Haevn – Kino trifft Sommer

Das niederländische Duo Haevn hat bereits einige Veröffentlichungen hinter sich, ehe vor zwei Wochen endlich ihr langerwartete Debütalbum Eyes Closed das Licht der Welt erblickte. Darauf enthalten sind alle bisher veröffentlichten Singles Where the Heart IsBright LightsFinding Out MoreFortitude und die aktuelle Single Back In The Water. Damit ist das Album voller cineastischer Songs, die einem Soundtrack entstammen könnten. Nicht von ungefähr kommt diese Assoziation – besteht das Duo doch aus einem Singer/Songwriter und einem Filmmusikkomponisten. Mit Back In The Water veröffentlichen Haevn nun allerdings eine Remix Version des irischen Produzenten und Remixers Mark McCabe offiziell. McCabe war bereits 2016 als Remixer des Gavin James‘ Songs Nervous beteiligt und bringt mit seiner Version des Haevn-Songs nun etwas Summer-Feeling in die Produktion. Dabei klingt Back In The Water immer noch nach Haevn, hat aber zusätzlich die Leichtigkeit der aktuellen EDM-Trends im Gepäck.

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Felix Räuber – Konzertkritik

Wenn ein Mensch einem Anderen die Worte zuwirft Schön, dass du die Zeit findest, deine Aufmerksamkeit meiner Musik zu schenken. Ich würde dir gerne ein paar Worte dazu erzählen. Dann möchte er wirklich etwas teilen. Dass dieser Mensch, der an diesem Abend auf der Bühne steht, eine ganze Menge zu teilen und mitzuteilen hat, liegt an seiner Vergangenheit und wie er seine Gegenwart und Zukunft gestaltet.

Es ist Mittwoch, der 23. Mai 2018 und im Berliner ACUD läuft Felix Räuber mit Wunderkerzen in der einen und einem Kassettenrekorder in der anderen Hand, durch das Publikum zur Bühne. Es ist der Beginn seiner Geschichte. Nach dem herausragenden Erfolg mit der Band Polarkreis 18, kam es 2012 zum Bruch. Was folgte, waren diverse Projekte in Chören oder dem Pop-Duo Zwei von Millionen. Hiebei nagte bei Räuber die Unzufriedenheit immer deutlicher und die Frage kam auf, ob er als Künstler überhaupt noch arbeiten könne.

Mit seiner, am heutigen Freitag erscheinenden EP Wall beweist Räuber eindrucksvoll, wie relevant er noch ist. Denn ähnlich wie das gleichnamige Polarkreis-18-Album aus 2007, ist die EP voller Vielfalt, Mut und Experimentierfreudigkeit. Über 14 Songs und 75 Minuten nahm Räuber das Publikum in diesem intimen Umfeld mit in eine Welt, die sich nicht im Hier abzuspielen schien. Über drei Interludes präsentierte der, mittlerweile in Berlin lebende, Sänger Songs, die selbst auf der Wall EP noch nicht zu finden sind. Zwischen massiven Basslines, Pianostücken, Falsettstimme und Rock, bot Räuber eine Palette, die den verschiedensten Emotionen des Menschen ähneln. Dabei gelang Räuber der Spagat zwischen penibler Perfektion und charmanten Verlieren-im-Sound. Nicht von ungefähr kommt die Perfektion, die er bereits zu Zeiten der Band Polarkreis 18 besaß.

Es sollte alles stimmen, zu wichtig war es Räuber seine Songs so zu präsentieren, wie er sie einst im Kopf hatte. So war er an diesem Abend nicht nur als Sänger und am Keyboard aktiv, sondern gleichzeitig auch immer wieder Dirigent. Als charmanten Höhepunkt, kam es bei er Performance von Wall zu einem Abbruch und Neustart des Liedes, sowie einem zweiten Abbruch und der Wiederaufnahme. Sinngemäß kommentierend, dass es Hits geben soll, bei denen immer etwas schief geht, arbeitete sich Räuber dabei so professionell durch, dass am Ende genau dieser Moment die Einzigartigkeit der intimen Record-Release Show ausmachte.

