Kraak & Smaak feat. Izo FitzRoy & Yuksek – Die Clubsaison beginnt

Sweet Time ist das Resultat aus der Zusammenarbeit von drei der angesagtesten Musikacts momentan. Hat sich das niederländische Trio Kraak & Smaak – das aus Wim Plug, Oscar de Jong und Mark Kneppers besteht – für seine aktuelle Single Sweet Time die Londoner Soulstimme Izo FitzRoy geschnappt, steht die Sängerin dem Produzenten-Trio in Sachen Erfolg in nichts nach. Bereits ihr 2017er Debütalbum Skyline hatte mit der BBC und dem kalifornischen KCRW zwei der einflussreichsten TV- und Radiostationen von sich überzeugen können und 2018 mit der EP Say Something nachgelegt. Als Dritter Act im Bunde tritt Pierre-Alexandre Busson – besser bekannt als Yuksek – in Erscheinung und gibt dem ganzen Song mit seinem Remix eine Note von durchfeiernden Nächten und heißen Tagen am Meer. Yuksek tritt seit 18 Jahren als Produzent und Remixer in Erscheinung und hat bereits mehr als 100 Songs, von Künstlern wie Lana Del Rey, Blur, C2C, Empire Of The Sun oder Moby geremixed. Sweet Time ist ein absoluter Monsterhit, der einzig und allein dafür geschaffen wurde, uns auf der Tanzfläche zum ausrasten zu bringen. Manchmal braucht es dafür nur 4 Minuten und 22 Sekunden, um das hinzubekommen.

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Sault - Let Me Go

Sault – Das Mysterium um eine Band

Es ist diese große soulige Stimme, welche die Band Sault gerade hypen lässt. Doch wer sich hinter diesem Pseudonym versteckt, ist bisher nicht ganz klar. Einige Seiten vermuten, dass der britische Produzent und Songwriter Dean Josiah, der auch unter dem Namen Inflo Remixe macht, ein Teil der Band Sault ist. Dieser hat vor allem Songs für Michael Kiwanuka, The Kooks und Jungle produziert und mit Little Simz, The S.L.P. und Tom Odell zusammengearbeitet. Hinter der Stimme wird die Rapperin Melisa Young – alias Kid Sister – vermutet, die vor allem durch ihre Kollaborationen mit Kanye West bekannt wurde. Doch wäre solch soulig, funkige Musik, wie auf der aktuellen Single Let Me Go eine dermaßen große musikalische Veränderung zu dem bisherigen Sound der aus Chicago kommenden Musikerin, dass man dies fast nicht glauben kann. Für Josiah wiederum klingt das ganze dem des Sounds der britischen Band Jungle schon sehr ähnlich und lässt die Vermutung daher recht plausibel erscheinen. Mit dem Debüt 5 ist bereits im Mai dieses Jahres ein ambitioniertes Album erschienen, welches durch Afrobeats, Soul, Funk und Elektro klingt, wie aus einer Parallelwelt. Sault sind so, gerade auch durch Let Me Go, zu einem regelrechten Phänomen gewachsen, welches es weiterhin gilt, zu entdecken.

Sophie And The Giants - The Light

Sophie And The Giants – Große Stimme, großer Sound

Einer der ersten Sätze, die man auf der Homepage des Britischen Quartetts Sophie And The Giants aus Sheffield lesen kann, ist When you’re younger you think you know how the world works… But you fucking don’t. Dieses direkte Selbstbewusstsein strahlt die gerade einmal dem Teenageralter entwachsene Band mit jedem Ton auf ihren Songs aus. Sie selbst beschreiben sich als praktizierende Band von vorwärts guckenden, linksorientierten, emotionalen Pop. Was man sich darunter vorstellen kann, sehen wir seit Jahren bei der Queen des emotionalen Pops – Florence And The Machine. Ohnehin hat die Band sehr viel gemein mit der Florence Welch und ihrer Band. Der Sound, die großen Gefühle und sogar den ähnlichen Aufbau ihres Bandnamens. Für ihre aktuelle Powerballade The Light hat sich die Frontsängerin Sophie Scott ein Thema von der Seele geschrieben, welches sie selbst durchlebt hat und die Kraft, den Mut und das Durchhaltevermögen an die Welt weitergeben will. Ihr ging es auf The Light darum, zu zeigen, dass es am Ende eines Tunnels immer auch wieder Licht gibt. Dabei klingen Sophie And The Giants unglaublich erhaben, voller Kraft und zeigen sich als Newcomer schon fest verankert in großen Pophymnen die uns rausreissen sollen und zum Träumen anregen.

