Aquilo - Just Asking

Aquilo – Wie ein streicheln deines Partners

Er baut Geborgenheit auf, der neue Song Just Asking des britischen Duos Aquilo. Auch wenn die Briten Ben Fletcher und Tom Higham mit Silhouettes (2017) und ii (2018) bereits zwei großartige Alben veröffentlicht haben, sind sie immer noch ein Geheimtipp. Dabei ist ihr Sound so viel mehr – findet man auf ihren Songs doch Elemente wieder, die man bereits bei Künstlern, wie James Blake und SOHN lieben gelernt hat. Mit Sober hatten die beiden – aus Hackney kommenden – Musiker ihren ersten Song nach einer zwei Jahre andauernden Stille veröffentlicht. Mit flirrenden Elementen und einem präsenten Piano legten sich die Stimmen der beiden so warm um uns, dass wir uns einfach nur geborgen fühlen konnten – wie wir es sonst nur bei unseren Partner können. Hier trifft ein sanfter Dream-Pop-Sound auf ruhige Elektrobeats und einen warmen Gesang. Auf ihrer neuesten Single Just Asking – die am vergangenen Dienstag veröffentlicht wurde – greifen Aquilo die Unsicherheit über die Ausrichtung der Band auf. Mit der Frage, was sie erzählen möchten und wo sie mit ihrem Sound hin wollen, spicken sie Just Asking mit zupfenden Streichern, Piano-Melodien und einem Gesang, der eingangs gar an Antony Hegarty erinnert, bis er schließlich klarer und flehender wird. Aquilo werden beide Songs am 3. Juni auf der EP Sober veröffentlichen, die als Brücke zwischen dem kommenden, dritten Album und ii schlagen wird. Und weil beide Songs so wunderbar klingen, könnt Ihr hier gleich beide anhören.

BENEE feat. Gus Dapperton - Superlonely

BENEE – Wenn Sound und Text differieren

Internetphänomene wie TikTok gab es auch schon mit SnapChat, Instagram, Facebook und MySpace. Alle Plattformen haben bzw. hatten zu ihrer Zeit einen regen Zulauf und sorgten für eine Veränderung unserer Art zu kommunizieren und uns zu präsentieren. Aktuell ist TikTok die am schnellsten wachsende Social Media Plattform und sorgt regelmäßig für neue Hypes. Gewinner dieser Hypes sind auch einzelne Musik-Acts, die bei angesagten Videos oder Challenges im Hintergrund laufen.

So auch bei der Neuseeländerin BENEE, die mit ihrem Song Superlonely gerade für einen Lip-Sync-Hype sorgt und die dazugehörige Karaoke-Dance Challenge mehr als vier Millionen Videos zählt. Von Elton John als nächster weltweiter Hit betitelt und von Jennifer Lopez und Familie viral bekannter gemacht ist Superlonely ein bittersüßer Popsong, der vom Sound nicht abwegiger klingen könnte – hört man sich einmal die Lyrics genauer an. Diesen Unterschied macht sich die 20-jährige Sängerin ganz bewusst zu Nutzen und passt damit perfekt in den Sound der Generation Z – der durch Acts wie Halsey und Billie Eilish gerade äußerst erfolgreich ist und das Genre Bedroom Pop hervorgebracht hat. Dabei klingt Superloney unglaublich locker, abgeklärt und spielt mit funkigen Gitarren und verspielt, geloopten Soundelementen.

Vom People Magazine bereits als Kiwi Queen betitelt holte sich Stella Rose Bennett – wie BENEE bürgerlich heißt – Unterstützung vom US-Amerikanischen Singer/Songwriter und ebenfalls dem Bedroom Pop zugerechneten Musiker Gus Dapperton. Herausgekommen ist eine großartige Popnummer, die sich in unseren Kopf bohrt um darin die nächsten Wochen für einen Dauerohrwurm zu sorgen.

