Depeche Mode – Das Musikphänomen

Depeche Mode - Where's The Revolution

Depeche Mode – Where’s The Revolution

Depeche Modes Erfolg zu erklären ist schwer. Betrachtet man das Musikbusiness, müsste sich die Band seit zwanzig Jahren selbst überholt haben. Und dennoch, veröffentlichen sie Alben, Singles, gehen auf ausverkaufte Welttourneen und verschwinden danach wieder gänzlich von der Bildfläche, um dann, wie Phönix aus der Asche wieder mit voller Wucht zurückzukommen. Was allerdings genauso für Depeche Mode steht, ist die Kontinuität, mit der das britische Trio seit 37 Jahren Musik veröffentlicht. Brachten sie in den 80er Jahren fast jährlich ein neues Album raus, hat sich Mitte der 90er ein, bis heute anhaltender, Vier-Jahres-Rhythmus durchgesetzt. Dazu kommt, dass sich ihr Sound nie so stark verändert hat, dass er Fans vergraulen würde. So haben sie über ihre fast 40 jährige Bandgeschichte eine feste Fangemeinde aufgezogen, die ihnen bis heute treu ist. Doch auch unabhängig dessen, schaffen es Dave Gahan, Martin Gore und Andy Fletcher immer wieder neu zu begeistern. Mit ihrer gestern veröffentlichten Single Where’s The Revolution, aus dem im März erscheinenden, vierzehnten Studioalbum Spirit, zeigen Depeche Mode mit einem schweren, dystopischen Sound, direkt mit den Zeigefinger auf die Gesellschaft und ihre aktuellen Zerwürfnisse und Probleme. Einmal mehr, ein Protestsong gegen die aktuellen Geschehnisse. Aber Depeche Mode waren noch nie einfach nur passive Musiker, sondern äußerten schon immer, was sie beschäftigt. So ist Where’s The Revolution auch als bedrückend, große Anklage zu sehen und markiert damit die Rückkehr von Depeche Mode.

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