Leftwing:Kody – Wenn jetzt Sommer wär‘

…dann würden wir alle zu diesem Track tanzen. Es ist der perfekte Sommer Open-Air Song, der mit einer satten 90er Jahre Stimmung und hypnotisierend, prägnanten Vocals auftrumpft. Dabei sind Leftwing & Kody zwei DJs, die sich 2012 zusammentaten, nachdem sie bereits seit Ende der 90er Jahre separat Musik produzierten. Mit ihren ersten Songs hatten sie eingeschlagen, wie eine Bombe und bekamen sowohl vom Publikum, als auch von anderen, großen DJs positives Feedback. Mit I Feel It haben sie nun einen Track veröffentlicht, der die Tanzfläche zum rasen und dabei die Energie der beiden DJs zum kochen bringt. Mit einer grandiosen Bassline und den Ohrwurmlyrics ist I Feel It eine der angesagtesten Housetracks aktuell und wird uns sicherlich auch noch den Herbst über begleiten.

Kate Nash - Bad Lieutenant

Kate Nash – Das Chamäleon der britischen Popmusik

Mit ihren vier bisher veröffentlichten Alben hat die britische Sängerin Kate Nash eine Veränderung durchlebt, die der eines Chamäleons gleich kommt – schließlich wechselte sie nicht nur einmal das Genre. War ihr Debütalbum Made Of Bricks 2007 zum absoluten Erfolgsalbum geworden und nicht zuletzt durch die Single Foundation weltweit gefragt, wechselte sie in der Folge vom Indiepop zum Punk und sogar Riot Grrrl. Nun ist die Britin mit einer neuen Single zurück und überrascht wieder einmal mit einer Elektropop-Nummer, die besser nicht hätte klingen können. Mit Bad Lieutenant – den Nash bereits im Juni veröffentlichte – mag es jedoch nicht so ganz zünden. Dies ist vielleicht ihren vorherigen Platten zuzurechnen, war Punk doch nicht gerade der Mainstreamsound, den man sich von der Sängerin vorstellte. Bad Lieutenant hingegen hat einen wahnsinnig tanzbaren und einprägsamen Beat und strahlt eine neue Power der Sängerin aus, die sie womöglich in den letzten Jahren durch das schauspielerische Mitwirken in der Netflix-Serie GLOW und ihrer nun veröffentlichten BBC Dokumentation Kate Nash: Underestimate The Girl gesammelt hat. Wer unbeschwerten Elektropop mag, wird Bad Lieutenant lieben und dazu tanzen, als hätte Nash noch nie etwas anderes gemacht.

High Contrast - Going Up

High Contrast – Musik der Kontraste

Er ist ein Künstler der Kontraste. High Contrast – wie sich der Brite Lincoln Barrett als Künstler nennt – bedient mit seinem Musikgenre Drum and Bass nicht nur die Kontraste, sondern hat auch bei seiner wichtigsten Entscheidung die Kontraste an einander gemessen. Mit 17 Jahren hatte der, in der Nähe von Cardiff aufgewachsene, DJ noch die Vision irgendetwas mit Filmen zu machen. Wenig später beeinflusste Barretts Nebenjob ihn so sehr, dass er sich in die elektronischen Musik und im Speziellen dem Drum And Bass verliebte. Daraus ist schließlich eine Produzenten- und DJ-Laufbahn entstanden, die mitlerweile knapp 20 Jahre andauert. Bis heute bringt es Barrett als High Contrast auf sechs Alben, mehrere EPs und Compilations und unzählige Singles, von denen einige es bis in die Top-50 der britischen Singlecharts schafften. Mit seiner neuesten Singleauskopplung Going Up hat der Waliser eine euphorische Jungle- und Drum And Bass Hymne produziert, die energiegeladen und verträumt zugleich klingt. Mit seinen ausbremsenden Klavierparts und den daraufhin einsetzenden schnellen Beats ist Going Up ein wunderbarer Sound zum darin verlieren und auf der Tanzfläche den Moment des Abends zu erleben. Darüber hinaus wird Going Up wohl die Single werden, die das größte Potential hat, eine. großen Charterfolg zu feiern.

