The Blaze feat. Octavian - Somewhere

The Blaze – Ready für Album Nr. 2

Im Dezember 2018 berichtete ich über das französische Elektro-Duo The Blaze. Hierbei stach nicht nur deren Musik vor, sondern auch deren gewaltige Bildsprache. Denn jedes ihrer Musikvideos aus ihrem Debütalbum Dancehall entspricht der Dichte eines Kurzfilms, die allesamt so cinematografisch sind, dass man sich völlig abgeholt fühlt. Nach einer phänomenalen Tour, die auch in der Berliner Columbiahalle Halt machte und beeindruckend in Bild und Ton war, haben Guillaume und Jonathan Alric nun mit Somewhere einen komplett neuen Song veröffentlicht, der abermals mit treibenden Housesound und der Stimme des französischen und in Großbritannien lebenden Rappers Octavian begeistert. Ungewohnt ist, dass die Jungs den Song bisher ohne ein Musikvideo veröffentlichen und somit eine wichtige Komponente als Gefühlstreiber fehlt. Dieses wird mit Sicherheit noch folgen und schließlich seine ganze Kraft entfalten. The Blaze transportieren mit ihrer Musik ganz besondere Gefühle und erzeugen somit eine tanzbare Intimität, die sich wunderbar auf der Tanzfläche ausleben lässt.

Boris Brejcha feat. Ginger - Happinezz

Boris Brejcha – Mit High-Tech Minimal in den Jahreswechsel

Mit dunklen Beats, Houseelementen und einer mystisch-hallenden, weiblichen Computerstimme kriecht der Rheinland-Pfälzische DJ und Produzent Boris Brejcha mit seinem aktuellen Song Happinezz in die Köpfe der Leute. Dabei hat der – mittlerweile in Frankfurt am Main lebende – Produzent bereits fünf Alben veröffentlicht und macht seit 2006 professionell Musik. Sein Markenzeichen ist immer wieder die venezianische Maske, unter der er bei seinen Auftritten sein Gesicht verdeckt. Nun hat Brejcha für den 24. Januar 2020 sein neues Album Space Diver angekündigt und sorgt gleichzeitig mit der Auskopplung Happinezz für Furore. Diese schafft den Sprung von den Clubs und Tanzflächen der Stadt in die Radios des Landes und wird gleichzeitig zum Soundtrack des nahenden Jahreswechsels. Auf Happinezz holt sich der DJ die gesangliche Unterstützung seiner Freundin Ginger dazu und erzeugt einen dunklen, hypnotisierenden Song, der mit Retro-Soundschnipseln spielt und einmal gehört, nicht mehr aus den Kopf gehen möchte.

Georgia - Started Out

Georgia – Hypnotisierender Dancebeat

In zwei Wochen ist es soweit und das zweite Album Seeking Thrills der britischen Sängerin Georgia steht zum Download, Streaming und Kauf bereit. Darauf enthalten sind die beiden Nummern About Work The Dancefloor und Never Let You Go die jeweils eine ganz eigen Welt der elektronischen Musik regieren. Ist About Work The Dancefloor ein absoluter Partysong, klingt Never Let You Go deutlich kratziger und schneller. Nun ist, kurz vor der Veröffentlichung des neuen Albums, mit Started Out eine weitere Single erschienen, die wiederum eine ganz andere Ecke der Dancemusik füllt. Denn mit Started Out singt sich die Londoner Sängerin mit einem hypnotisierenden Beat durch den fast vier Minuten langen Song und mischt dabei Synthies mit afrikanischen Trommelsounds und schweren Bässen. Hinzu kommen verschwommene Backingvocals und ein Beat, der dazu einlädt, sich auf der Tanzfläche zu verlieren. Seeking Thrills verspricht damit, ein erfrischend abwechslungsreiches Album zu werden und gleichzeitig so tanzbar zu sein, wie es Georgia vorher noch nicht war.

Michael Kiwanuka - You Ain't The Problem (Claptone Remix)

Michael Kiwanuka – Remix vom Glanzstück

Mit seinem dritten Album Kiwanuka hat es der britische Soulstar Michael Kiwanuka endgültig geschafft in den Olymp der Soulsänger aufzusteigen. Mit einem Album, das so zeitlos, wie nostalgisch ist, hat er die Musikkritiker von Magazinen wie den NME, den Rolling Stone oder Zeitungen wie The Times und The Guardians überzeugt und die besten Bewertungen erhalten. Dabei ist der Retrosound das Besondere an dieser Platte und zeigt sich auf der Singleauskopplung You Ain’t The Problem so wunderbar. Dieser Song hat es nun zu einer erneuten Veröffentlichung geschafft und wird als Remix des deutschen DJs und Produzenten Claptone gelistet. Hierbei schafft s Claptone, den Vibe des nostalgischen Gefühls aufrechtzuerhalten und gleichzeitig so sommerlich, wie funkig zu klingen. Mit einer gewaltigen Note Soul – gemischt mit poppigen Housebeats – haben Michael Kiwanuka und Claptone einen kurzweiligen Danceklassiker geschaffen, der auch in ein paar Jahren noch die Tanzflächen bespielen wird.

