzlich alle Augen auf sich gerichtet. Denn hier war nicht nur der Song mit seinen emotionalen Ebenen stark, sondern auch das dazugehörige Musikvideo – vielmehr, beide Musikvideos. Denn hier hatte das irische Quartett eine herzerwärmende Geschichte erschaffen, die zwei Kurzfilmen gleicht. Nach der großartigen Resonanz auf ihre Musik, folgte ein Jahr später mit In A Perfect World das Debütalbum der Band, sowie Platz 1 der irischen und Platz 3 der britischen Charts. Nach den Alben Coming Up For Air (2015) und Politics Of Living (2018) – die sich ebenfalls auf Platz 1 der irischen Charts positionieren konnten – haben die Jungs um Frontsänger Steve Garrigan nun mit Sometimes bereits die zweite Single, aus ihrem vierten Studioalbum One Day at a Time veröffentlicht – welches am kommenden Freitag erscheint. Entstanden ist der Song während einer Asientour im Hotelzimmer Garrigans – wie er schreibt. Dabei hatte der Sänger mit Angstzuständen zu kämpfen und schrieb den Song, um etwas Positives daraus zu ziehen und sich vor Augen zu halten, dass es immer wieder mal schwierige Zeiten gibt, die es zu überstehen gilt, man aber immer auch etwas Positives daraus ziehen kann. Sometimes kommt dabei äußerst folkig rüber und zeigt uns Kodaline wieder beim Sound des ersten Albums angekommen. Nicht viel mehr, als eine Gitarre und Schlagzeug unterstützen Garrigan, ehe zum Refrain kurzzeitig ein Chor aufflammt und den Song eine aufbauende Dynamik verleiht. Dabei hallen die Songzeilen All of my friends don’t understand. Maybe I’m crazy. Maybe I’m blind. Maybe we all get lost sometimes. Sometimes hallt auch noch nach, wenn der Song schon längst verstummt ist und erzählt von einem Aussenseiter, der in einer großen Band singt und gleichzeitig einsam ist, obwohl ständig Menschen um ihn herum sind. Während die Irish Times dem Album nur zwei von fünf möglichen Sternen vergibt und das Album als technisch fast schon perfekt, vom Gefühl allerdings vorhersehbar und einfallslos beschreibt, werden die bisher veröffentlichten Songs von den Fans äußerst positiv aufgenommen. Bleibt abzuwarten, ob es Kodaline ein weiteres mal schaffen, den Thron der irischen Albumcharts zu besteigen. Sometimes überzeugt auf jeden Fall bereits jetzt.

Kodaline - Honest

Kodaline – Legen nach

Die Iren von Kodaline fackeln nicht lange, könnte man meinen. Ist es gerade einmal anderthalb Jahre her, dass sie ihr Debütalbum In A Perfect World veröffentlichten, kommt in vier Wochen bereits das Nachfolgewerk Coming Up For Air raus. Haben sie hier wieder mit dem Produzenten Steve Harris, der schon ihr erstes Album produziert hat, zusammengearbeitet, wollten sie es aber nicht nur auf einem Produzenten beruhen lassen. So wurden Jim Eliot, produziert für Ellie Goulding, und Jacknife Lee, der schon für R.E.M. und Snow Patrol an den Reglern stand, mit ins Boot geholt. Man darf hierbei gespannt sein, wie der Zweitling klingen wird. Es ist allerdings zu erwarten, dass Kodaline ihrem Sound treu bleiben werden, klingt doch die erste Auskopplung Honest ganz nach den Iren. So ist sie intensiv, impulsiv und schwillt zu einem faustdicken Stadionrocksong an. Hierbei ist Steve Garrigans Stimme stets im Vordergrund und jeder Zeit präsent und umhüllt die Musik seine starke Stimme. So wird in vier Wochen abgerechnet und man wird sehen wohin sie der Weg treibt.