Joel Corry - Sorry

Joel Corry – Vom Reality-Star zum britischen Sommersong

Während der Sommer 2019 allmählich seine finalen Runden dreht, stellt sich bei uns schon alles auf Herbst ein. Es wird früher dunkel, die Blätter fallen von den Bäumen und die Songs werden ruhiger. Nicht so bei den Briten, denn die haben zwar ein ähnliches Schicksal, was den Sommer angeht, doch haben sie seit Juli einen ganz eigenen Sommerhit. Den liefert Joel Corry, der Sorry bereits Anfang April veröffentlicht hatte, doch erst im Juli dieses Jahres so richtig zündete. Mit energievollem Tropical House und einer hervorragenden Bassline lässt uns Sorry an die vergangenen Monate zurückdenken – bis uns die warme abendliche Sommerluft wieder um die Nase weht. Corry wiederum, hatte die letzten Monate alles andere, als genug Zeit, um den Sommer zu genießen, denn für ihn geht es gerade steil bergauf. Hatte er 2012 in der zweiten und dritten Staffel des britischen Reality-Formates Geordie Shore mitgewirkt, nutzte er die dadurch gewonnene Popularität, um sich der Musik zu widmen und Songs zu veröffentlichen. Seitdem sind zwölf Songs herausgekommen, denen allerdings allesamt eine Platzierung in den Charts verwehrt geblieben ist. Nun hat Corry mit Sorry endlich den verdienten Erfolg und wurde der Song im Sommer für die TV-Kampagne des britischen Reality-Formates Love Island ausgewählt. Dies gab dem 30-jährigen Briten einen enormen Schub und so schaffte es Sorry bisher bis auf Platz 6 der britischen Singlecharts. Mit Sorry kann der Sommer ruhig noch etwas in die Verlängerung gehen und uns zu warmen Sonnenstrahlen die letzten lauen Nächte genießen lassen.

Duke Dumont feat. Zak Abel - The Power

Duke Dumont feat. Zak Abel – Voller Energie auf die Tanzfläche

Duke Dumont ist mittlerweile ein Garant für euphorische Clubsounds. Mit Songs wie Won’t Look Back oder The Giver (Reprise) hat sich der Brite in den letzten Jahren eine sehr ansehnliche Fangemeinde erspielt. Auf seinem neuesten Track The Power hat Dumont den Shootingstar Zak Abel mit dabei. Dieser macht zwar schon seit einigen Jahren Musik, doch so richtig gezündet hat es für den marokkanisch-stämmigen Musiker bisher noch nicht. Und das, obwohl er in den vergangenen Jahren vor allem durch Kollaborationen mit erfolgreichen Acts, wie Avicii, Jonas Blue, Gorgon City und Tom Misch zusammengearbeitet hatte. Nun ist er auf Duke Dumonts Song The Power zu hören und bedienen beide Acts hier ihre Paraderollen. Duke Dumont mit seinem Deep-House Sound, lässt uns auf der Tanzfläche garantiert nicht stehen. Mit euphorischen Synthies und dumpfen Bässen zeigt der DJ und Produzent, wie mit Highs und Lows gespielt werden kann. Abel hingegen setzt mit seinem Gesang auf volle Emotionen. Dabei wird seine Stimme mal hallend, mal vibrierend in Szene gesetzt und bleibt immer präsent. Als ob das nicht schon reichen würde, um einen Hit zu landen, hat sich das Liverpooler Duo CamelPhat des Songs angenommen und ist sowohl für die Produktion, als auch für das Songwriting verantwortlich. Bei dieser Kombination aus Talenten und gestandenen Größen der britischen Houseszene kann am Ende nur ein Hit herauskommen.

