Møme & Ricky Ducati - They Said

Møme feat. Ricky Ducati – Klebrig süße 80s-Ballade

Vor etwas mehr als drei Monaten veröffentlichte der französische DJ und Produzent Møme mit dem US-amerikanischen Sänger Ricky Ducati den 80s-Discohit Got It Made, der so sehr an die Disco-Hochzeit erinnert, wie man es zuletzt durch The Weeknds Blinding Lights hören konnte. Fast ein wenig an die großen Hits der Scissor Sisters erinnernd, stampften die Beats zu einer Falsettstimme Ducatis. Bereits im Sommer kündigten die beiden ein gemeinsames Album an, das vielversprechend werden sollte. Nun haben Møme und Ducati mit They Said einen weiteren Song veröffentlicht, der auf dem kommenden Album Flashback FM enthalten sein wird. Musikalisch gehen die beiden auf They Said noch einen Schritt weiter in die 80er Jahre und arbeiten sich durch eine schnelle, klebrig-süße Synthieballade, die durch Ducatis Gesang so herzzerreissend niedlich klingt, dass man sich auf eine Abschlussparty einer US-amerikanischen Highschool versetzt fühlt. Mit vielen Slow-Motion-Szenen und einem Aussenseiter, der sich in das schönste Mädchen aller Abschlussklassen verliebt hat, kennen wir diese Szenen nur zu gut aus unzähligen Serien und Filmen.

Møme & Ricky Ducati
Møme & Ricky Ducati

Wichtig bei allen Szenen – ist die passende Musik, die im Bestfall nicht zu theatralisch und kitschig klingt. In Perfektion präsentiert wurde dies in der finalen Episode der Netflix-Serie 13 Reasons Why, die mit dem Song The Night We Met von Lord Huron die finale Episode der zweiten Staffel beendet wurde. Es ist davon auszugehen, dass Møme und Ducati nicht beabsichtigt haben, mit ihrer neuen Single einen solchen Moment zu kreieren, doch passt auch hier der seichte Beat mit dem nostalgisch, emotionalen Sound so perfekt zu einem melancholisch, befreienden Moment eines solchen Kalibers. Gleichzeitig atmet They Said eine luftig, sommerliche Brise ein, die an unbeschwerte Momente erinnert. Mit der passenden Melancholie in Ducatis Stimme bleibt They Said dennoch treibend und tanzbar und lässt sich wunderbar als Soundtrack eines Roadtrips nutzen. Bisher ist das Album Flashback FM nur relativ vage für das Frühjahr 2021 angekündigt, doch gilt es schon jetzt als eines der spannendsten Veröffentlichungen des Jahres zu werden.

Møme, Ricky Ducati - Got It Made

MØME feat. Ricky Ducati – Wenn die Disco zu Dir kommt

Er ist mit neuem Material zurück! Hat der Franzose Jérémy Souillart unter seinem Musik Alter-Ego MØME in den letzten beiden Jahren vor allem die Trilogie Møment I, Møment II (beide 2018) und Møment III (2019) veröffentlicht, ist es sein unverwechselbarer Discosound, der MØME auf jeder Tanzfläche zum Hit werden lässt. Zusammen mit Ricky Ducati veröffentlicht MØME nun abermals einen Song, in dem der kalifornische Sänger mit seiner hohen Stimme glänzen kann. Dabei klingt Ducati auf Got It Made fast schon einem der Bee Gees Brüder zum verwechseln ähnlich. Mit einem hervorstechenden Bassbeat und dem hallenden Gesang Ducatis wird Got It Made zum Ausreißer in die 70er Jahre und lässt uns an die Bilder aus Saturday Night Fever denken. Dabei können wir auf noch deutlich mehr Musik der beiden hoffen, hat MØME doch ein Album angekündigt, welches er zusammen mit Ducati aufgenommen hat, Flashback FM heissen und voraussichtlich im kommenden Jahr erscheinen wird. Mit der geballten Ladung French House, Elektro, Disco, Synthie und Funk bereitet uns der Franzose mit Got It Made also auf eine satte Ladung Discotunes vor. Zusammen mit dem passenden Musikvideo haben MØME und Ducati eine kleine Zeitreise gewagt, erklärt der Franzose. Wir stellten uns ‚Got It Made‘ als eine Zeitreise in die 70er/80er Jahre von Los Angeles vor, die von einem imaginären Pop-Radiosender stammt – wir hätten Kalifornien zu dieser Zeit wirklich gerne kennengelernt. Wir wollten, dass das Video eine visuelle Interpretation davon ist. Dies ist den beiden gelungen und zeigt gleichzeitig, dass sich MØME für dieses Projekt deutlich persönlicher präsentiert. Hier klingt der Song nicht mehr nur nach einem Sommerhit, sondern gleichzeitig auch noch stärker nach einem Charakter, als wir es von seinen vorherigen Songs gewohnt sind. Mit Got It Made dürfte MØME zusammen mit Ducati für einen heißen Sommer sorgen, der bedingt durch die Pandemie aus unseren Wohnzimmern eine Disco werden lässt.