Gorgon City feat. Drama - Nobody

Gorgon City – Schalten einen Gang runter

Gorgon City haben in den vergangenen Jahren mit den verschiedensten Künstlern zusammengearbeitet – von, bis dahin völlig Unbekannte, sowie auch bekannten Größen. Herausgekommen sind Housetracks, die sich vor allem durch markante Basslines und die Featuring-Acts – zusammensetzten. Ob mit Here For YouUnmissableGo All NightSaving My LifeAll Four WallsDelicious oder Go Slow – immer sind es große Stimmen, unter die das Produzenten-Duo ihre Housebeats legt. Schafften Gorgon City mit ihrem Debütalbum Sirens (2014) den direkten Einstieg in die Top-10 der britischen Albumcharts, konnte sich ihr Nachfolger Escape (2018) immerhin noch in den Top-50 platzieren.

Nun arbeiten Kye Gibbon und Matt Robson-Scott an ihrem dritten Album und nutzen die Social Distance-Zeit, um ihren dritten Longplayer schneller zu beenden. Sind nach Escape bereits 5 weitere Songs als Stand-Alone-Singles veröffentlicht worden, darf angenommen werden, dass diese Veröffentlichungen es wohl nicht auf das neue Album schaffen werden. Anders sieht es bei dem nun veröffentlichten Song Nobody aus, der zusammen mit dem Chicagoer Electro-Duo DRAMA aufgenommen wurde.

DRAMA bestehen aus dem Produzenten Ne’el Shehade und der Sängerin Via Rosa die Musik machen, die sich aus einem Mix aus Electro, Soul & R&B zusammensetzt und immer auch einen melancholischen Touch besitzt. Davon begeistert, waren Gorgon City schon länger Fans des Duos – überzeugten sie doch Gibbons bei einem Konzert während eines Aufenthalts in Chicago. Dieser fragte bei dem Duo an und so verabredeten sich für eine Studiosession.

Herausgekommen ist Nobody, ein Song, der sich – im Vergleich zu den Songs zuvor – deutlicher zurücknimmt und durch einen melancholischen Vibe geprägt wird. Für dieses Gefühl dürfte DRAMA hauptverantwortlich sein, fühlt sich das Duo doch tendenziell in diesem musikalischen Umfeld wohl. In dem dazugehörigen Musikvideo interpretieren die Briten den Klassiker West Side Story neu und geben mit Street Art Performances von lokalen Chicagoer Street Dance Gruppen eine moderne Auflage des Musicals wieder. Nobody bleibt trotz der zurückhaltenderen Beats ein absoluter Dancehit und wird seine Kreise einmal mehr durch die Clubs von Ibiza über London bis nach Berlin ziehen.

Empress Of - Give Me Another Chance

Empress Of – Pulsierend frischer Sommersound

Höher, weiter, schneller, das ist im Popgeschäft oftmals die Devise um erfolgreich zu sein. Ob ausufernde 6-Minuten Songs oder quietschend-schnelle Beats – den Ton gibt an – wer sich oben hält. Allerdings gibt es auch die andere Seite; auf der Bands und Künstler mit Hilfe kleiner Labels zu wahren Indiestars avancieren. Genau so ein Fall ist auch die US-Amerikanische Musikerin Empress Of. Hinter der selbsternannten Kaiserin steckt die 29-jährige Sängerin und Produzentin Lorely Rodriguez, die mit ihren honduranischen Eltern nach Los Angeles zog. Auch eine Zeit lang in New York lebend stellte sie in den vergangenen Jahren die beiden Alben Me (2015) und Us (2018) vor. Nun ist es Zeit für das dritte Album – und so erscheint mit I’m Your Empress Of am morgigen 3. April auch ihr drittes Studioalbum zum streamen und downloaden. Darauf enthalten ist die Singleauskopplung Give Me Another Chance, die mit einem pulsierenden Beat – der an heiße Sommernächte erinnert – überzeugt. Hier hören wir nicht nur die betörenden, erotischen Elektrobeats, sondern auch Perkussions und Synthesizersounds, die im Einklang mit Empress Of’s klarer Stimme stehen. Dass sie auf ihrem neuen Album nicht um den heißen Brei herumredet, zeigt sich auch anhand der Songliste – sind doch nur vier der zwölf Songs länger als drei Minuten. Mit Give Me Another Chance hat Empress Of eine wahre Soundbombe produziert, die uns noch lange begleiten wird.

