Postiljonen – Große Gefühle und verträumte Wünsche

Dass das schwedische Pop-Trio Postiljonen noch nicht den ganz großen Durchbruch erfahren hat, bleibt vielen ein Rätsel. Schlagen sie doch in die gleiche Kerbe wie M83 und machen euphorischen Dream-Pop, der sich so zart aber mächtig anfühlt, dass man sich darin nur verlieren kann. Mit ihren beiden Alben Skyer (2013) und Reverie (2016) steuerten sie große Hymnen wie Skyer High, How Can Our Love Be BlindGo! und Crazy bei. Dabei sind ihre Songs von Verlust, Freude, Schmerz und Liebe geprägt. Mit ihrer neuesten Single Chasing Stars behandeln die drei Stockholmer das Gefühl, Sehnsucht nach jemanden zu haben, dem man früher einmal sehr nahe war. Dieses warme Gefühl, nicht nach der Rückkehr in dieses Gefühl zu jagen, sondern es einfach für den Moment zu wecken und es zu spüren, ist auf Chasing Stars allgegenwärtig. Dabei bleiben Postiljonen in ihrem überbordenden Dream-Pop zu Hause und lassen uns auf der Tanzfläche eines jeden Indie-Clubs ausrasten. Postiljonen wecken einmal mehr Gefühle von Euphorie und Glück und zaubern uns ein riesiges Lächeln in unser Gesicht und lassen die Zeit, bis zu ihrem dritten Album, hoffentlich nicht all zu lange dauern.

Postiljonen – Skandinarviens Dreampoptrio ist zurück!

Postiljonen – Crazy

Mit Euphorie, schwelgenden Beats und einer hauchenden Frontsängerin Mia Brox Bøe hatten Postiljonen vor zwei Jahren mit ihrem Song Go direkt ins Schwarze getroffen. Nicht zuletzt, da ihr Sound eine regelrechte Soundgrandiosität übermittelt. Da kommen Saxophone genauso vor, wie pumpende Beats und Synthies. Nachdem das Trio Bøe, Joel Nostrum Holm und Daniel Sjörs Ende 2015 mit Reverie ihr zweites Album veröffentlicht wurde es ruhig um sie. Widmeten sie sich doch Soloprojekten oder zehrten vom Erlebten des zweiten Albums. Dies musste kompensiert werden und mündet in einer neuen Single. Dabei klingt Crazy einmal mehr nach fabelhaften Dreampop, der in Soundwellen zu einem kommt. Hier treffen Synthies auf schnelle Beats und einem sehnsuchtsvollen Gesang Bøes. Dabei singt Bøe mal verführerisch naiv, mal traurig und verzweifelt und spiegelt Crazy das Gefühl wieder, dass das Trio in den vergangenen Monaten erleben durfte. Abschließend endet Crazy schließlich in einem weichen ausfaden. Dass Postiljonen mit Crazy ihr drittes Album vorbereiten und dennoch nicht auf den Zug der Dreampop-Bands wie Beach House und M83 aufgestiegen sind erstaunt. Das Zeug dazu liefern die drei auf jeden Fall seit Jahren.

Postiljonen – Dreampop aus Skandinarvien

Postiljonen - How Can Our Love Be Blind

Postiljonen – How Can Our Love Be Blind

Skandinarvien deshalb, da sich die Band aus Mitglieder, die in Stockholm und Bergen wohnen, zusammensetzt. Bereits im Oktober 2015 konnten Ihr hier über die Single ‚Go!‚, der dreiköpfigen Band, lesen. Nun steht übermorgen ihr zweites Album ‚Reverie‘ in den Läden und mit der Single ‚How Can Our Love Be Blind‘ ist eine weiter Single ausgekoppelt. Ihr sphärisch, hallender Sound, und der Dreampop-Beat lassen das Trio an Beach House oder M83 erinnern und schwelgen damit unvoreingenommen in einer Art Luftblase. ‚How Can Our Love Be Blind‘ baut sich im Verlauf der 4:19 min. zur Hymne, mit Trompeten, Schlagzeug und einer hauchend, sehnsüchtigen Stimme Mia Brox Bøe’s auf und holt den Hörer ab. Dieses Lied und Postiljonen verdienen es, beachtet zu werden.

Postiljonen – Einfach groß

Sie kommen aus Stockholm und Bergen, sind zu dritt und machen einen wahnsinnigen Sound. ‚Go‘, ihre neue Single, liegt irgendwo zwischen verträumten Sound, Euphorie, großen Hymnen und einem catchy Gesang der Frontfrau Mia Brox. Seit 2012 zusammen musizierend, haben Postiljonen bisher ein Album – Skyer – veröffentlicht. Postiljonen erinnern an M83 und beschreiben sich selbst als nostalgische Tagträumer, Brox‘ Stimme klingt hier, als würde man neben ihr an einem einzigartigen Ort jede Kleinigkeit mit den Augen aufsaugen und ihren Gesang leise ins Ohr gehaucht bekommen. Bereits mit Songs wie ‚Supreme‘, ‚Wait‘ und ‚Rivers‘ haben sie in den letzten Jahren für viel Aufsehen in Schweden und Norwegen gesorgt. Die neue Single ‚Go‘ ist wohl der imposanteste Weg, um ihre Band einem großen Publikum vorzustellen. Spannend dürfte hier auch sein, wie sich ‚Go‘ live auf der Bühne anfühlt. Postiljonen sind definitiv eine Band, die es gut zu beobachten gilt.