Kam es erst wenige Tage vor dem Konzert zu der Entscheidung, die beiden Orchesterspieler mit auf die Bühne zu nehmen, zahlte sich die musikalische Vielfalt vollends aus. Schließlich begleiteten sie fast jedes Lied an diesem Abend. Dass sich Räuber hier – im allerbesten Sinne – immer wieder in seiner Musik verlor, sprach nur für die Vielschichtigkeit und übertrug sich auf das Publikum. Dabei wankten Menschen, mit geschlossenen Augen wohlwollend zum Sound und ließen ihre ganz eigenen Erinnerungen Teil des Songs werden.

Mit dem herausragenden Wall-Remix vom deutschen Musiker Geistha, der bisher leider nirgendwo zu finden ist und dem Après Minuit hat sich Räuber mit letzterem Song sogar einen kleinen Die-Fabelhafte-Welt-Der-Amelie-Moment gezaubert. Denn hier hatte er sich für den Auftritt, den ebenfalls aus Berlin kommenden Musiker und Produzenten Schlindwein mit ins Boot geholt. Ebenso dabei war zum Schluß des Konzertes eine Coverversionen des Scott Mathew Songs Effigy, den Räuber völlig auslebte. Dabei griff er sich schließlich das  Kassettenradio und lief mit der Textpassage Find my way home abermals durch das Publikum, um den Raum schließlich zu verlassen.

Mit Wall beginne ich nun eine Reise, die noch viele spontane Momente hervorbringen wird, darauf kann ich endlich wieder vertrauen. Ich freue mich, dir auf diesem Weg zu begegnen erwidert Räuber schließlich am Ende seines EP-Booklettextes. man merkt in jedem Moment, dass Räuber hierbei unglaublich viel Herz und Energie hineingesteckt hat.

Zuletzt auf einem Konzert von Polarkreis 18 im Jahr März 2009 live gesehen, ist Räuber nicht nur erwachsener geworden, sondern präsentiert sich auch angekommen und selbstsicher. Und so endet der Abend schließlich darin, dass man – förmlich überrumpelt von der Frage was man sich in die gerade erworbene EP notieren lassen möchte – keine Antwort parat hat und somit ein schlichtes aber charmantes Liebe Grüße von Felix Räuber zu lesen bekommt. Räuber ist damit mit seiner Wall EP zurück und stärker denn je.

Parcels – 70’s-Funk und Disco-Lo-Fi

Sie kommen aus Australien und leben aktuell in Berlin – was bietet sich da besseres an, als Musik zu machen. Dabei kann die 2014 gegründete Band bereits auf bewegende vier Jahre zurückblicken. Hatte alles im kleinen Byron Bay in Australien angefangen, scheint der Ort der Nährboden für Musiker zu sein, kommen doch aus dem nicht einmal 5.000 Einwohnern fassenden Ort die Metalcore-Band Parkway Drive, die Indie-Band The Jezabels und der Komponist Andy Holm. Bei dieser Dichte kennt wohl jeder jeden. Da ist es nur zu verständlich, als Band das Weite zu suchen und sich in einer Stadt einzunisten, in der Musik an oberster Stelle steht. Von Berlin aus äußerst erfolgreich haben Parcels – die aus den fünf Jungs Jules Crommelin, Noah Hill, Louie Swain, Anatole Secret und Patrick Hetherington besteht – bereits drei EP’s veröffentlicht und mit der 2017er Single Overnight sogar Daft Punk, als Produzenten, für sich gewinnen können. Nun sind sie mit der neuen Single Tieduprightnow wieder da und beweisen, dass sie von all dem Rummel nicht genug bekommen können. Dass sie ihre Musik selber als Elektro-Pop bezeichnen, kommt dem gesamten Werk noch nicht einmal annähernd nahe. Denn Tieduprightnow ist eine wunderbare 70’s-Funk-Disco-Lo-Fi-Nummer, die an Daft Punkt erinnert und die Synthies genau an der richtigen Stelle benutzt. Parcels haben mit Tieduprightnow eine passende und sympathische Nummer geschaffen, die wie gemacht für den Sommer ist.

