MELT! Festival 2015

MELT! 2015 – Das Chamäleon-Wochenende Tag 3

Nun, einen Tag verzögert, gibt es die volle Ladung MELT! Festival 2015 mit den meisten Künstlern und einem Sonntag, der sich mit jedem Act selbst übertraf. Geprägt von einem heißen Freitag und einem unwetterartigen Samstag ging der Sonntag – und damit der Abschlusstag – fast baden. Hatte es doch ab 17 Uhr anhaltend geregnet und machte für die folgenden drei Stunden nur bedingt der Sonne Platz. So begann dann auch der dritte Tag des MELT! Festivals mit durchnässten Stoffschuhen, die den ganzen Abend lang für kühle Füße sorgten. Was bei so manchem Act auch gar nicht mal so unpraktisch erschien.

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Ging es doch gleich zu Beginn mit dem Multitalent Erlend Øye & The Rainbows los. Wem Øye kein Begriff ist, dem sei mit Bands wie Kings Of Convenience oder The Whitest Boy Alive weitergeholfen. War er hier doch Bandmitglied. Aber auch auf Songs wie Poor Leno von Röyksopp konnte man die Stimme des Weltenbummlers hören. Dass Øye nach Wohnorten wie Bergen, Manchester und Berlin die verschiedenen Musikgenres einfach vermischen musste, war spätestens nach seinem zweiten Soloalbum klar. So ist Øye’s Musik geprägt von Indie, Elektro, Rock und Folk.

Doch dazu kommt auch immer wieder diese freie und unbekümmerte Art Øye’s und seiner Musik, die manchmal so klingt, als würde man träumen, dass ein kleiner schlaksiger Mann auf den Köpfen der Menschen um uns herum tanzt. Dieser Schalk bestimmte auch den Auftritt Øye’s, der in einem T-Shirt und einer, fast schon zu kurzen, blauen Sporthose auf der Bühne herumwirbelte. Bei Songs wie La Prima Estate, Dico Ciao und Gorato rastete das Publikum förmlich aus. Als dann Klassiker wie 1517 von den Whitest Boy Alive und Remind Me von Röyksopp folgten, gab es kein Halten mehr. So fügte sich die ganze Gemini Stage zu einer einzigen tanzenden Masse zusammen.

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