Dope Lemon - Hey You

Dope Lemon – Angus Stone auf Abwegen

Es schwingt immer mit – die Angst, Angus & Julia Stone würden keine Musik mehr zusammen machen. Hatten sie von 2010 bis 2014 davon gesprochen, nicht mehr zusammen musizieren zu wollen, folgte bei beiden mit Broken Brights (2012, Angus Stone) und By The Horns (2012, Julia Stone) ein Soloalbum. War 2014 die Welt, nach der Veröffentlichung von dem selbstbetitelten Album Angus & Julia Stone wieder in Ordnung, kam 2017 mit Snow das vierte Studioalbum raus. Nun hat Angus Stone jedoch sein Nebenprojekt Dope Lemon reaktiviert und streut damit abermals Angst bei den Angus & Julia Stone Fans. Dass dies völlig unbegründet ist, zeigt der Musikstil der neuen Dope Lemon Single Hey You. Diese ist nämlich, wie auch schon bei Angus & Julia Stone zu 100 Prozent im Folk beheimatet und besticht durch eine verträumte Folkrock-Nummer aus Bass, Gitarre und der Weite des Australischen Outbacks. Solche Musik könnte man keinem anderen besser abnehmen, als Angus Stone. Dabei singt er lässig zu den fließenden Beats und zeigt mit dem dazugehörigen Musikvideo, wer die Smooth Big Cat seines neuen Dope Lemon Albums sein soll. So ist die neue Veröffentlichung außerhalb des Angus & Julia Stone Universums nur ein Ableger des entspannten Sounds der Geschwister und veröffentlicht Dope Lemon mit Smooth Big Cats am 12. Juli sein zweites Album.

SCHWARZ – Konzertkritik

Einen Abend unter Freunden und natürlich ließ sich keiner hierbei bitten. Denn zur Record Release Party lud kein geringerer ein als SCHWARZ – alias Roland Meyer de Voltaire. Bereits vor 15 Jahren ist er musikalisch im Geschäft und hat mit seiner Band Voltaire zwei Alben herausgebracht. Seine letzte Veröffentlichung als Voltaire war hierbei die 2010er Single So Still. Doch mit der Zeit keimte in Meyer de Voltaire der Wunsch auf, auszubrechen und einen anderen Stil auszuprobieren. Sechs Jahre später ist er unter dem Namen SCHWARZ zurück und begeistert mit einem frischen Mix aus Elektro, Jazz und Singer/Songwriting. Am Freitag kam nun seine erste EP In Your Eyes auf den Markt, die er am Samstagabend im Berliner Acud Club, vor geladenem Publikum, präsentierte.

Laina

Hierbei gab es vom Berliner Duo Laina Unterstützung, die vor SCHWARZ‘ Auftritt mit einem sanften, teilweise introvertierten, teilweise lockeren Sound für sehr viel Gefühl sorgten. Mit ihrer handgemachten Musik und dem reduzierten Klang erinnern sie ein wenig an das australische Geschwister-Duo Angus & Julia Stone – auch wenn die Stones für positiv, schwelgerischen Sound stehen und Laina eher zum Lagerfeuergefühl passen, konnte man hier viele Übereinstimmungen wiederfinden.

Als schließlich SCHWARZ auf die Bühne trat, begann der Teil des Abends, der nach vorne ging. Mit einem ergreifenden Sound, der zwischen cineastischen Szenen, epischen Momenten und intimen Gefühlen pendelte, ließ SCHWARZ keinen Zweifel daran, dass er mit seiner Zukunft sehr bewusst umgeht und Erfolg kein Zufall sein kann. Jeder Song auf der EP klingt schwer und weit, groß und treiben zugleich – kurz: SCHWARZ klingt grandios! Ein weiteres, starkes Ausrufezeichen setzt Meyer de Voltaire mit seiner Stimme, die gemein haben, dass Meyer de Voltaire mit seiner Kopfstimme einen ergreifenden Ton anschlägt, der sich in großen Momenten widerspiegelt und in eben diesem treibenden Elektro übergeht, der es erlaubt, auch im Radio gespielt zu werden. Ein Song sticht hierbei besonders hervor – guckt man sich die Diskografie einmal an, ist SCHWARZ mit Home, In Your Eyes und Shine eher introvertiert und sucht den großen Rahmen, doch klingt Cold Sunlight so satt und elektronisch, dass hier der Zwang zu tanzen so stark wird, dass schließlich auch das geladene Publikum die Gläser in die Höhe streckte und hedonistisch anfing zu tanzen. Hätte der Abend eine Zeitlupe hergeben, wäre diese in diesem Moment bestplatziert gewesen. Hinzu kam, dass Meyer de Voltaire sich erhaben bewegte und damit eine bestimmte Eloquenz an den Tag legte, die sich auch in der Präsentation seine Songs zeigte.

