Mura Masa - Teenage Headache Dreams

Mura Masa – Kontinuierlicher Wandel

Mura Masa ist ein Produzent, der vieles verbindet. Vor allem verbindet er Genres – denn mit seinem Mix aus House, Funk, R&B, Pop und Elektro zieht sich der 23-Jährige Musiker das Beste aus den jeweiligen Genres raus, um seinen eigenen Sound zu kreieren. Nach dem Erfolg des Debütalbums Mura Masa – vor allem bei den Kritiken – hat sich Alexander Crossan auf ausgiebige Tour begeben und an seinem zweiten Album R.Y.C. gearbeitet. Dieses erscheint in der nächsten Woche und hält mit Teenage Headache Dreams eine weitere Überraschung parat. Denn mit diesem Song holte der Brite Ellie Rowsell von der ebenfalls aus Großbritannien kommenden Indie/Alternative-Rockband Wolf Alice mit ins Boot und produzierte einen Song, der vom verträumten Folkpop in einen schwelgerischen Dreampop übergeht und schließlich zu einem euphorischen Kuss an alle Träumer mutiert. Durch seine rohe Sanftheit und den engelsgleichen Gesang Rowsells ist Teenage Headache Dreams ein Song, der für sich alleine steht und im Kontext der bisher veröffentlichten Musik nicht recht passen mag. Doch genau diese Ambivalenz ist es, die Mura Masa zu einem der spannendsten Künstler der letzten Jahre werden lässt.

Wolf Alice – Nicht kleckern – klotzen

Wolf Alice - Bros

Wolf Alice – Bros

Im Vergleich zu anderen Bands brauchte es bei den Londonern von Wolf Alice etwas länger von der Bandgründung bis zur ersten Albumveröffentlichung. Diese Aussage bezieht sich natürlich auf britische Maßstäbe – haben es doch neue Bands hier besonders einfach gehypt zu werden. Auch bei Wolf Alice gab es diesen Hype. Der allerdings seit 2012 und damit bereits zwei Jahre nach der Bandgründung einsetzte. Es folgten zwei EP’s und schließlich im Sommer 2015 das Debütalbum ‚My Love Is Cool‘. Auf diesem Album ist der Song ‚Bros‘ enthalten, der bereits seit 2012 existiert und immer wieder neu arrangiert wurde. Der von Ellie Rowsell beigesteuerte Song war einer der ersten, den sie für die Band schrieb und zeigt den Einfluss von Alternative-, Indie- und Folk-Rock. Wunderbar verträumt klingt Rowsell’s Stimme hierbei und wird von den Gitarren, dem Bass und dem Schlagzeug immer wieder, wie auf Wellen, auf- und abgespült. Musikalisch lässt ‚Bros‘ Erinnerungen an Dario G’s ‚Sunchyme‘ aufkommen – lässt man die poppigen Parts einmal außer Acht. ‚Bros‘ ist unglaublich energiegeladen, frisch und wird Wolf Alice wohl noch sehr lange damit Türen öffnen.