MØME – Sun is shining

Es klingt wie eine Rückblende in Zeiten, in denen so großartige Songs veröffentlicht wurden, als Funkstar Deluxe‘ mit Sun Is Shining Bob Marley sampelte. Doch der Franzose MØME legt im hier und jetzt auf und mischt mit seinem French-House so wunderbare Beats zusammen, dass man sich an die Tropical-House-Zeit Anfang der 2010er erinnert fühlt. Mit der Zusammenarbeit von Künstlern wie Ricky Ducati, JPL, Merry Jeann und Midnight To Monaco produziert der aus Nizza kommende DJ so entspannte Sounds, dass man sich förmlich an der Cote d’Azur entspannt durch enge Straßen an der Küste fahren sieht und unter jedem Schatten spendenden Baum einmal kühle Luft einatmet. Mit seinem Debütalbum Panorama schaffte es MØME – der im wahren Leben Jérémy Souillart heißt – 2016 direkt in die Top-100 der französischen Charts. Sein Song Aloha – zusammen mit Midnight To Monaco – war sein bisher größter Erfolg und schaffte es bis in die Top-10 der französischen Singlecharts. Seitdem hat MØME mit der Trilogie Møment I, Møment II (beide 2018) und Møment III (2019) drei EP’s veröffentlicht, die allesamt mit großartigen Songs aufwarten. Møment III ist dabei die jüngste Veröffentlichung und beinhaltet mit dem Song Club Sandwich einen wahren House-Hit, der an heiße Sommer, Open-Airs und Sundowner-Bars denken lässt. Hier werden lockere Beats mit stampfenden Synthies gemixt und sorgen für die ultimativen Partynacht. MØME enttäuscht einfach nie und lässt den musikalisches Sommer brodeln.

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MØME feat. Ricky Ducati – In kleinen Schritten zu grandiosen Beats

Bereits mit den Songs Alive (2016) und When We Ride (2018) bewies der französische Produzent MØME, dass er die ganz großen Beats wie ein Leichtes aus den Ärmeln zaubert. So setzt Jérémy Souillart – der hinter MØME steckt – abermals auf die Unterstützung einer markanten Stimme und hat sie auf Sail Away beim kalifornischen Sänger Ricky Ducati gefunden. Dabei präsentiert sich der Tropical-House Song in einem tosend, stampfenden Sound, der sich thematisch um die dunkle Seite des Alltags dreht. Dabei steht der treibende Sound bewusst im Zwiespalt zu dem Text, der sich um das unterdrücken von Problemen kümmert, welche MØME in unserer heutigen Zeit als eine der größten Herausforderungen empfindet. Sind wir doch so aufgewachsen, dass wir uns nur an den positiven Erlebnissen festhalten und Negativen oftmals keinen Platz geben. Mit dieser Herangehensweise zeigt dann auch das Musikvideo zu Sail Away ganz bewusst, diese Kontraste. Ist Sail Away als Teil der im Dezember veröffentlichten EP Møment II erschienen, fügt MØME seiner Diskografie damit ein weiteres Puzzlestück hinzu, welches ein immer größeres Bild des, aus Nizza kommenden, Produzenten zeichnet.

