Declan McKenna – Indiehero mit Verstand

Declan McKenna - Isombard

Declan McKenna – Isombard

Man mag es ihm kaum zutrauen, doch der Brite Declan McKenna, ist gerade einmal 17 Jahre alt und brachte bereits so einige wirklich gute Songs raus ohne, dass ihn jemand auf dem Zettel hatte. In Hertfordshire, das nördlich von London liegt, geboren, hat er in den letzten zwei Jahren mit riesigen Schritten seine Karriere geformt. So nahm er 2015 auf dem Glastonbury Festival an einem Talentwettbewerb teil und gewann ihn so haushoch, dass ihm daraufhin sage und schreibe 40 Plattenfirmen einen Plattenvertrag anboten. Nun, nur anderthalb Jahre später hat McKenna in Eigenregie Singles wie Brazil, Paracetamol und Bethlehem veröffentlicht. Dabei fällt vor allem auf, dass McKenna nicht einfach nur Sinn für melodische Songs hat, sondern auch als ernstzunehmender Songwriter wahrzunehmen ist. So sticht vor allem Paracetamol hervor, in dem McKenna ein Thema anspricht, dass auch heute noch kaum tematisiert wird – das transgender Jugendlicher. Immer dabei ist allerdings ein frischer, verrückter Indiesound, der an die Zeiten der britischen Indiehochzeit um 2005 erinnert. Da kommen Assoziationen mit den Kooks oder Arcade Fire auf. Letztere kann man deutlich in McKenna’s aktueller Single Isombard erkennen. Mit McKenna hat Großbritannien einen neuen Helden der fast schon ausgestorbenen, doch hochgelobten, Indiebewegung Mitte der 2000er gefunden, der dieser Bewegung neues Leben einhauchen könnte.

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