Kovacs – Mit mehr Groove durch das zweite Album

Mit ihrem Debütalbum Shades Of Black gelang es der niederländischen Sängerin Kovacs 2014 direkt auf Platz 1 der niederländischen und Platz 8 der deutschen Albumcharts einzusteigen. Ihre Mischung aus rauchig, kratziger Stimme, dem Auftreten einer zierlichen Frau und dem James Bond’schen Klang der Singles My Love und 50 Shades Of Black brachte ihr vor vier Jahren von Berlin bis Amsterdam viel Aufmerksamkeit ein. Ihr zweites Album jedoch ließ länger auf sich warten als geplant. Hatte sie das Debütalbum mit dem Produzenten Oscar Holleman realisiert – der sich für Produktionen für Within Temptation, Ayreon und Krezip verantwortlich zeichnet – zog der sich mitten im Prozess des zweiten Albums plötzlich zurück und nahm die Band, die Kovacs seit dem Debüt begleitete mit. Mit diesem Gefühl, wieder komplett alleine dazustehen und von vorne beginnen zu müssen, wandte sich Kovacs an den britischen Produzenten Liam Howe, der nicht nur bereits mit Adele, Lana Del Rey und FKA Twigs zusammengearbeitete hat, sondern Kovacs auch die Freiheit gab, sich wieder selbst zu finden, um den Sound zu realisieren, den sie nun auf ihrer neuen Single Black Spider präsentiert. Dabei ist das Gefühl, einen James Bond-Soundtrack zu hören verschwunden – hin zu einem deutlich poppigeren und groovigeren Sound, der sich unweigerlich im Körper festsetzt. Schneller und mit vielen peripheren Instrumenten, wie Saxophon, Trompeten und Geigen klingt Black Spider ungewöhnlich offen und befreiend. Kovacs scheint sich in ihrem neuen Sound wohlzufühlen und begeistert mit sehr viel Frische.

Ben Khan – Das Ziel und 2000 Angels vor Augen

Der britische Produzent und Musiker Ben Khan ist eine Art Geist in der britischen Musiklandschaft. Denn seit geraumer Zeit geistern Songs wie SavageEdenDrive (Part I) und Youth durch das Internet und erzeugen eine natürliche Neugier, wer hinter diesen geheimnisvoll, poppigen Elektroklängen steckt. Sind diese Songs bereits mehr als drei Jahre alt, flaute diese Interesse nur sehr langsam ab. Nun ist Ben Khan mit der neuen Single 2000 Angels zurück und kündigt damit endlich sein lang erwartetes Debütalbum an. Noch hat es keinen Namen, soll aber diesen Sommer rauskommen und zeigen, dass Khan anders ist, als die Musiker, die 0815-Songs schreiben. Sein selbst gestecktes Ziel ist, die Menschen zu erreichen, die eher als Passivhörer neben dem Radio sitzen. Denn hier ergibt sich für den Londoner Musiker eine ganz eigene Motivation. In früheren Interviews einmal auf die Hitschmieden der großen Plattenlabel angesprochen, kommentierte er, dass er nur einen Hit anhören und ihn in seine Einzelteile zerlegen müsse, um daraus einen neuen Hit produzieren zu können. Was sich anhört, wie die eigene Überschätzung, zeigt in seinen Songs, dass diese nur gerechtfertigt ist. Denn Khans neue Single 2000 Angels klingt nach einem Science-Fiction-Soundtrack, der in Filmen wie Lucy und Ghost In The Shell zum Einsatz kommen könnte. Wabernde Synthies treffen auf hypnotisierenden R&B und einen mystischen Vibe. Dabei erinnert der Song entfernt an den Sound von Miike Snow, die ebenfalls mit diesem Zusammenspiel ausnahmslos positive Kritiken erhalten. Auf 2000 Angels setzt Khan die eigene Messlatte nochmals ein Stück höher und hat damit den perfekten Teaser für das bevorstehende Album veröffentlicht.