Gleichzeitig auch als Single, am Freitag veröffentlicht, ist Cold Sunlight der perfekte Song, um SCHWARZ die Türen zum Erfolg zu öffnen. Ist die EP eine Volltreffer, freuen wir uns schon jetzt auf neue Musik und ein, hoffentlich bald folgendes Debütalbum.

SCHWARZ – In Your Eyes EP bei iTunes

The Best Of 2017 Vol.: 09

01. Angus & Julia Stone – Chateau

02. Ary – Already There

03. Cosby – Get Up

04. Dagny – Wearing Nothing

05. James Hype feat. Kelli-Leigh – More Than Friends

06. Mausi – Famous

07. Nick Mulvey – Mountain To Move

08. Nilüfer Yanya – The Florist

09. Oscar And The Wolf – Breathing

10. Portugal. The Man – Feel It Still

11. Gloria – Immer Noch Da

12. RY X – Bad Love

13. SG Lewis feat. Toulouse – Times We Had

14. Shout Out Louds – Porcelain

15. Sigrid – Plot Twist

16. Sion Hill – Elephant

17. Skott – Mermaid

18. Someone – The Deep

19. SYML – Where’s My Love

20. Vance Joy – Lay It On Me

21. Woodes – Run For It

22. Thirty Seconds To Mars – Walk On Water

The Best Of 2017 Vol.: 07

01. Giant Rooks – Bright Lies

02. Casper feat. Drangsal – Keine Angst

03. George Ezra – Don’t Matter Now

04. Beyoncé – Irreparable (Ralphi & Craig Radio Remix)

05. Arcade Fire – Everything Now

06. La Roux – Sexotheque

07. Childish Gambino – Redbone

08. Halsey feat. Lauren Jauregui – Strangers

09. Angus & Julia Stone – Snow

10. HONNE – Just Dance

11. Katy Perry – Chained To The Rhythm

12. Harry Styles – Sign Of The Times

13. Jain – Dynabeat

14. Everything Everything – Can’t Do

15. San Jua – Laid To Waste

16. Hollow Coves – Coastline

17. Lena – If I Wasn’t Your Daughter

18. Jata – Monster

19. RY X – Beacon

Angus & Julia Stone – Schnell, treibend und ungewohnt

Wunderbar, fantastisch, großartig! Wir sind begeistert! Die neue Single von Angus & Julia Stone ist so viel mehr, als nur eine Fortsetzung ihres wunderbaren Folksounds. Auf ihrer neuen Single Chateau klingt das Geschwisterpaar so viel frischer und hat Mut, sich auch etwas ruppiger zu zeigen. Dabei klingt Chateau, als wäre es ein Remix, eines ihrer Songs, der im Original deutlich langsamer zu sein scheint. Doch nein! Genau dieses Lied haben Angus und Julia so veröffentlicht. mit schnellen Beats, einem modernen, elektronischen Gewand und weiten Gesängen klingen die beiden deutlich moderner und aktueller, als noch auf ihrer ersten Singleauskopplung Snow. Angus & Julia Stone überraschen mit Chateau und öffnen sich damit das erste Mal spürbar der Popmusik.