Duck Sauce - Captain Duck

Duck Sauce – Neue Discobombe

Das Projekt Duck Sauce war von Beginn an als Hit konzipiert gewesen. Schaut man sich an, wer hinter Duck Sauce steckt, wird schnell klar warum. Denn hinter dem New Yorker Duo stecken Armand Van Helden und der Kanadier A-Trak die 2010 und damit nur ein Jahr nach Start des Projektes mit Barbra Streisand einen internationalen Hit vermelden konnten. Für Barbra Streisand ging es in elf Ländern auf Platz 1 und weiteren 14 Ländern in die Top-10. Dass sich Barbra Streisand eines Samples aus den 70er Jahren bedient, war lange bekannt. Dass Boney M’s Gotta Go Home allerdings selbst ein Sample dieser einzigartigen Komposition benutzt, nicht. Denn hier bediente sich Frank Farian – der als Produzent hinter Boney M steckte – beim 1973er Original Hallo Bimmelbahn von Nighttrain. Zurück zu Duck Sauce folgte nach Barbra Streisand mit Big Bad Wolf noch ein Radiohit – jedoch blieben die Chartplatzierungen aus. Nun – zehn Jahre nach Barbra Streisand – sind Duck Sauce mit einer neuen Discobombe zurück und zeigen auf Captain Duck, dass die Liebe zu den ganz großen Clubhits noch immer in den beiden DJs steckt. Abermals nutzen Van Helden und A-Trak auf Captain Duck ein Sample und bedienen sich hierfür bei dem dem Song Wot des britischen Musikers Captain Sensible aus dem Jahr 1982. Dieser weist wiederum starke Ähnlichkeit zu Rapper’s Delight von der Sugarhill Gang auf, der wiederum ein Sample des Chic Klassikers Good Times besitzt. Ihr seht, Duck Sauce haben sich also von den besten Discoklassikern inspirieren lassen und damit eine Nummer produziert, die auf jeder Tanzfläche funktionieren wird. Ob Captain Duck es damit auch in die Charts schaffen wird, werden wir in den kommenden Wochen sehen. Nun bringt uns Captain Duck erst einmal durch die Social-Distance-Zeit und lässt uns auf den Tischen tanzen. Und wenn wir uns die Freunde via Videochat ins Haus holen, tanzen wir auch nicht alleine.

Yaeji - What We Drew

Yaeji – Ein Hoch auf die Zwiebel

Mit ihrem einzigartigen Elektrosound hat Kathy Yaeji Lee – schlicht als Yaeji bekannt – von Brooklyn, New York aus zu erst die dortige Clubszene und schließlich auch weltweit die Clubs zum brodeln gebracht. Ihr unkonventioneller Sound mit verspielten Sounds aus südkoreanischen Elementen mischt die 26-Jährige gekonnt mit modernen westlichen House-Elementen. Nun hat Yaeji – nach der erst kürzlich erfolgten Veröffentlichung von Waking Up Down – eine weitere Single online gestellt. Das dazugehörige Musikvideo zeigt Yaeji zusammen mit ihrem Großvater, der mit ihr ein paar Fotos schießt und sich als Blogger präsentiert. Auch erhalten wir einen amüsant, verdrehten Eindruck von Yaejis Vorliebe zu Zwiebeln und sehen Freunde aus Yaejis Leben, die immer wieder in Nebensätzen an ältere Songs der in New York lebenden Musikerin angelehnt sind. So hören wir auf What We Drew 우리가 그려왔던 einen verträumten Elektrosound, der sich mit einfachen Beats und einem hauchenden Gesang Yaejis wabernd durch den Raum bewegt. Und auch hier rezitiert Yaeji aus ihrem Hit One More – der mittlerweile über 1 Million Klicks auf Youtube zählt. Trotz der neuen Veröffentlichung ist weiterhin kein Album in Sicht und kommt damit die Frage auf, ob Yaeji vielleicht einfach keine Künstlerin für das Konzept Album ist. Denn mit dem gleichnamigen Mixtape What We Drew 우리가 그려왔던, welches Yaeji diesen Freitag veröffentlichen wird, versammelt sie musikalische Ausschnitte ihres Lebens, als ein Album mit einem konzeptionellen Faden. Solange sie weiter solche wunderbar verspielten Elektrosongs veröffentlicht, reicht das aber auch völlig aus.

