Calvin Harris – Vom Popdance zum Soul-Futuremix

Eine Wandlung, die der Brite Calvin Harris bereits einige Male vollzogen hat, ist die Ausrichtung seiner Musik. Klang Harris auf seinem Debütalbum I Created Disco nach Funk und Disco, wurde bereits beim zweiten Album Ready For The Weekend ein deutlich modernerer Dancesound gewählt. Schließlich folgte mit den beiden Alben 18 Months und Motion der internationale Durchbruch und der Beginn einer Featuring-Ära. So gaben sich Künstler, wie Florence Welsh, Kelis, Ellie Goulding, Ne-Yo, Example, John Newman, Hurts, Rihanna, Pharell Williams und Katy Perry die Klinke in die Hand und wechselten sich im Tonstudio ab. Nun hat sich Harris abermals musikalisch verändert und den Sound der 80er Jahre aufgegriffen. Dabei greift er nicht nur die populären Elemente auf, sondern arbeitet auch mit Sounds wie Soul, Miami-Bass und Hip-Hop. Auf Harris‘ nun veröffentlichter Single Faking It sind zwar ebenfalls, mit der amerikanischen Sängerin Kehlani und dem Rapper Lil Yachty zwei Gaststimmen zu hören, doch klingt der ganze Song nach schwülwarmen Sommernächten und erotischen Momenten. Vollgepackt mit Synthiebeats ist Faking It für die nächtlichen Momente zu zweit genauso passend, wie für einen Strandausflug – und sei es in Gedanken. Harris zeigt damit, dass er, trotz des enormen Erfolges seiner zwei vorangegangenen Alben, immer noch den Mut hat, seinen Sound zu verändern und neues Terrain zu betreten.

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Calvin Harris – Smoother Sunset Sound

Calvin Harris feat. Frank Ocean & Migos – Slide

Calvin Harris überrascht in Folge. Hatte er bereits mit My Way wieder selbst zum Mikrofon gegriffen, zeigt Harris auf seiner neuen Single, dass er auch vor einer Veränderung seines Sounds nicht zurückschreckt. Nun kommt mit Slide eine weitere Single raus, die nicht nur überzeugt, sondern auch ein nahendes, fünftes Album erwarten lässt. Dabei ist Slides der perfekte Song für Calvin Harris, um aus dem Eurodance der letzten Jahre auszubrechen. Bleibt Slides zwar immer noch unverkennbar elektronisch und klingt nach Calvin Harris, hat der Song zeitgleich einen Tropical House Beat und wirkt mit Frank Oceans und Migos‘ Gesang deutlich lockerer. Hier kommen Assoziationen zu Songs wie Fergies Glamorous oder John Legends P.D.A. (We Just Don’t Care) auf, die genau diesen Vibe des locker luftigen Frühlings versprühen, den es heißt draußen zu genießen und unbeschwert zu leben. Dieses Gefühl passt zu Slides und zeigt, dass Harris noch lange nicht eingerostet ist. Wir wären dann für den Frühling bereit!

Calvin Harris – Er kann es doch noch

Calvin Harris - My Way

Calvin Harris – My Way

Was in den letzen Jahren mit dem britischen DJ Calvin Harris passiert ist, könnte man als Traumkarriere beschreiben. Vom kleinen DJ aus Schottland, zog er 2007 in die Welt hinaus um seine bunte Musik zu präsentieren. Hatte er doch Anfangs stets bunte Pullovern an und eine ebenso bunter Musik gespielt. Da kamen alle Singles seiner ersten beiden Alben I Created Disco und Ready For The Weekend noch gänzlich ohne Gastsänger aus, was im kompletten Gegensatz zu seinem dritten und vierten Album 18 Month und Motion stand, auf dem fast ausnahmslos Kollaborationen zu finden sind. Auch die ersten drei Singles, seines bald folgenden, fünften Albums, sind mit Rihanna, Dizzy Rascal und Disciples prominent besetzt. Doch mit der vor vier Wochen veröffentlichten Single My Way zeigt Harris das erste Mal seit langer Zeit wieder, wie gut er produzieren kann und dies, abseits des Kollaborations-Popzirkusses klingt. Hier kommt wieder mehr Disco zum Vorschein und singt Harris auch wieder selbst, was mittlerweile zum seltenen Gut auf seinen Platten geworden ist. Es lässt sich nicht verleugnen, dass Harris mit den großen Stimmen dieser Zeit deutlich erfolgreicher ist, als noch auf seinen ersten beiden Alben, doch lernt man die Songs des Briten durch Veröffentlichungen wie My Way nochmal besonders zu schätzen.