Little Hours – Folk trifft Remix

Über zwei Jahre begleitete SOML das irische Duo Little Hours und hatten uns vom ersten Song an in die handgemachte Musik der beiden Jungs verliebt. Zuletzt hatten sie im März 2017 mit Water, aus der Too Much Patience EP, einen so gefühlvollen Song veröffentlicht, dass die Gänsehaut vorprogrammiert war. Auf dieser EP enthalten, ist auch der Mitte November veröffentlichte Song Later On, der deutlich mehr nach vorne geht. Hier sorgt ein treibendes Gitarrenspiel und das, im Refrain im Vordergrund stehende, Schlagzeug für einen wunderbar vollen Sound. Um diese Zeit der Veröffentlichung herum, passierte allerdings mit dem Duo eine Menge. Persönliche Wünsche nach neuen Projekten führten schließlich dazu, dass sich das Duo im Herbst dazu entschloss, getrennte Wege zu gehen. Somit verließ Ryan McCloskey die Band im freundschaftlichen und macht John Doherty nunmehr als Solokünstler hinter Little Hours weiter. Klingt Little Hours auch weiterhin natürlich und roh, gab es anscheinend von Doherty den Wunsch, nach einer Zäsur. Diese sah so aus, dass – ihr noch gemeinsam geschriebener Song Later On – als Remix veröffentlicht werden sollte. Und so hat das österreichische Produzenten-Duo MÖWE den Song geremixt und dafür gesorgt, dass sich Later On dem Tropical House hin gibt, den MÖWE so gut beherrschen. Dabei haben sich MÖWE mit etwas Ehrfurcht an den Song gewagt – denn hier bleibt der treibende Sound und Gesang Dohertys klar im Vordergrund, wird allerdings von einem prägnanten House-Beat unterstützt. Wir dürfen gespannt sein, wie sich Doherty als Solokünstler mit Little Hours weiterentwickeln wird, sind uns aber sicher, dass uns der Singer/Songwriter Sound noch lange begleiten wird. Live sehen könnt Ihr Little Hours übrigens am 2. Februar im Berliner Privatclub und am 3. Februar im Hamburger Molotow als Support des Singer/Songwriter und Geschwister-Duo’s Hudson Taylor. Hier könnt Ihr jetzt beide Versionen hören und selbst entscheiden, welcher Euch besser gefällt.

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Little Hours – Und die Seele fühlt sich geborgen

Little Hours - Water

Little Hours – Water

Unglaublich stark und dennoch zurückhaltend, so kann man das irische Duo Little Hours, aus dem County Donegal, beschreiben. Sitzt doch jeder ihrer Songs und trifft sofort ins Herz. Mit Heart For Hire, It’s Still Love und Tired hatten John Doherty und Ryan McCloskey letztes Jahr Songs einer EP veröffentlicht, die so stark an großen Balladen war und einen wahrlich ersten Vorgeschmack auf das liefern sollte, was die beiden auf Albumlänge veröffentlichen wollen. Nun sind sie mit dem Song Water zurück, der wohl mit seiner Veröffentlichung ein baldiges Debütalbum erhoffen lässt. Water ist dabei so sanft und intim und sorgt für das große pumpende Gefühl, wenn man sich in jemanden verliebt und dabei jede Sekunde und gemeinsame Zeit in vollen Zügen genießt. Dieser Song überträgt so viel an Emotionen, bricht Doherty hier fast stimmlich, macht es Water noch zusätzlich groß. Mit Water sollte nun auch bald ein Album folgen, möchte man doch öfter von diesem Sound abgeholt werden.

Little Hours – Die Zeit der leisen Töne

Little Hours - Tired

Little Hours – Tired

Manchmal ist es nicht greifbar, dieses Gefühl, das Musik in einem auslöst. Für einige ist es der Klang eines einzelnen Klaviers, der Auslöser für dieses wohlig, warme Gefühl im Körper ist, für die anderen ein Bass der zaghaft gespielt wird. Dann gibt es wiederum Menschen, die von der Stimme gepackt werden.
Doch stellt Euch vor, all diese Merkmale wären in einem Song und einer Band vereint. So geschehen bei dem irischen Duo Little Hours.
Im Einzelnen sind das John Doherty and Ryan McCloskey aus Donegal, das im Norden Irlands liegt. Haben sich die beiden 2014 zu Little Hours zusammengeschlossen, konnten sie bereits im Frühjahr 2015 bei Sony Music einen Plattenvertrag unterschreiben und wurden mit dem Song ‚It’s Still Love‘ sogar bei den Meteor Choice Awards für den Song des Jahres nominiert. Und als wäre das noch nicht genug, spielten Little Hours bereits als Support von Kodaline, The Coronas, Gavin James und James Bay. Wenn also jemand davon reden kann, vom Erfolg überrumpelt worden zu sein, dann Little Hours. Denn jeder einzelne Song zeigt, dass all die Lorbeeren es wert sind. Dies lässt allerdings das Problem aufkommen, dass man sich fast gar nicht entscheiden kann, welchen der veröffentlichten Songs man hier hervorheben möchte.
So fiel die Wahl zwar auf ‚Tired‘, doch gilt gleichzeitig die Empfehlung auch bei ‚Heart For Hire‚ und ‚It’s Still Love‚ einmal reinzuhören.
Auf ‚Tired‘ singt Doherty so einfühlsam, fast schon durchdringend und spielt das Klavier so wunderbar tragisch, dass man sich neben ihn setzen möchte um ihn einfach nur zu umarmen. McCloskey spielt hier, mit seinen Backing Vocals und der Gitarre eine fast schon ebenso wichtige Rolle. Denn wirkt ‚Tired‘ erst durch sein Mitwirken so vielschichtig und tief. Da ist es fast ausgeschlossen, sich nicht diesem eingangs beschriebenen Gefühl der Wärme hinzugeben. Little Hours wollten berühren und haben dies mit einer Leichtigkeit geschafft, die so nicht zu erwarten war.