Paul Kalkbrenner – This city is yours

Nicht viele Techno-Produzenten können Charterfolge ihr Eigen nennen. Anders sieht es beim Berliner DJ und Produzenten Paul Kalkbrenner aus. Denn sowohl sein 2011er Album Ecke Wieder, als auch Guten Tag (2012) und 7 (2015) haben es nicht nur in die Charts geschafft, sondern landeten – in Reihenfolge – sogar auf Platz 2, 5 und 1 der Albumcharts. Dass der Erfolg daher nicht mehr nur von den Lorbeeren des Berlin Calling Soundtracks stammen kann, sollte nun auch bis in die letzte Ecke des Clubs vorgedrungen sein. Vielmehr ist Kalkbrenner eine stetige Party- und Aufbruchstimmung zu entlocken, die er mit so viel Energie, Enthusiasmus und Freude zelebriert, dass selbst in den entlegensten Winkeln der Clublandschaft ein Grinsen im Gesicht entsteht – wird gerade ein Kalkbrenner Song gespielt. Mit viel Euphorie wagt sich der Berliner nun an sein neues Album Parts Of Life, welches Kalkbrenner als sein bisher persönlichstes Album beschreibt, und hat mit Part Eight einen Song veröffentlicht, der Rave neues Leben einhaucht. Mit schnellen und frickeligen Beats lässt Kalkbrenner dabei die Berlin Calling Zeit nicht aus und erschafft eine Soundästhetik, die wie geschaffen für das Gefühl der Loveparade ist. Dieses Moment, einen Tag in Berlin mit Millionen Anderen zu feiern, ungebremst Spaß zu haben und sich einfach einem Gefühl von Freiheit hinzugeben, deckt Part Eight vollends ab und erzeugt einfach nur gute Laune. Mit Part Eight veröffentlicht Paul Kalkbrenner bereits seine zweite Singleauskopplung aus dem bevorstehenden Album und wird dem Erfolg von damit in nichts nachstehen.

Shallou – Entspannter Frühlingssound

Joe Boston kommt aus Chicago und ist nicht nur als Umweltschützer, sondern auch als Sänger – aber vor allem als Produzent aktiv. Seit nunmehr vier Jahren veröffentlicht der US-Amerikaner Songs via seiner SoundCloud-Seite und hat damit bereits mehr als 10 Millionen Klicks erhalten. Mit seiner, im Mai 2017 veröffentlichten, EP All Becomes Okay schaffte er erstmals den Charteintritt in die US-Dancecharts und landete mit Begins auf Platz 43. Mit seiner neuen Ep Souls, die genau ein Jahr nach All Becomes Okay am 27. April 2018 veröffentlicht wird, hebt Shallou – wie sich Joe Boston nennt – seinen Sound auf ein neues Level. Mit entspanntem House und einem Pop-affinen Sound wird Shallou massentauglich – ohne sich wirklich verändern zu müssen. Was vor Jahren noch Nischenmusik war, ist heute in der breiten Masse angekommen. Vielleicht passt Shallou mit seiner EP Souls und dem Song You And Me gerade deshalb so gut rein. Perfekt, um die ersten wärmenden Sonnenstrahlen zu genießen, bereitet uns You And Me auf Glücksgefühle und Spaß im Freien vor. Wer kann da schon nein sagen?!

