The Wombats – Turn into Drake

Der zweite Streich ist veröffentlicht. Mit Lemon To A Knife Fight hatten die Briten von The Wombats vor fünf Wochen eine erste Single ihres vierten Albums Beautiful People Will Ruin Your Life veröffentlicht. Nun sind sie bereits mit Single Nummer zwei zurück und fegen mit Turn alle weg. Eine wunderbare Hymne aus Gitarren, Synthies und Matthew Murphys markanter Stimme lassen Turn so sehr anschwellen, dass beim Tanzen die Hände nur so in die Luft gehoben werden. Ein wenig Melancholie als Unterton mischen sich dabei unter den sonst so fulminanten Indie-Song. Die Inspiration zu Turn kam Sänger Murphy, wie er in einem NME-Interview sagte, als er am Pool entspannte und ein Album von Drake hörte. Diese entspannte Art wollte Murphy in einen Song packen und die Bilder dazu, kamen ihm an diesem Tag nur so zugeflogen. So arbeitete er an dem Song, legte ihn einige Zeit zur Seite, um später erneut daran weiterzuarbeiten. Diese entspannte Haltung hört man Turn heraus und möchte fast Teil dieser Erinnerung sein – damals am Pool mit Matthew Murphy eine Songidee gehabt zu haben. Turn ist Indie, ist Abschlussball-Soundtrack und College-Hymne. Und eben auch abermals typisch The Wombats.

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The Wombats – Zum 10-jährigen Jubiläum eine Zitrone

Vor zehn Jahren schallte es aus allen Lautsprechern Moving To New York und Let’s Dance To Joy Division und die drei Jungs von The Wombats wurden zu den größten Bands der britischen Indie-Szene. Noch heute sind die Hits, die damals die Top-20 der britischen Singlecharts erreichten in jeder Indie-Disco zu hören. Stetigkeit spielt also damals wie heute eine große Rolle bei den, seit Anfang an zusammen spielenden, Briten. Schließlich gibt es The Wombats, seit der Entstehung 2003 in der Originalbesetzung mit Tord Øverland Knudsen, Matthew Murphy und Dan Haggis. Im Durchschnitt alle 2 – 3 Jahre veröffentlichen sie seitdem Alben und haben nun mit der Single Lemon To A Knife Fight das vierte Studioalbum Beautiful People Will Ruin Your Life angekündigt. Darauf klingen sie so sehr nach Indie, wie eh und je. Allerdings nicht mehr ganz so schnell, wie noch auf den ersten beiden Alben A Guide to Love, Loss & Desperation und This Modern Glitch. Dabei sind Gitarren, Haggis‘ markante Stimme und ein eingängiger Beat ebenso mit dabei, wie die Verlässlichkeit, immer noch eine volle Ladung The Wombats zu hören. Interessanterweise klingt die Band auf Lemon To A Knife Fight deutlich erwachsener, klarer, stärker und weiser. Dies ist kein Comeback, sondern die Fortsetzung eines Sounds, der in den letzten Jahren deutlich zu kurz gekommen ist. Indie lebt! The Wombats leben!