CamelPhat – Heizen wieder ein

Es scheint fast egal zu sein, was das Britische Produzentenduo CamelPhat anzufassen mag – es wird zum absoluten Dancefloorhit. Hatten Dave Whelan und Mike Di Scala dieses Jahr mit Breathe und Be Someone bereits zwei großartige Dancetrack veröffentlicht, folgt nun mit Rabbit Hole eine weitere Veröffentlichung. Dabei holten sie sich – wie auch schon bei Breathe – die Sängerin Jem Cooke dazu, die erneut für die passende Stimmung im Song sorgt. Rabbit Hole hat dabei einen Beat, der uns ein wenig an Deleriums Silence erinnert aber wieder mit einem typischen CamelPhat-Drop bei Minute 2:45 zum Ausrasten animiert. CamelPhat schaffen es ein ums andere Mal, dass wir uns auf der Tanzfläche in absolute Ekstase tanzen und dabei alles um uns herum vergessen.

Róisín Murphy – Für die Tanzfläche geboren

Róisín Murphy wurde für die Musik geboren. Hatte sie bereits mit ihrem Vater einen Musiker – der in verschiedensten Bands war und diverse Instrumente spielte – in der Familie, war es Murphys Mutter, die sie mit einer CD des Don’t Cry For Me Argentina Soundtracks dazu brachte, das Singen anzufangen. Geschah dies im Teenageralter, sorgte sie mit dem Umzug nach Manchester für die nötige musikalische Grundlage und begann Musik zu produzieren. Wenige Jahre später war Moloko geboren und die Geschichte des Britischen House-Duos geschrieben. Die Jahre nach Moloko wurden für Murphy zur absoluten Herausforderung, kam es nach ihrem zweiten Album Overpowered doch so einer Art Sinneskrise, aus der sie selbst nur sehr zögerlich herauskam und Diese erst durch die Unterstützung Anderer vollends überwinden konnte. Daraus resultierten mit Hairless Toys (2015), Take Her Up To Monto (2016) und der diesjährigen Einzelveröffentlichung Incapable eine große Anzahl an neuen Songs und Ideen. Mit ihrer nun veröffentlichten Discohymne Narcissus haut uns Murphy jedoch wieder einmal um und gibt uns eine 7:40 Minuten lange Vorstellung davon, wie sie in einer Disco zu feiern versteht. Mit einem wunderbar eingängigen Beat und vielen zarten Spielereien heizt uns die Irin die Tanzfläche von Dublin, über Manchester, bis nach Italien ein und zeigt sich als Europäische Club-Königin. Dabei ist die Exzentrik in ihrer Stimme eines der Hauptmerkmale ihrer Produktionen und fungiert fast schon als Drop – wie es bei den angesagten Clubsongs üblich ist. Bisher hat sich Murphy noch nicht zu einem neuen Album geäußert, doch tröstet die Schlagzahl neuer Veröffentlichungen allemal darüber hinweg.

Fickle Friends - Amateurs

Fickle Friends – Frischer Wind im Sound der Brightoner Band

Mit ihrem Debütalbum You Are Someone Else hatte die britische Band Fickle Friends ein Pflichtwerk abgeliefert. Denn bereits mit den Singles SwimCry BabyBrooklynSay No More und The Moment hatten sie ordentlich Material veröffentlicht. So wunderte es schließlich auch nicht, als auf dem Debütalbum eine Tracklist von satten 16 Songs bekanntgegeben wurde. Was alle gemein hatten, waren die großen Popmomente, die beeinflusst von den 80er Jahren mit Synthies und einer catchy Stimme, von Frontsängerin Natassja Shiner, begeisterten. Doch der Erfolg des Albums – mit einem Einstieg in die britischen Top-10 der Albumcharts – bedeutete auch Erwartungen. Erwartungen, die der Band schließlich zusetzten und dazu führte, dass die weitere Arbeit an neuer Musik den Ausstieg des Lead-Gitarristen Christopher Hall zu Folge hatte. Nun haben die Fickle Friends mit Amateurs die erste neue Single seit knapp zwei Jahren veröffentlicht und überraschen mit einem ungewöhnlich verkopften Song. Denn Amateurs klingt nun weniger verspielt, sondern deutlich erwachsener und drängender. Dabei bleibt er vom Sound nach wie vor eine großartige Popnummer, die frisch und auf Zack ist. Mit Amateurs sind die Brigthoner wieder unterwegs und holen uns im Dezember mit ein paar Terminen zu Konzerten direkt auf die Tanzfläche zurück, wo sie uns vor knapp einem Jahr alleine stehen lassen haben.