Die Fantastischen Vier feat. Clueso – Ironie hoch 5

Seit fast 30 Jahren sind die Fantastischen Vier eine feste Instanz in der deutschen Musiklandschaft. Nur ein Drittel kürzer ist der Erfurter Clueso dabei und in den letzten Jahren äußerst erfolgreich mit seinen Alben. Bisher mit Einfach Sein (2007) erst eine einzige Kollaboration eingegangen, folgt nun abermals der Ausflug, einen Gastsänger auf einem Song zu präsentieren. Dass Clueso dabei die perfekte Wahl ist, zeigt alleine schon die Art der Band und des Sängers, Lieder zu singen – beide kommen aus dem Hip-Hop-Bereich. Auch gemein haben beide Acts, dass sie in den Jahren immer weiter zum Pop übergegangen sind und sich hierbei nochmals richtig ausleben konnten und immer noch können. Auf Zusammen singen die Fantastischen Vier und Clueso darüber, dass man sich manchmal zusammenfinden muss, um stark zu sein. Dass dabei das Musikvideo eine ganz andere Sprache spricht, liegt in der Natur der Fantastischen Vier. Hier zeigen sie – und vor allem Michi Beck – ihre uneingeschränkte Abneigung gegenüber des „Neulings“. Bär Läsker tritt dabei als ideengebender Produzent auf und merkt schließlich, dass die Idee nicht das wahre war. Mit einem Augenzwinkern sind diese siebeneinhalb Minuten fast schon Kurzfilmniveau. Dazu kommt der, direkt ins Ohr gehende Beat, der sich modern und sehr radiotauglich gibt. Mit Zusammen sind die Fantastischen Vier einmal mehr mit einer starken Popnummer zurück und haben mit Clueso die beste Verstärkung im Gepäck, die es aktuell gibt.

Xavier Rudd – Auf in eine neue Welt

Als Singer/Songwriter und Multiinstrumentalist ist der Australier Xavier Rudd in den letzten Jahren zu einem der größten Geheimtipps geworden. Denn oftmals sitzt er barfuß und umgeben von Perkussion, Trommeln und anderen Instrumenten auf der Bühne, um seinen akustischen Sound zu präsentieren. Mit dem Remix von Follow The Sun hatte er hier bereits vor vier Jahren ein Ausrufezeichen gesetzt. Doch was jetzt auf uns zukommt ist größer – viel größer. Und so veröffentlicht Xavier Rudd im Mai sein nunmehr neuntes Album, welches er passender Weise Storm Boy betitelt hat und arbeitete hier erstmals mit einem Produzenten zusammen. Da der Sound allerdings nicht beliebig klingen sollte, hat er sich mit Chris Bond einen Produzenten ausgesucht, der bereits für Ben Howard und Justin Nozukas Alben verantwortlich war. Genau diesen Sound präsentiert Rudd jetzt mit seiner ersten Singleauskopplung Walk Away, die nicht mehr klein denkt. Da kommen große Momente mit Trommeln und Gitarren genauso vor, wie ein elektronischer Beat, der Rudd allerdings niemals die Show stiehlt. Walk Away lehnt sich an Hymnen à la Dario Gs Sunchyme an und behält sich den akustischen Songwriter-Stil, den Rudd über die letzten Jahre so beliebt werden lassen hat, mit einem neuen, modernen Anstrich, der viele neue Fans dazukommen lassen wird.

Fritz Kalkbrenner – Im Zyklus bleiben

Die Zahl 2 steht für Ausgeglichenheit, für Kontinuität und im Falle Fritz Kalkbrenners für ein neues Album. Denn seitdem der Berliner 2010 mit Here Today, Gone Tomorrow sein Debütalbum rausgebracht hat, folgten im Zweijahresrhythmus Sick Travellin‘, Ways Over Water und Grand Départ. Wurde letzteres Album 2016 veröffentlicht, ist es 2018 also wieder Zeit für neue Musik. Und damit wir nicht zu weit in das Jahr hinein warten müssen, schenkt uns Kalkbrenner mit Lose und dem heute veröffentlichten Album Drown gleich zu Beginn des Jahres seine Musik. Hörten wir Kalkbrenner auf den letzten Alben deutlich öfter auch selbst singen, ist Lose und das neue Album gänzlich instrumental. Dabei erinnert er sich an die Anfangszeit seiner Musikerkarriere und lässt den Berlin-House der 2000er neu aufflammen. Schnell aber nie hektisch klingt Lose und bleibt dabei frisch und modern. Hier versprüht Kalkbrenner einen Hauch von nostalgischer Berlin-Energie, die zuletzt an der Vielzahl von Musikern dieses Genres verloren zu gehen schien. Dabei zeigt der Produzent, dass Lokalpatriotismus auch die Welt bedeuten kann.