Hurts – Die Individualität leben

Hurts – Beautiful Ones

Nicht weniger als für alles einstehen, was Diversität bedeutet. Denn Diversität steht für Freiheit und die feiert und befeuert das britische Duo Hurts besonders gerne. Ihr neuer Song Beautiful Ones feiert dann auch diese Individualität. Dabei beginnt Beautiful Ones mit einem Klavier und Theo Hutchcrafts warmen Gesang zwar eher ruhig, wird allerdings nach und nach mächtig und zu einer stampfenden Discohymne und klingt Hutchcraft stellenweise sogar ein wenig nach Robbie Williams. Mit Beautiful Ones bringen uns Hurts dazu die Arme in die Luft zu strecken und das zu genießen, was unsere Gesellschaft so reich macht. Dabei zeigt das Video einen bemerkenswerten Ausschnitt dieser Diversität samt Gegenpol. Hier kommen Hass, Liebe, Brutalität und Schönheit zusammen und vermischen sich zu einem Feuerwerk aus Gefühlen. Regisseur Tim Mattia, der hinter dem Musikvideo von Beautiful Ones steckt, hat mit Musikvideos für The 1975, Halsey, Sam Hunt, Biffy Clyro und Troye Sivans bereits für Aufmerksamkeit gesorgt und dabei eine imposante Bildsprache gewählt. Und so wirkt Beautiful Ones – je nachdem über welches Medium man es hört – mal nach einem satten Clubsong, mal nach einer Geburtstagshymne oder auch wieder bedrückend und Augen öffnend. Hurts sind politisch und setzen Statements. Was bei anderen Künstlern oftmals an der Authentizität scheitert, singt das Duo mit einer Eleganz weg und bleibt sich dabei treu. Empfohlen sei hier auch die rückwärtig abgespielte Version des Videos.

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Hurts überraschen mit Disco – wenn auch auf melancholische Art

Hurts haben in den letzten fünf Jahren eine interessante Bandgeschichte durchgemacht. Aus England kommend, hatten sie vor allem mit ihrer Debütsingle ‚Wonderful Life‘ in Deutschland einen riesigen Erfolg erzielen können, der bis auf Platz 2 der Singlecharts schoß. Das darauffolgende Debütalbum ‚Happiness‘ verkaufte sich über 400.000 allein in Deutschland und über 2 Millionen mal weltweit. Während das zweite Album ‚Exile‘ mit Songs wie ‚Miracle‘ und ‚Blind‘ nicht an den Erfolg des ersten Albums anknüpfen konnte, überraschten Hurts mit dem deutschsprachigen Song ‚Ohne Dich‘ der als B-Seite auf der Single ‚Somebody To Die For‘ erschien.
Nun sind Hurts mit ihrem dritten Album ‚Surrender‘, dass Anfang Oktober erscheinen wird, zurück und veröffentlichen mit ‚Lights‘ einen Song, der mehr als ungewöhnlich klingt. Ist doch Theo Hutchcrafts stimme höher geworden und der Sound fröhlicher als zuletzt. Sicherlich noch weit von einem gutgelaunten Popsong entfernt, erkennt man schnell, dass Hurts sich einer Veränderung unterzogen haben. Mit ‚Lights‘ verneigen sich die beiden Briten vor den 80er Jahren und ihren Musikhymnen á lá Depeche Mode. Denn trotz der Veränderung im Sound bleiben Hurts doch unverkennbar im Synthie-Pop zu Hause.

Hurts - Lights

Hurts – Lights

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