Alex Somers

Alex Somers – Ein Mastermind wird sichtbar

Er zeigt sich in vielen Gestalten. Mal ist der US-Amerikanische Musiker Alex Somers als Produzent tätig und ist unter anderem verantwortlich für die Sigur Rós-Songs Varúð, Ekki Múkk, Valtari oder die gesamten Songs der Soloplatte Go des Sigur Rós-Frontsängers Jónsi – mit dem er auch das 2009er Album Riceboy Sleep veröffentlichte. Mal zeichnet er sich als Visual Artist für die Alben der isländischen Band verantwortlich. Zusätzlich tritt er noch als Tontechniker, Produzent und Mixer in Erscheinung. Dass die Zusammenarbeit mit der isländischen Band allerdings so üppig ausfällt ist kein Zufall – lebt Alex Somers doch mittlerweile fest in Reykjavík und ist mit Jón Þór Birgisson – kurz Jónsi – seit nunmehr 18 Jahren leiert. Entstanden sind daraus immer wieder aufregende Projekte und noch viel aufregendere Songs. Nun hat Somers – nachdem er Soundtracks unter anderem für Black Mirror, Captain Fantastic oder Manhattan geschrieben hat – mit Siblings One & Siblings Two sein Debütalbum angekündigt das damit gleichzeitig auch ein Doppelalbum sein wird. Debütalbum deshalb, da Somers erstmals eine Platte unter seinem bürgerlichen Namen rausbringt.

Während ein Großteil der Songs des Doppelalbums zwischen 2014 – 2016 entstanden, verfolgt Somers auf den beiden Platten unterschiedliche Stimmungen. Gleichzeitig zur Ankündigung von Siblings One & Siblings Two veröffentlicht Somers mit Deathbed und Sooner auch jeweils einen ersten Song von jeder Platte. Bereits hier kann man erkennen, dass mit Deathbed deutlich düstere Stimmungen eingefangen werden. Dabei hält sich Somers an das Unperfekte und nimmt einzelne Sounds immer wieder auf, bis so nichts mehr von ihrem sauberen Sound vorweisen können. Gleichzeitig hören wir hier aber auch die starke Nähe zu Sigur Rós heraus, welche durch die wabernden Sounds und einem verschleierten Gesang an die Band erinnert. Mit der zweiten Auskopplung Sooner könnte man fast meinen, einen Song aus der Sigur Rós-Zeit von () (Untitled) zu hören zu bekommen. Mit einem prägnanten Klavierspiel und vertrakteten Stimmelementen kommt eine Stimmung auf, die an das Erwachen von Leben erinnert. Stark kinematographisch beschreibt Somers hier eine akustische Auferstehung, die schließlich wieder in sich zusammenfällt und leise verschwindet. Alex Somers hat damit ein Doppelalbum angekündigt, welches viel Zuspruch erhält und als eine Art Brücke, zwischen Sigur Rós und seinem eigenen Schaffen gesehen werden kann.