Austra – Vom Wunsch einer Utopie

Austra - Utopia

Austra – Utopia

Vielleicht erinnert sich der ein oder andere noch an den Song Lose It, den die kanadische Band Austra vor fünf Jahren veröffentlichte. Ihr Zusammenspiel aus Synthiepop, Dark Wave, Dreampop und House sorgte für ein komplett neues Genre, aus dem nachfolgend, Bands wie MS MR und Poliça nach oben gespült wurden. Somit kann sich das Quartett aus Toronto sicherlich als einer der Vorreiter dieses Genres feiern lassen. Doch unabhängig davon liefern Austra, dessen Bandname nach dem zweiten Vornamen der Frontsängerin Katie Stelmanis gewählt wurde, seitdem stetig einwandfreien Dreampop ab. Mit ihrem, Ende Januar 2017 erscheinenden, dritten Album Future Politics gehen sie direkt auf die politische Stimmung rund um den Globus ein. Bei einem Interview sagte Stelmanis dazu: „Es geht nicht nur darum, Hoffnung in die Zukunft zu setzen, sondern darum, dass jeder gefordert ist, an der Gestaltung der Zukunft mitzuwirken. Die Grenzen, wie die Zukunft aussehen wird, sind ebenso faszinierend wie endlos. Das hat weniger damit zu tun‚ ’politisch’ zu sein, sondern über Grenzen hinaus zu denken – und das in jedem Bereich.“ Auf Austras nun veröffentlichten Song Utopia behandeln sie dann auch das Thema des Interesses am Mitmenschen. An jenen Mitmenschen, die man sonst nicht wahrnimmt. So singt sie von der Zielstrebigkeit der Menschen ihre Arbeit zu verrichten, doch dabei Menschen, die hilfesuchend umherlaufen, nicht zu registrieren. Klanglich ordnet sich Utopia direkt hinter Lose It ein. Folgt doch auf einem kurzen Dreampop-Intro ein stampfender Bass und der Gesang Stelmanis. Mit der klassisch angehauchten Stimmlage Stelmanis wirkt Utopia dann auch eindringlich und klagend. Austra stehen davor, ihrer Band eine neue musikalische Aufgabe zu geben. Politische Aussagen in einen tanzbaren Mantel zu legen und somit eine größere Masse anzusprechen.

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