Malky – Treibender Klang

Malky - Theodore

Malky – Theodore

Malky begleiteten uns durch den Winter. Mit dem Song Lampedusa, eröffneten sie im September die kalte Jahreszeit und begeisterten mit einem großen, zweiten Album. Where Is Piemont, das im Oktober 2016 erschien, bringt auch die aktuelle Single Theodore hervor. Ganz im Zeichen großer Singer/Songwriter zeigen Malky damit lateinamerikanische Einflüsse und klingen losgelöst, wie es eine deutsche Band eigentlich nicht entfernter sein könnte. Die mittlerweile nach Berlin gezogene Band hatte sich für das zweite Album nach Italien begeben und die dortigen Einflüsse verarbeitet. Hier kamen verschiedene Themen, wie die Flüchtlingskrise, zwischenmenschliche Probleme und eigene Zweifel zusammen und formten so ein unglaublich starkes Album. Mit Theodore schließen Malky klanglich zu Künstlern wie Charlie Winston auf, ohne ihre eigene Note zu verlieren. Theodore ist ein starker Song für Reisende, der die Losgelöstheit und Freiheit eins zu eins überträgt und damit einmal mehr Malky als herausragende Band präsentiert.

Malky – Ernst, politisch, verzaubernd, schön

Malky - Lampedusa

Malky – Lampedusa

Mit den Singles Soon und Diamonds hatte das Leipziger Duo Malky 2014 für eine Überraschung gesorgt. War doch vor allem Soon tief und voller Gefühl und Daniel Stoyanov’s Stimme so warm und ergreifend. Ihr dazugehöriges Debütalbum Soon heimste dann auch haufenweise positive Kritiken ein. Nun kommen sie im Herbst mit ihrem zweiten Album Where is Piemont? zurück und haben gerade die erste Single daraus veröffentlicht. Mit der Liveaufnahme von Lampedusa treffen Stoyanov und sein Bandpartner Michael Vajna den Zeitgeist und greifen den Moment auf, in dem so viel politisches Kalkül mit Menschen in Not in Verbindung gebracht wird. Und dann stehen da diese Songzeilen: „Restless guns and searching sons reaching wide and far, they call for you. I believe in miracles, miracles come true, they always do“. Diese Zeilen sagen so viel aus – simple Worte, die Tragik, Gefahr, Einsamkeit, Streben, Träume, und Ängste beschreiben. Diese Worte, begleitet von einer Gitarre und einem langsam anschwellenden Song, wirken vertraut und hallen durch die Luft. Malky ist eine Band der eine größere Aufmerksamkeit zu teil werden muss. So viel Qualität steckt in allem was sie machen. Wohl gewählte Worte, ein unglaublicher Sinn für Arrangements, und stets mit einem Gefühl versehen, klingen Malky nach einer Band, die der breiten Masse unbedingt bekannt werden muss!

Malky - Soon

Malky – Noch so unbekannt und doch so groß

Im Umfeld von Xavier Naidoo Produktionen kennengelernt, fanden sich Michael Vajna und Daniel Stoyanov so sympathisch, dass sie beschlossen, gemeinsam Musik zu machen. Nicht nur Naidoo war dafür das Bindeglied, auch die Herkunft der beiden, Vajna aus Ungarn und Stoyanov aus Bulgarien, trug maßgeblich dazu bei. Hatte Stoyanov bereits 2008 ein deutschsprachiges Album veröffentlicht fehlte ihm der Sound, den Vanye ihm geben konnte. So fanden sich beide und machen nunmehr seit 3 Jahren zusammen Musik. Das Debütalbum Soon, das im Sommer 2014 erschien, gilt als Kritiker- und Feuilletonliebling. Den kommerziellen Durchbruch haben sie jedoch, bis heute, nicht geschafft. An der Musik kann es nicht liegen, ist sie doch eine soulig, melancholische Mischung aus Pop und sanften elektronischen Elementen. Hierbei ist Stoyanov’s Stimme so stark wie vielseitig und überträgt ein Gefühl das man so nicht oft in Deutschland hört. Parallelen zu der einst völlig unbekannten und zu einem weltweiten Hit gewordene Band Milky Chance sind hier nicht ganz abwegig. Machen sie doch ebenfalls melancholischen Pop der in einem elektronischen Klangbett liegt. Es bleibt zu hoffen, dass 2015 der Durchbruch für Malky bedeutet und sie sich ihrer Linie und ihrem Sound treu bleiben.

Unsere Fans sind sensitive people

So war das Album Soon eigentlich eher ein Geschenk an sich selbst und erfreute die beiden um so mehr, dass es da draußen auch Menschen gibt, denen diese Musik gefällt. Malky nennen ihre Fans daher auch gern sensitive people die ihre Art von melancholischer Musik eher als aufbauende Musik sehen. Diese Art von Musik stimuliert die Seele, so Stoyanov. Der gleichnamige Song Soon ist hierfür ein perfektes Beispiel. Wirkt Soon doch einerseits düster um dann wiederum eine Energie freizusetzen, die den Hörer regelrecht antreibt.

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