MØME feat. JPL – Mit neuem Song im Sommer angekommen

Sommerhits konnte MØME aus Frankreich ja schon immer richtig gut produzieren. Allein die 2016er Single Alive zeigte eindrucksvoll, wie toll der Sommervibe musikalisch funktioniert. Unpassend war allerdings die Zeit der Veröffentlichung, war diese doch Mitte November 2016 gewählt, fiel das warme Gefühl auf der Haut dementsprechend aus. Nun ist Souillart – der Kopf hinter MØME – mit seiner neuen Single When We Ride zurück und hat dieses Mal einen deutlich passenderen Zeitpunkt für die Veröffentlichung gewählt. Wenn dieser Sommer eines ganz sicher kann, dann ist es für unfassbar viele schwitzige Momente sorgen, die in Erinnerung bleiben. Für When We Ride hat sich Souillart dann auch Jo Loewenthal von der Australischen Band Tora dazugeholt. Mischt die Band Indie mit Synthies und produziert einen melancholischen Mix, der irgendwo zwischen treiben lassen und träumen umherwandert, hat MØME dafür einen klebrig, stampfenden R&B-Song produziert, der mit einem wirren Elektrobeat aufwartet.  Dabei verlieren sich Souillart und Loewenthal zur Mitte hin in einer Blase aus einem euphorischen Beat. When We Ride ist ein Sommerhit par excellence und bringt uns dazu, Eiswürfel in die Shirts der anderen zu stecken – nur, um das Gefühl von Freude und Wachsein zu genießen.

Zukunftsmusik 2017

Es sind nur noch wenige Tage des Jahres 2016 übrig. Viele veröffentlichen jetzt ihre Jahresrückblicke. Doch was ist mit einer Vorschau?

Sie sind in den letzten Monaten immer wieder mit Veröffentlichungen aufgefallen, haben allerdings den ganz großen Sprung noch nicht geschafft. Hier findet Ihr die heißesten Anwärter, denen 2017 der ganz große Durchbruch gelingen könnte.

Stimme am Ende des Artikels mit ab! Wer ist Dein Favorit 2017?


Liam X

Liam X
Liam X

Mit seiner Mischung aus Dubstep, deutschen Texten und fragilen Sounds ist Liam X einer der großen Favoriten im deutschsprachigen Raum. Sein für das Frühjahr 2017 erwartetes Debütalbum wird dann wohl auch die beiden grandiosen Songs Teil Von Mir und Herbst enthalten. So oder so ein Künstler, dem man unbedingt folgen sollte. http://www.liam-musik.de/

Liam X feat. Egon Holz - Herbst
Liam X feat. Egon Holz – Herbst
Liam X - Teil Von Mir
Liam X – Teil Von Mir

Møme

Møme
Møme

Bereits drei Singles konnte der französische DJ und Produzent in den Single Charts seines Heimatlandes platzieren. Dabei klingen vor allem Aloha und Alive nach modernen Sommersound. Mit Tropical Beats und einem verspielten Arrangement könnte Møme zum nächsten, großen Sommerhit avancieren. 2017 sieht es nicht schlecht aus und so steht sein Debütalbum Panorama garantiert auch bald bei uns in den Regalen. https://soundcloud.com/mome-music

Møme - Aloha
Møme – Aloha
Møme vs. Midnight To Monaco - Alive
Møme vs. Midnight To Monaco – Alive

Kaind

Kaind
Kaind

Ebenso wie eingangs bei Liam X gibt es mit Kaind einen spannenden neuen Künstler, der Dubstep auf eine Art interpretiert, die für Deutschland so bisher kaum vorkommt. Mit seinen fragilen Songs, die zwar am Computer entstehen aber auch immer echte Instrumente beinhalten, klingen die deutschen Texte fast schon wie Geschichten. Dabei ist Kaind dem Pop gar nicht mal abgeneigt, zeigt doch seine Single Leuchtturm, wie modern die deutsche Sprache klingen kann. Für 2017 können wir also ein vielversprechendes Debütalbum erwarten. http://www.kaind.de/

Kaind feat. Younotus - Leuchtturm
Kaind feat. Younotus – Leuchtturm
Kaind - Schatten Im Wald
Kaind – Schatten Im Wald

Fickle Friends

Fickle Friends
Fickle Friends

Vor knapp drei Jahren begann für die, aus Brighton, Großbritannien kommende Band Fickle Friends das, wovon viele Künstler nur träumen können. Einer ihrer Songs ging durch die Decke. Mit über einer Million klicks auf Soundcloud gehört Swim zu den Indiesongs 2014. Mittlerweile konnte die Band ihren 80er-Jahre Indie-Sound auf dem Berlin Festival, MELT! Festival und anderen Konzertbühnen europaweit präsentieren. So haben sie seit knapp einem Jahr eine Major-Deal bei Polydor bekommen und arbeiten hart an ihrem Debütalbum. Mit Brooklyn haben sie gerade erste eine brandneue Single veröffentlicht. http://www.ficklefriends.co.uk/

Fickle Friends - Swim
Fickle Friends – Swim
Fickle Friends - Brooklyn
Fickle Friends – Brooklyn