Angus & Julia Stone – Voller Wärme zurück

Angus & Julia Stone – Snow

Es ist bestätigt, Angus & Julia Stones drittes, selbst betiteltes Album war keine Ausnahme. Dies hätte man durchaus vermuten können, hat das Geschwisterpaar schließlich nach seinem zweiten Album Down The Way eine, gar nicht so kurze, Zeit lang nicht miteinander gesprochen. Neues wollten sie damals ausprobieren, sich fordern und Soloalben veröffentlichen. Dies schafften sie dann auch recht erfolgreich und landeten die Alben auf Platz 2 (Angus Broken Brights) und auf Position 11 (Julia – By The Horns) der australischen Albumcharts. Nach vier Jahren ohne gemeinsame Songs zu veröffentlichen, kamen die Geschwister wieder zusammen und nahmen das Angus & Julia Stone, dritte Studioalbum, auf. Dieses wirkte deutlich frischer und hatte einen größeren Pop-Anteil als es noch die beiden Vorgänger besaßen. Hatte man hier noch vermutet, dass die Fans weitere lange Jahre auf ein neues Album warten müssen, haben die Stone-Geschwister nun mit der Single Snow deutlich gemacht, was man von ihnen erwarten kann. Da kommt eine sanfte Gitarre mit eingängigem Schlagzeug, sowie Julias und Angus‘ warmen Stimmen zum Tragen und weht uns eine friedvolle und gänzlich unaufgeregte Melodie entgegen. Im Duell singen sich die beiden durch den Song und spielen hier und da mit ihren Stimmen. Angus & Julia Stone sind fast schon ein Phänomen – entziehen sie sich doch jeglicher Diskussion ob Belanglosigkeit und sorgen weiterhin, nach jeder Veröffentlichung, für kollektive Genugtuung. Man könnte sie somit fast als Balsam für die Seele beschreiben.

Selma & Gustaf – Nordischer Folk der Erinnerungen weckt

Selma & Gustaf feat. The Unmarried Queen – Where We Once Belonged

Ein Duo, welches aus einer Sängerin und einem Sänger besteht, Folksongs schreibt und mit klarer aber auch bittersüßer Stimme singt – das alles kann nur auf die australischen Geschwister Angus & Julia Stone zutreffen? Falsch! Denn auch das schwedische Duo Selma & Gustaf beherrschen diese Kunst des reinen Folkpops. Mit ihrer klaren und leicht nasal-klingenden Stimme singt uns Selma Edenståhl die Geschichte von zwei Personen, die einmal zusammen gehörten, vor. Dabei untermalt Gustaf Johnssons Hintergrundgesang die Weite, die Where We Once Belonged durch die Gitarren und den Sound der Begleitband „The Unmarried Queen“ erhält. Auch wenn Selma & Gustaf stark an die Anfangszeit von Angus & Julia Stone erinnern, verliebt man sich sofort in ihre Songs – macht das Duo doch gerade diesen Sound, den Angus & Julia Stone zuletzt verlassen hatten. Mit der nun veröffentlichten EP Just Before The Night und den darauf enthaltenen vier Songs lassen sich Selma & Gustaf nicht von der Musikindustrie einnehmen und veröffentlichen weiterhin alles in Eigenregie. Dass dies wunderbar funktioniert, zeigen ausverkaufte US-Touren und hochwertige Musikvideos. Allerdings ist es letztlich der Sound, wie bei Where We Once Belonged, der die Band wohl schnell populär werden lässt.

Jarryd James - Do You Remember

Jarryd James – Mit ‚Do You Remember‘ kommt ein neuer Überhit aus Australien

Wir erinnern und noch gut daran, als Gotye mit seiner etwas anderen Nummer Somebody That I Used To Know die Popcharts rund um den Globus durcheinander brachte. Nun kommt der Nachwuchs zum Zuge. Jarryd James aus Brisbane, Australien, hat in den vergangenen zwölf Monaten bereits BROODS und Angus & Julia Stone als Support unterstützt und Anfang dieses Jahres seine Debütsingle Do You Remember veröffentlicht. Diese stieg bis auf den zweiten Platz der australischen Charts und ist eine Mischung des reduzierten Sounds von Gotyes Somebody That I Used To Know und der Wucht von Awolnations Sail. Dabei singt James hier zart und zerbrechlich zu einem zurückhaltenden Gitarrenspiel. Nun erreicht Do You Remember auch endlich Europa und wird hier wohl ebenfalls großen Zuspruch erhalten. Ist die Single doch so einprägsam und James als Singer/Songwriter viel zu interessant um verpasst zu werden.