Bombay Bicycle Club - Eat, Sleep, Wake (Nothing But You)

Bombay Bicycle Club – Nach halbem Jahrzehnt zurück

Als Band fünf Jahre keine neue Musik zu veröffentlichen, ist im Musikbusiness schon ein gewagter Schritt. Doch bei den Bombay Bicycle Clubs war es bitter nötig. So konnte man es 2014 zumindest lesen, als die Band mit dem Post After 10 years of doing this—and it being the only thing we’ve known since we were 16—we thought it was time for all of us to try something else das letzte Lebenszeichen – vor einer für fünf Jahre andauernden Stille – veröffentlichte. In der Zwischenzeit hatten Ed Nash, unter dem Alias Toothless, und Frontsänger Jack Steadman, unter dem Alias Mr. Jukes, jeweils Soloalben auf den Markt gebracht. Nun hat das Londoner Quartett seine Bandpause beendet und mit der Single Eat, Sleep, Wake (Nothing But You) eine fulminante Comebacksingle veröffentlicht. Darin scheint es so, als würden die Briten den stetigen Wunsch er Fans Tribut zollen und gleichzeitig auch selbst in der Band gespürt haben, dass es Zeit wäre, wieder zusammenzukommen. Mit Eat, Sleep, Wake (Nothing But You) machen die Bombay Bicycle Clubs dort weiter, wo sie 2014 mit ihrem vierten Studioalbum So Long, See You Tomorrow aufhörten. In einem Interview mit Annie Mac beschrieben die Jungs den neuen Song schließlich als eines der besten Gitarrenriffs, die sie jemals geschrieben hatten und wollen damit eine Art Back-To-Basic mit ihrem neuen Material signalisieren. Das fünfte Studioalbum ist für das Frühjahr 2020 angekündigt und so dürfen wir sicher sein, dass uns bis dahin nicht nur die wunderbare Single Eat, Sleep, Wake (Nothing But You) begleiten wird.

Ed Sheeran feat. Yebba - Best Part Of Me

Ed Sheeran – Er kann es noch – intim und verletzlich

Was seinen Erfolg angeht, kann dem Briten Ed Sheeran aktuell keiner das Wasser reichen. Als momentan erfolgreichster Künstler weltweit wird jede seiner Veröffentlichungen zum Hit. Doch hat sich der Stil des Sängers in den letzten Jahren drastisch verändert. Vom Debütalbum + das aus Folksongs bestand, zum heutigen Elektropop und R&B hat Sheeran fast alle populären Genres einmal durch. Nun  – mit seinem vierten Album No.6 Collaborations Project setzt Sheeran noch einen drauf und arbeitet sich durch die Hip-Hop Szene der USA. Darauf enthalten sind Songs mit Künstlern wie Cardi B, Camila Cabello, Chance The Rapper, Eminem, 50 Cent, Skrillex oder Justin Bieber. Doch ein Song sticht besonders hervor und ist mit der Grammy-Award-Gewinnerin Yebba produziert – die in den letzten 12 Monaten durch ihre Zusammenarbeit mit Rudimental und Mark Ronson bereits ins Rampenlicht trat und bis dahin vorrangig als Songschreiberin tätig war. Nun hat sie zusammen mit Sheeran den Song Best Part Of Me veröffentlicht, der sich an der Musik des Debütalbums + orientiert und mit Folk und Akustik begeistert, wie wir sie seit der Single The A Team nicht mehr von dem Briten hörten. Bei dem unglaublichen Erfolg des Sängers ist es schön zu sehen, dass er nach wie vor mit allen Genres spielt und mit solche wunderbaren Songs wie Best Part Of Me überrascht.