Und das ist wörtlich zu nehmen. Denn während sich Duke Dumont mit RY X einen äußerst renommierten Musiker dazu geholt hat, ist erstmalig auch ein Künstler an einer Songveröffentlichung des britischen DJs und Produzenten beteiligt, der nicht aus Großbritannien oder den USA kommt. Gleichzeitig ist Ry Cuming – wie RY X bürgerlich heißt kommerziell vor allem in mitteleuropäischen Ländern wie Frankreich, Deutschland, Belgien und den Niederlanden erfolgreich, aber nicht in Großbritannien oder den USA. Damit zeigt Adam George Dyment – alias Duke Dumont – einmal mehr, wie viel ihm daran liegt, mit zumeist unbekannten Künstlern zusammenzuarbeiten. RY X lebte längere Zeit in Berlin und hatte hier zusammen mit Frank Wiedemann – vom Elektroduo Âme – das Deep House Projekt Howling ins Leben gerufen. Mit dieser Erfahrung aus dem Bereich der elektronischen Musik hat der australische Musiker einen nicht unbedeutenden Anteil am Sound des nun veröffentlichten Songs. Dabei überzeugt Let Me Go durch seine zwei Gesichter. Denn sind es nicht nur die Gesichter der beiden Musiker, die hinter dem Song stecken, hat auch Let Me Go eine klare Linie, die sich in zwei Teile trennen lässt. Besteht der vordere Teil des Songs aus einer sphärischen Pianoballade, die RY X‘ klare Stimme wunderbar hervorhebt und in einer choralen Bridge aufgehen lässt, setzen ab der Mitte die ersten vibrierenden Synthies ein die sich schließlich in einem schnellen elektronischen Beat verlieren. Spätestens jetzt wird der 6-Minütige Song plötzlich zu einer ekstatischen Clubhymne, bei der man sich sicher sein kann, dass man sich auf der Tanzfläche verlieren wird. Let Me Go ist so vielschichtig, wie treibend und hat ein enormes Suchtpotential.Mit seinen 6:06 Minuten ist Let Me Go der längste Song auf seinem Debütalbum Duality, welches der Brite am 17. April veröffentlichen wird.
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