Bloc Party sind zurück – aber…

…anders, müsste man schreiben. Ist doch von der einstigen Vorreiterband des britischen Indie-Rocks auf ‚The Love Within‘ rein gar nichts mehr zu hören. Angefangen hatte es bereits mit dem letzten Album ‚Four‘, auf dem deutlicher denn je zu hören war, dass Kele Okereke’s Vorliebe zur elektronischen Musik immer handfester wurde. Sicherlich durch seine beiden Soloalben beeinflusst, wurde dies spätestens mit dem Song ‚Ratchet‘ deutlich.
Doch diesen Wandel haben nicht alle aus der Band befürwortet. So hat sich 2013 bereits Matt Tong, am Schlagzeug und schließlich dieses Jahr Gordon Moakes am E-Bass von der Band getrennt. Es hätte somit auch keinen besseren Song als ‚The Love Within‘ geben können, um diese musikalische Veränderung zu präsentieren. Was zunächst noch recht zurückhaltend mit einem anschwellenden Ton und Okereke’s Gesang beginnt, steigert sich im Verlauf immer mehr zu einem Synthie-Song. Spätestens mit einsetzen des orgelhaft genutzten Keyboards ist man als Bloc Party Fan erst einmal irritiert. Wirkt das alles doch recht einfach, fast schon plump. Doch umso öfter man ‚The Love Within‘ hört, umso größer wird der Spaßfaktor und man fühlt sich zum Bewegen animiert.
Es ist wohl klar, dass sich eine Band, die über 15 Jahre Musik zusammen macht, eine Veränderung braucht. Ob diese so stark ausfallen muss, wie es gerade bei Bloc Party passiert, ist sicherlich Geschmackssache. Was aber bleibt ist ein tanzbarer Synthierock-Song der mit Kele Okereke’s Stimme immer ein Bloc Party-Song bleiben wird.

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