Thomston feat. Wafia - Window Seat

Thomston feat. Wafia – Ein gefundenes Fressen

So könnte man es nennen, wäre auch nur einer der beiden Künstler ein Raubtier. Doch weit gefehlt. Weder die Australierin Wafia, über die Ihr bereits Neujahr hier etwas lesen konntet, noch der Neuseeländer Thomston klingen, als wären sie auf Beutezug. Vereint doch beide ein zurückhaltender, fast schon in sich gekehrter Sound. Beschreibt Thomston seine Musik als Alternative-Pop, ist Wafia nicht all zu weit davon entfernt. Nun haben sich beide für den Song Window Seat zusammengetan und einen angenehm fließenden Track kreiert. Hier treffen sanfte Bässe auf zurückhaltenden Gesang und erinnern ein wenig an den ebenfalls aus Australien kommenden Flume. Thomston’s Stimme fällt hierbei ebenso positiv auf, wie seine Songproduktion. So ist Window Seat eine schwebende Popnummer, die sich am Strand genauso gut macht, wie beim auf der Couch relaxen.

Wafia - Heartburn

Wafia – Wie ein Sturm ohne Sturm

Wafia Al-Rikabi ist 22 Jahre alt und irgendwie doch noch ein Teenager. So könnte man zumindest erklären, warum sie in Interviews fröhlich über 1 Million Lou Bega Plays spricht und als erste Alben Celine Dion bzw. Shania Twain angibt. So ganz mag man der aus Brisbane, Australien, kommenden Sängerin das jedoch nicht abnehmen. Ihre Musik andererseits, mag man nur zu gerne anhören. Machte Wafia doch bereits vor einigen Jahren mit dem Cover Let Me Love You von Mario auf sich aufmerksam und überzeugte durch eine moderne R&B Version die mit tiefen Bässen angereichert wurde. Was auf Let Me Love You noch recht jung klang, wirkt auf der aktuellen Single Heartburn komplett ausgetauscht. Klingt Wafia hier doch so reif, soulig und tief. Die dazugehörige EP XXIX ist passend dazu gerade erschienen und so möchte man sich Heartburn fast schon ergeben und sich bedingungslos der Melancholie dieses Songs hingeben.