Gorillaz – Mit einem Paukenschlag

Gorillaz – Humanz

Bereits im Januar veröffentlichten die Gorillaz mit Hallelujah Money eine düstere, erste Single aus ihrem neuen Album Humanz. Dieses wird am 28. April erscheinen und ist bestückt, mit jeder Menge prominenter Gastsänger. Konnten wir auf Hallelujah Money bereits Benjamin Clementine hören, werden auf Humanz De La Soul, Grace Jones oder auch Rag’n’Bone Man dabei sein. Gestern holten Damon Albarn und Jamie Hewlett allerdings zum Rundumschlag aus und veröffentlichten gleich vier Songs. Mit Saturnz Barz, We Got The Power, Andromeda und Ascension fluteten sie nicht nur die Medien, sondern setzen mit einem Mix aus Hip-Hop, Rap, Elektro, Psychedelic und Pop ein Statement, dass so nur von den Gorillaz kommen kann. Da ist der düstere Hip-Hop-Track Saturnz Barz, der mit Autotune und vor-sich-hin-kriechenden Beats ein Cyborg aus 90er-Jahre-Hip-Hop und Kanye West ist. We Got The Power hingegen ist ein purer Funksong, der mit der Stimme der Frontsängerin des Indie/Punk-Band Quartetts Savages, Jehnny Beth, begeistert und durch seine Geschwindigkeit und einer Dauer von nur 2:19 Minuten wie in einem Atemzug vergeht. Ascension ist ganz im Stil Saturnz Barz‘ produziert und besticht durch die Rap-Rhymes von Vince Staples, der im Wechsel mit Damon Albarn immer wieder die Aufmerksamkeit auf sich zieht. Regelrecht experimentell und futuresk sind hier die musikalischen Elemente. Doch der eigentliche Star der vier Songs ist Andromeda, der genau das bedient, weshalb Abermillionen von Menschen die Band so lieben – er ist ein fantastischer Disco-Pop-Song. Hier kommen klare Synthies, ein pulsierender Beat und der Rap des, in Deutschland geborenen, Amerikaners D.R.A.M zum Einsatz. Erinnert Andromeda an Songs wie El Mañana, ist er wieder deutlich greifbarer für die Popwelt, als die zuletzt veröffentlichten Songs. Man kann vor den Gorillaz nur den Hut ziehen, schaffen sie es doch, mit gleich vier Veröffentlichungen, alle Fanbasen zu bedienen. Werden mit Andromeda die Popfans der Band begeistert, schlagen die Briten mit Saturnz Barz und Ascension eine Brücke zum Hip-Hop der 90er und 2000er und grasen mit We Got The Power gleich mal noch ein wenig im Indie und Funk ab. Das fünfte Album Humanz wird damit wohl eines der abwechslungsreichsten Alben, einer eh schon vielfältigen Band.

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