Lea Porcelain

Lea Porcelain
Lea Porcelain

Mit ihrem düsteren Post-Punk und Singles wie Out Is In und Warsaw Street hat das Frankfurter Duo dieses Jahr eindrucksvoll gezeigt, dass dieses Musikgenre nicht gänzlich den Briten überlassen werden muss. So klingen Lea Porcelains Songs gewaltig, erdrückend und hier und da auch verschwommen. Dabei macht es keinen Unterschied, ob der Song positive oder negative Intentionen verfolgt. 2017 könnte damit sowohl in Deutschland, als auch europaweit das Jahr für Lea Porcelain werden. Eine weitere Single haben sie erst heute veröffentlicht. Dabei klingt Similar Familiar schneller, fast schon jagend. Immer dabei die tiefen, verstörenden Sounds. Lea Porcelain wissen, wo sie stehen und steigern damit die Erwartung auf ein baldiges Debütalbum. http://www.leaporcelain.com

Lea Porcelain - Out Is In
Lea Porcelain – Out Is In
Lea Porcelain - Similar Familiar
Lea Porcelain – Similar Familiar

Rationale

Rationale
Rationale

Wenn man sich nicht sicher ist, welches Genre der Brite Rationale bedient, dürfte man nicht alleine sein. Ist doch sein Mix aus 80er Jahre, Soul, Synthie und Pop mit einem Hauch Melancholie nicht gerade das, was man von erwartet. Mit Fast Lane 2015 erstmals bekannt geworden, hat es Rationale zuletzt sogar bis zum Support der Europatour von Bastille geschafft. Für Anfang März 2017 hat Rationale sein gleichnamiges Debütalbum angekündigt, gerade veröffentlicht ist der Song Vessels. Sollte es auch nur annähernd in die Richtung der bisher veröffentlichten Songs, Re.Up, Fast Lane, Something For Nothing gehen, wird Rationale wohl 2017 ein stetiger Begleiter sein. http://iamrationale.com/

Rationale - Fast Lane
Rationale – Fast Lane
Rationale - Vessels
Rationale – Vessels

Two People

Two People
Two People

Zwei Songs, nur zwei Songs stehen auf der Soundcloud-Seite des Australischen Duos Two People. Entstanden aus der Indie/Pop-Band Snakadaktal haben sich Phoebe Lou und Joey Clough vor knapp zwei Jahren zum Duo reduziert. Mit den Songs Fading und If We Have Time überraschen die beiden allerdings so sehr, dass man ihnen baldige Nachfolgesongs wünscht. Dies könnte nicht zuletzt am eigenen hohen Anspruch scheitern. Klingen doch beide Songs so gut produziert, dass man hier schon von Perfektion sprechen kann. Bestechen sie durch einen verträumt, müden Gesang, werden beide Songs durch treibende Beats aufgebrochen. Sollte das Duo seinem Intervall, alle fünf Monate einen Song zu veröffentlichen beibehalten, dürften wir erst in fünf Jahren mit einem 10-Track Album rechnen. Aber vielleicht spielt da auch das Jahr 2017 mit und gibt Ende des Jahres schon mehr Material preis. https://soundcloud.com/two-people-655358346

Two People - Fading
Two People – Fading
Two People - If We Have Time
Two People – If We Have Time

MØME - Alive

MØME – Musik, die zum Tanzen einlädt

In unserem Nachbarland schon der ganz große Act, ist MØME hierzulande noch gänzlich unbekannt. Dabei hat der französische DJ und Produzent mit seinen beiden Songs Aloha und Hold On dafür gesorgt, dass die Franzosen durch den Sommer tanzten. Mit seiner neuen Single Alive ist Jérémy Souillart, wie MØME bürgerlich heißt, gerade wieder auf dem besten Weg in die europäischen Dance-Charts einzusteigen. Erfährt man, dass MØME aus Nizza kommt, könnte man mittlerweile sagen, dass die Stadt im Moment einen richtigen Lauf hat. Kommen doch auch Kungs und Hyphen Hyphen aus der, am Mittelmeer gelegenen, Stadt und sind dazu noch äußerst erfolgreich. Dabei bedient sich MØME bei Alive am Song Suicide des kalifornischen Duo’s Midnight To Monaco. So spielt er immer wieder den Refrain des Songs ein und mischt das ganze unter einen Tropical-House Beat. Mit Alive kann MØME einen ähnlich großen Erfolg einfahren, wie Kungs es dieses Jahr gezeigt hat. Mit Songs wie Alive wird das wohl eher kein Problem sein.