Birds Of Tokyo – Hymnen von Down Under

Mit ihrem letzten Album ‚March Fires‘ , dass 2013 veröffentlicht wurde, hatten es Birds Of Tokyo erstmals an die Spitze der australischen Albumcharts geschafft, sowie mit dem dazugehörigen Song ‚Lantern‘ ihre, bis heute, erfolgreichste Single auf Platz 3 katapultiert. Bereits Anfang dieses Jahres hatten sie mit der EP ‚Anchor‘ und dem gleichnamigen Song abermals für Aufsehen gesorgt. Nun kündigen die fünf Jungs mit ‚I’d Go With You Anywhere‘ ihre erste Single zum ‚March Fires‘ Nachfolger an. ‚I’d Go With You Anywhere‘ ist treibend und baut eine Opulenz mit Streichern und wabernden Gitarren auf. Ian Kenny singt dabei mit einer Intonation, die an Keane’s Frontmann Tom Chaplin erinnern lässt. Auch musikalisch orientiert sich das ganze an den Briten, wirkt, auch durch die Abstinenz der Briten, allerdings keinen einzigen Moment kopiert. So sind Birds Of Tokyo auf ihrer neuen Single angenehm klar und frisch.

Birds Of Tokyo - Anchor

Birds Of Tokyo – Der Anker Australiens

Es ist immer wieder bemerkenswert, was für große musikalische Stars ein jedes Land hat. Ob nun in Frankreich, Deutschland, Brasilien oder Japan. Doch erstaunlich ist es, wenn Länder, deren Amtssprache Englisch ist, Künstler haben, die seit mehr als zehn Jahren ganz ob sind und bisher dennoch keinen internationalen Erfolg verzeichnen konnten. So zu beschreiben wäre die Bandgeschichte von Birds Of Tokyo. Gründete sich die Band 2004 in Perth hatte sie bereits mit ihrem Debütalbum ‚Day One‘ unglaublichen Erfolg in Australien und schaffte es bis auf Platz 3 der australischen Independent Charts sowie sich Day One dort mehr als 36 Wochen in den Top10 halten konnte. Bereits mit ihrem zweiten Album belegten sie auch in den offiziellen australischen Album Charts Platz 3. Mit ihrem, im Jahr 2013 veröffentlichtem Album March Fires hatten sie dann das erste Mal die Spitze der Charts erreicht. Und ganz nebenbei mit der Single Lantern nicht nur ihre bis heute höchste Singlechart-Position – Platz 3 – erreicht sondern auch international auf sich aufmerksam gemacht. Nun wird dieses Jahr zunächst einmal eine EP veröffentlicht deren gleichnamige Single Anchor vom Rolling Stone als Rührend, hymnischer Sound, der wie für das Stadion konzipiert wurde beschrieben wird. Und so ist Anchor dann auch eine verträumte und elektronisch unterstützte Alternative-Rockballade die im Refrain so sphärisch davon schwebt als würde man abends am See die Glühwürmchen umherschwirren sehen.