Mura Masa - Teenage Headache Dreams

Mura Masa – Kontinuierlicher Wandel

Mura Masa ist ein Produzent, der vieles verbindet. Vor allem verbindet er Genres – denn mit seinem Mix aus House, Funk, R&B, Pop und Elektro zieht sich der 23-Jährige Musiker das Beste aus den jeweiligen Genres raus, um seinen eigenen Sound zu kreieren. Nach dem Erfolg des Debütalbums Mura Masa – vor allem bei den Kritiken – hat sich Alexander Crossan auf ausgiebige Tour begeben und an seinem zweiten Album R.Y.C. gearbeitet. Dieses erscheint in der nächsten Woche und hält mit Teenage Headache Dreams eine weitere Überraschung parat. Denn mit diesem Song holte der Brite Ellie Rowsell von der ebenfalls aus Großbritannien kommenden Indie/Alternative-Rockband Wolf Alice mit ins Boot und produzierte einen Song, der vom verträumten Folkpop in einen schwelgerischen Dreampop übergeht und schließlich zu einem euphorischen Kuss an alle Träumer mutiert. Durch seine rohe Sanftheit und den engelsgleichen Gesang Rowsells ist Teenage Headache Dreams ein Song, der für sich alleine steht und im Kontext der bisher veröffentlichten Musik nicht recht passen mag. Doch genau diese Ambivalenz ist es, die Mura Masa zu einem der spannendsten Künstler der letzten Jahre werden lässt.

Mura Masa feat. Liana Bank$- What If I Go

Mura Masa – Klangkunst als Katharsis

Mura Masa ist gerade 20 Jahre alt geworden, kommt von der Ärmelkanal-Insel Guernsey, die zu Großbritannien gehört und macht gerade einmal seit zwei Jahren Musik. Dies tun viele Briten, schaut man sich die Riege der Musiker von der Insel an. Doch die Art und Weise, diese Musik klanglich darzustellen, hebt Mura Masa – alias Alex Crossan – deutlich von anderen elektronischen Künstlern ab. Nutzt er doch Flöten, ein Daumenklavier, Glockentöne und Klangfarben, die deutlich aus dem asiatischen Raum stammen. Hierher kommt auch sein Künstlername Mura Masa – steht der Name doch für ein japanisches Schwert aus dem 16. Jahrhundert. Mittlerweile in die Liste Sound of 2016 der BBC aufgenommen, hat er schon namenhafte Künstler für seine Songs gewinnen können. Allesamt, sind ebenfalls gehypte Künstler der letzten Jahre gewesen. Hatte Mura Masa bereits Songs mit Nao und Shura produziert, konnte er für seine aktuelle Single What If I Go die New Yorker Rapperin und Soulstimme Liana Bank$ gewinnen. Zusammen haben sie einen dermaßen funkigen Elektrosong produziert, dass man dazu nur mitgehen kann. Ist der Rhythmus und Beat noch ziemlich eingängig, machen es Bank$‘ Gesang und Masa’s aufflammender und mitunter schwerer Beat nicht nur zu einem Feel-Good-Song, sondern gleichzeitig auch zu einem satten Clubtrack. Darüber hinaus ist er noch so Pop affin um von den Radiostationen gespielt zu werden. What If I Go ist der perfekte Track für den nahenden Sommer – also dreht die Lautsprecher auf!