MIA. – Fünf lange Jahre sind vorbei

Mit Biste Mode hatten die Berliner von MIA. das letzte Mal 2015 ein neues Album veröffentlicht. Mit direkten Songs und einem ungewohnt direkten Berliner Dialekt überraschte Mieze und Band mit einem persönlichen Album, welches – anders als zuvor – auch mal ganz ohne Elektropop auskam. Nun gibt es mit KopfÜber die erste neue Single seit 2015 und zeigt, wo MIA.s Stärken sind. Mit einem mitreißend, organischen Sound – der aus Gitarren, Schlagzeug und leichten Synthies besteht –  und gewohnt eingängigen Texten lassen MIA. keinen Zweifel daran, uns direkt zu erreichen und das Gefühl des Neuanfangs mit uns zu teilen. Denn das war es, was die Band nach zwanzig Jahren des Bestehens brauchte – einen Neuanfang. Dieser fällt vielleicht nicht ganz so stark aus, wie man es von anderen Acts kennt, doch sind die vier Musiker bei den Arbeiten für das kommende siebente Album Limbo enger zusammengewachsen, als es die zwanzig Jahre zuvor zuließen. So ist ein neues WIR-Gefühl entstanden, welches die Band zur Energiegewinnung für die nächsten Jahre nutzte. Nun sind sie mit KopfÜber auf der Tanzfläche zurück und erobern unsere Herzen im Sturm zurück.

Kraak & Smaak feat. Izo FitzRoy & Yuksek – Die Clubsaison beginnt

Sweet Time ist das Resultat aus der Zusammenarbeit von drei der angesagtesten Musikacts momentan. Hat sich das niederländische Trio Kraak & Smaak – das aus Wim Plug, Oscar de Jong und Mark Kneppers besteht – für seine aktuelle Single Sweet Time die Londoner Soulstimme Izo FitzRoy geschnappt, steht die Sängerin dem Produzenten-Trio in Sachen Erfolg in nichts nach. Bereits ihr 2017er Debütalbum Skyline hatte mit der BBC und dem kalifornischen KCRW zwei der einflussreichsten TV- und Radiostationen von sich überzeugen können und 2018 mit der EP Say Something nachgelegt. Als Dritter Act im Bunde tritt Pierre-Alexandre Busson – besser bekannt als Yuksek – in Erscheinung und gibt dem ganzen Song mit seinem Remix eine Note von durchfeiernden Nächten und heißen Tagen am Meer. Yuksek tritt seit 18 Jahren als Produzent und Remixer in Erscheinung und hat bereits mehr als 100 Songs, von Künstlern wie Lana Del Rey, Blur, C2C, Empire Of The Sun oder Moby geremixed. Sweet Time ist ein absoluter Monsterhit, der einzig und allein dafür geschaffen wurde, uns auf der Tanzfläche zum ausrasten zu bringen. Manchmal braucht es dafür nur 4 Minuten und 22 Sekunden, um das hinzubekommen.

Leftwing:Kody – Wenn jetzt Sommer wär‘

…dann würden wir alle zu diesem Track tanzen. Es ist der perfekte Sommer Open-Air Song, der mit einer satten 90er Jahre Stimmung und hypnotisierend, prägnanten Vocals auftrumpft. Dabei sind Leftwing & Kody zwei DJs, die sich 2012 zusammentaten, nachdem sie bereits seit Ende der 90er Jahre separat Musik produzierten. Mit ihren ersten Songs hatten sie eingeschlagen, wie eine Bombe und bekamen sowohl vom Publikum, als auch von anderen, großen DJs positives Feedback. Mit I Feel It haben sie nun einen Track veröffentlicht, der die Tanzfläche zum rasen und dabei die Energie der beiden DJs zum kochen bringt. Mit einer grandiosen Bassline und den Ohrwurmlyrics ist I Feel It eine der angesagtesten Housetracks aktuell und wird uns sicherlich auch noch den Herbst über begleiten.