Zayn feat. Timbaland – Frischling vs. Altmeister

Zugegeben, die Überschrift passt nicht so ganz. Ist Zayn Malik doch längst kein Frischling mehr. Doch im Vergleich zu Timbalands fast 30 jähriger Karriere sind Maliks 8 Jahre noch recht überschaubar. Nach seinem 2016er Nummer-Eins Debüt Mind Of Mine hat Malik nun mit der Single Too Much die Hoffnung auf ein baldiges, zweites Album genährt. Dafür hat sich der britische Sänger den Star-Produzenten dazugeholt. Mit seinen unzähligen Hit-Songs und -Alben hat Timbaland in seiner Laufbahn bereits Millionen von Platten verkauft – nun treffen sich Timbalands pumpende Beats, sein typisches Echo und der Vocoder-verzerrte Gesang mit Maliks smartem R&B. Dabei erinnert er ein wenig am Marios Let Me Love You, ist einfühlsam, romantisch und verträumt. Auf Too Much treffen sich moderner und klassischer R&B von Timbaland und Malik und lassen sowohl neue Fans als auch die Älteren freudig aufhorchen.

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Die Boyband als Sprungbrett – Zayn Malik

Was haben *NSYNC, die Spice Girls, Take That und nun OneDirection gemeinsam?! Sie alle waren unglaublich erfolgreich bis plötzlich ein Mitglied absprang. Sicher war die ein oder anderen Gruppe danach weiterhin erfolgreich. Das eigentlich interessante hierbei ist aber , dass die Aussteiger zumeist mit Solosongs zurückkamen, die sich stark von dem, was sie als Gruppe veröffentlichten, entfernte. Nehmen wir Justin Timberlake mit dem *NSYNC Song ‚Bye Bye Bye‘ und seinem Solosong ‚Sexy Back‘ oder Robbie Williams ‚Feel‘ mit Take Thats ‚Babe‘. Nun ist mit OneDirection wieder eine, vor allem wieder bei den Teenies, sehr beliebte Band, mit diesem Schicksal konfrontiert. Doch was Zayn Malik nach seinem Ausstieg ins Netz stellte ist so verwunderlich wie interessant. Wurde doch von seinem Produzenten Naughty Boy die eher zurückhaltende Alternativeballade ‚I Won’t Mind‘ getwittert, nehmen die Remixe dieses Songs mittlerweile so große Ausmaße an, dass man sich kaum noch dieses Songs entbehren kann. Einer der Remixe sticht allerdings besonders hervor. Der des australischen Produzenten Hounded. Hat er ‚I Won’t Mind‘ doch in ein so entspannten Chill-Out Mix verwandelt, dass er auch vom Soundtrack des 2000 erschienenen Films ‚The Beach‘ kommen könnte. Die dezenten Chorgesänge im Hintergrund, das Gitarrenspiel und der massive Bass wirken auf den Hörer fast schon betörend.
Sollte sich Malik dazu entscheiden, diesen Song in dieser oder der original Version zu veröffentlichen, hätte er gute Chancen auch solo groß durchzustarten.