Frittenbude machen Spaßpop und könnten gleichzeitig nicht weiter davon entfernt sein

Hört man nur auf den Sound, stampft Frittenbude oftmals nur so dahin, heften sich dadurch sogar einen Stempel wie Spaßpop an die Fersen. Doch hört man sich die Texte einmal richtig an, haut es einen buchstäblich vom Hocker. Da werden politische und gesellschaftliche Themen behandelt wie auch zwischenmenschliche Beziehungen. Anfangs noch getreu dem Motto Immer mitten in die Fresse rein hatten sie zu Beginn ihrer Karierre eine sehr direkte Erzählform gewählt. Dies hat sich in den letzten Jahren stark verändert, so, dass heute viele Lieder introvertiert und melancholisch klingen. Nach dem hervorragenden Song ‚Wings‘ aus dem Jahr 2012 haben Frittenbude nun für das, gerade herausgekommene, vierte Album den Song ‚Die Möglichkeit eines Lamas‘ veröffentlicht. Darin thematisieren sie die Frage, die sich jeder von uns irgendwann schon mal gestellt hat; Was möchte ich im Leben erreichen? Lebe den Tag! Soll ich das JETZT feiern oder mir Gedanken um morgen machen?
Dieser Frage gehen Frittenbude sehnsuchtsvoll nach und lassen Martin Steers Rap/Gesang noch eindringlicher und präsenter wirken.
Frittenbude sind wohl nach unpassenden Titeln wie „Elektro-Punk-Band“, Atzenmusiker oder eben Spaßpop weitaus mehr als nur eines dieser Genre-Bezeichnungen. Für die Einen sind  sie die Spaßpopper, für die Anderen eine Band die mit einer Message verstanden werden möchte.

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