Lollapalooza Berlin 2017 Tag 1

Lollapalooza Berlin Festival 2017

Ein Festival, das auch im dritten Jahr keine Konstante entwickelt hat – wo fängt man da an? Es war bereits am Sonntagmorgen viel über den ersten Tag des Lollapalooza Festivals zu lesen – eigentlich nicht über den Tag selbst, sondern eher über die Nacht zum Sonntag. Denn an diesem, versuchten Tausende Besucher des Festivals durch einen eingleisigen S-Bahnhof wieder in die Innenstadt und somit nach Hause zu kommen.

Anfangs geht es an dieser Stelle allerdings um das Festivalgelände, die Acts und das Lebensgefühl – denn davon gab es reichlich.

Betrat man am Samstag das Festivalgelände, stand man in Mitten eines riesigen weiterlesen

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Roosevelt – Er hat es geschafft!

Roosevelt - Roosevelt

Roosevelt – Roosevelt

Roosevelt ist definitiv einer der Lieblinge auf Soundtrack-Of-My-Life. Wurden hier doch bereits einige Song des Kölners vorgestellt. Nun kommt er nicht nur mit dem Song ‚Colours/Moving On‘ zurück, sondern hat gleich noch eine, sehnsüchtig erwartete, Ankündigung gemacht. Am 19. August 2016 wird sein lang erwartetes Debütalbum veröffentlicht. Dass dies nicht selbstverständlich ist, zeigt der Jahrelange Output an Singles ohne eben ein Album folgen zu lassen. Da sind Songs wie ‚Soleil‘, ‚Sea‘, ‚Elliott‘, ‚Hold On‘ nur die Spitze. Ob es einer dieser Songs, oder gar alle, auf das Album schaffen, möchte man fast hoffen. Doch wahrscheinlich reicht dafür die Länge einer CD nicht aus.
Mit ‚Colours/Moving On‘ baut Roosevelt eine Brücke zwischen seinen früheren Songs und den jetzigen. Waren doch ‚Soleil‘ und ‚Sea‘ satte Dreampop Nummern und hat sich Roosevelts Sound heute eher in Richtung Dancepop gewandelt, ohne dabei das Verträumte ganz fallen zu lassen. ‚Colours/Moving On‘ zeigt genau diesen Wandel wunderbar, ist er doch eine fidele Dancenummer die gleichzeitig entspannter nicht sein könnte. Dieses Entspannte ist auch Roosevelts Note und macht jeden Song aufs neue zu einem Erlebnis. So kann man dem Release seines selbst betitelten Albums nur entgegensehen und die Zeit mit ‚Colours/Moving On‘ wunderbar überbrücken.

Nun mach endlich! Roosevelt.

Man kann es eigentlich kaum noch mit ansehen – wie der Wahlberliner Roosevelt mit fantastischen Tracks um sich wirft aber bisher kein einziges Album auf den Markt gebracht hat. Allenfalls die EP Elliot kann als Nennenswerte kommerzielle Veröffentlichung genannt werden. Doch, dass es Roosevelt nicht an Material mangelt, beweist er mit der Doppelsingle ‚Hold On/Night Moves‘. ‚Hold On‘ ist hierbei ein Paradebeispiel für Roosevelts Sound. Ein treibender Beat mit verträumt, hallendem Gesang und stets das Gefühl von Frühling zwischen den Zeilen. Das ist der Roosevelt-Sound. Und nun hau endlich ein Album raus! – möchte man ihm entgegenrufen.

Roosevelt - Hold On

Roosevelt – Hold On

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Fickle Friends & Roosevelt – Konzertkritik

Am vergangenen Donnerstag war es wieder soweit. Die Introducing-Konzertreihe des Musikmagazins INTRO fand wieder im Bi Nuu statt.
Dieses mal mit dabei waren der britische Rapper DELS, die, ebenfalls aus Großbritannien kommenden Fickle Friends und der Kölner Roosevelt.