Major Lazer feat. Marcus Mumford - Lay Your Head On Me

Major Lazer feat. Marcus Mumford – Dance trifft auf Folk

Es ist eine Kombination, die sich keiner hätte vorstellen können. Sind Major Lazer mit ihren Dance-Anthems Watch Out For ThisLean On und Cold Water für drei der prägendsten Partyhits der 2010er Jahre bekannt – hat es das jamaikanisch/US-Amerikanische Trio um den Produzenten Diplo mit einem Mix aus Reggae, Dancehall und House geschafft, weltweit an die Spitze der Charts zu kommen. Nun stehen sie vor der Veröffentlichung ihres vierten Studioalbums Lazerism und haben seit Mai 2019 bereits drei Singles daraus veröffentlicht. Ihre neuste Veröffentlichung Lay Your Head On Me sorgt dann allerdings doch für eine Überraschung – denn als Gastsänger ist kein Geringerer, als der Mumford & Sons-Frontmann Marcus Mumford mit von der Partie. Dieser hatte sich mit seiner Folk-Band innerhalb der letzten zehn Jahre zu einer der erfolg- und einflussreichsten britischen Bands entwickelt und gewann 2013 zwei Grammys für Best Album (Babel) und Best Music Film (Big Easy Express). Zuletzt hatte Marcus Mumford allerdings angekündigt – während die Band eine Pause einlegt – verstärkt mit anderen Songwritern und Musikern zusammenzuarbeiten. Herausgekommen ist als Erstes die völlig heruntergefahrene Interpretation des Gerry & The Pacemaker-Klassikers You’ll Never Walk Alone. Gleichzeitig haben nun Major Lazer mit ihrer neuesten Singleauskopplung Lay Your Head On Me und Marcus Mumfords rauchigem Gesang einen wahren Genre-Hybriden geschaffen. Denn sowohl Major Lazer, als auch Marcus Mumford bleiben darauf ihren musikalischen Wurzeln treu und könnten auf Lay Your Head On Me auch unabhängig voneinander existieren. Mumfords ruhiger Gesang und die verspielten Beats Major Lazers lassen den Song leicht und unbeschwert klingen und dürften für einen enormen Push an Aufmerksamkeit sorgen. Auf Lay Your Head On Me verrät weder Marcus Mumford seine Wurzeln, noch tun es Major Lazer und klingen dabei frisch und überraschend.

Yates - Digital Karma

Yates – Wer hat an der Uhr gedreht?!

Heute beginnt die Sommerzeit. Grund genug also, alle unsere analogen Uhren um eine Stunde nach vorne zu stellen. Benjamin Jacob Yates – kurz Yates – hat allerdings bereits am vergangenen Freitag an der Uhr gedreht und diese nicht nur eine Stunde verstellt, sondern gleich einmal 40 Jahre zurückgedreht. Denn auf Yates‘ neuer Single Digital Karma hören wir die puren 80er Jahre Sounds von Synthies über pochende Basslines, bis zu Yates eloquenten Gesang. Digital Karma ist nicht etwa an die 80er Jahre angelehnt, sondern reiht sich musikalisch wunderbar zwischen Kraftwerks Das Model oder Gary Numans Cars ein und funktioniert dabei völlig aus der Zeit gefallen. Zusätzlich hat Yates für das Musikvideo mit David Hayes zusammengearbeitet. Hayes, der aus Berkhamsted in Hertfordshire – nördlich von London – kommt, ist ein Spezialist in Sachen analoger Musikvideos und zeigt auf Digital Karma wie stark auch er von den 80er Jahre geprägt wurde und hier mit einfließen lässt. Mit Digital Karma hören wir die erste Auskopplung aus Yates kommender EP 0/1, für die bisher noch kein Veröffentlichungsdatum bekannt ist. Schauen wir uns seine beiden EP’s Mercury (2016) und Holiday Apartment (2018) an, dürfen wir allerdings davon ausgehen, dass die weiteren Songs auf 0/1 ebenfalls thematisch zueinander passen werden – was bedeutet – dass uns der großartige 80er-Jahre-Vibe von Digital Karma auch auf den übrigen Songs der EP begleiten wird.

Zola Blood – Satter Elektrobeat mit Tiefe

Es ist nun schon wieder drei Jahre her, dass das britische Quartett Zola Blood mit dem Debütalbum Infinite Games zum festen Bestandteil der Londoner Elektroszene geworden sind. Mit einem Mix aus Techno, Dream-Pop lastige Chants und typischen Elementen von House und Ambient lassen die Jungs um Frontsänger Matt West nichts anbrennen. Nun bereiten uns die Jungs mit einem neuen Song, auf die – am 22. Mai erscheinende – EP Two Hearts vor. Beginnt die gleichnamige Leadsingle Two Hearts mit einem anschwellenden Rauschen, welches an Loud Places von Jamie XX erinnert, geht der Song in einer Synthiewolke voller zuckender 80er-Jahre Beats auf. Als roter Faden zieht sich das Thema Zeit und wie wir mit ihr umgehen durch die EP. Dabei bedienen sich Zola Blood auf ihren Coverbildern zu Two Hearts der traditionellen japanischen Kitsungi, bei der man zerbrochenes Porzellan mit Hilfe von Gold wieder zusammensetzt. Gleichzeitig kommt der Band die philosophische Frage auf, ob wir Dinge nur dann schätzen, wenn sie unversehrt bleiben und wir ihnen dadurch aber auch die Möglichkeit nehmen, sich zu Wandeln? Diese Komplexität verbinden Zola Blood auf Two Hearts gleich in zweierlei Hinsicht äußerst interessant. Denn zum einen klingt Two Hearts derbe und rau – vorrangig durch sein Soundbett und zum anderen fügt sich Wests Stimme so wunderbar in die Produktion ein, dass man das Verschmelzen dieser beiden Elemente förmlich vor seinem Auge zu sehen scheint. Two Hearts ist die Schnittstelle zwischen Club und Homeparty, zwischen Einsamkeit und Gemeinschaft und zwischen Trauer und Euphorie und könnte zum festen Begleiter in die Tiefen der Nacht werden.

Biffy Clyro - Instant History

Biffy Clyro – Veröffentlichen das Abwegigste

Es ist ein bewusster Bruch, den die Schotten von Biffy Clyro auf der Leadsingle Instant History begehen. Denn mit dem Wissen um die ebenfalls veröffentlichte, zweite Single End Of hört sich Instant History so weich und poppig an, wie man es von den Rockern sonst nicht gewohnt ist. Doch gleichwohl klingt auch End Of deutlich rauer, als das, was man sonst an Veröffentlichungen der Band kennt. Zeitweise erinnert dieser Song viel mehr an die Kanadier von Billy Talent. Doch zurück zu Instant History – das sich durch ein verträumtes Intro, bis hin zu Simon Neils kräftige Stimme aufbaut und schließlich im choralen Refrain aufgeht. Es ist der Song, der sich musikalisch am weitesten entfernt vom kommenden Album befindet und wurde gerade deshalb zur Leadsingle. Denn hier haben Biffy Clyro den größten und knalligsten Pop-Moment ihrer musikalischen Laufbahn veröffentlicht, wie Neil hinzufügt. Für die Veröffentlichung ihres achtes Studioalbum A Celebration of Endings war ursprünglich der 15. Mai angesetzt. Doch auch hier greift die weltweite Pandemie um das Corona-Virus immer weiter in den Alltag ein. So hat die Band gestern entschieden, die Veröffentlichung auf den 14. August zu verschieben, da sie hier eine größere Chance sieht, das Album mit der dazugehörigen Tour zu unterstreichen und auf Promo-Tour gehen können. Als Kommentar fügt Neil schließlich hinzu, dass es in dem Song darum geht, aus Fehlern zu lernen. Doch vielmehr passt ein Randsatz zu der allgegenwärtigen Situation und lässt Instant History damit noch viel deutlicher hervorstechen: Lasst uns ohne Angst an die Sache herangehen.