Die Geschichten vom jungen Jay-Z

Dels

Dels

Der Brite DELS alias Kieran Gallear hat alles, was ein moderner Rapper braucht. Den Drang sich mitzuteilen, eine präsente Stimme und, bei Liveauftritten,
einem DJ an den Reglern. Und dann kommt da noch ein, nicht unwesentlicher Part hinzu – der des an den jungen Jay-Z erinnernden. Denn es fällt nicht nur auf, dass er optisch dem US-Rapper ähnelt. Auch seine Stimme klingt der des New Yorkers sehr ähnlich. Als letzte Zutat kommt eine gehörige Portion Energie hinzu, die er in den Gesang packt.
Am Ende sind es Songs wie Shapeshift die, durch die Mischung von elektronischen Elementen und der Art des Rappens, zu überzeugen wissen. So gibt es allerdings auch immer wieder vermeintliche Unstimmigkeiten zwischen Gallear und seinem DJ über Sound-, Licht- und Mixprobleme. Dies kann man wohl als typisches Verhalten eines MC’s betrachten.

DELS – Shapeshift:

Wo der Indie-Pop sein Zuhause hat.

Fickle Friends

Fickle Friends

Der zweite Act des Abends waren alte Bekannte. Ihr Song Swim wurde bereits vor einem Jahr auf meinem Blog vorgestellt. Ebenso, gab es vom letztjährigen Showcase-Festival First We Take Berlin einen kurzen Bericht über sie. Hat man den Vergleich zum September 2014, haben sich die Fünf in ihrer Performance stark verändert. Sind sie auf der Bühne doch viel lebendiger, lassen das Publikum an ihrem Spaß teilhaben und spielen sich durch ihre acht Songs als würde ihnen jede Textzeile, jedes Saitenzupfen durch den Körper gehen. Mit dabei natürlich Swim aber auch neue Songs wie For You und Play. Und so dankt es ihnen das Publikum in dem sie vor der Bühne tanzen und springen. Natürlich dürfte auch ein Smalltalk mit dem Publikum nicht fehlen und so fragten sie sich munter durchs eben Dieses.
Am Ende blieb eine befriedigte Menge übrig, die am Merchandise-Stand noch einmal die Gelegenheit bekam mit der Band ins Gespräch zu kommen.

Fickle Friends – Play:

Roosevelt und die falsche Erwartung

Roosevelt

Roosevelt

Als Hauptact führte schließlich Roosevelt den Abend zu Ende. Sechs Jahre ist es her, dass sich im beschaulichen Viersen, in der Nähe von Mönchengladbach und Köln, die Band Beat! Beat! Beat! gründete und dennoch wirkt Marius Lauber alias Roosevelt noch wie ein Zwanzigjähriger. Doch wird diese Ansicht vollends weggepustet , sobald er an die Regler greift. Erzeugen die Songs doch einen so sphärischen Moment, dass man die Augen schließen mag und wegzufliegen scheint. So überzeugen Songs wie Sea, Soleil und Elliot live genauso wie als Studioaufnahme. Was allerdings bei diesem Auftritt auffiel, war die Darbietung der Songs. Wurde im Charlet Berlin letztes Jahr noch ein DJ-Set mit seinen Songs präsentiert, war es im Bi Nuu ein fast schon typisches Konzert mit zwei weiteren Bandmitgliedern am Schlagzeug und der Gitarre. Selbst Lauber griff immer wieder zur Gitarre um seine Songs damit zu unterstützen. So erlebte man dieses Konzert und den Künstler selbst noch einmal von einer ganz neuen Seite. Dies zeigt, wie wichtig es Lauber ist, nicht in eine Schublade als DJ oder Sänger gesteckt zu werden. Mag er doch von jeher das Arbeiten mit verschiedenen Musikstilen. So tanzten am Ende selbst Bandmitglieder der Fickle Friends zu den Songs Laubers.

Roosevelt – Sea:

So werden auch nach diesen Auftritten die Rufe nach einem Debütalbum der Fickle Friends und auch von Roosevelt wieder lauter.