Beau - You're No Fair

Beau – Starker Indierock aus New York

Vom Hype zur Ernüchterung und zurück zum Hype – so könnte man die letzten Jahre des US-Amerikanischen Duos Beau beschreiben. Denn als sie im Frühjahr 2015 erst mit ihrer Debüt-EP Beau auftauchten und im September des selben Jahres schließlich ihr Debütalbum That Thing Reality veröffentlichten, hatte die Band im Hintergrund schon einige riesengroße Steine in Bewegung gesetzt. Denn hier hatten die Sängerin Heather Goldin und Gitarristin Emma Jenney bereits für Miike Snow im Vorprogramm gespielt, eine eigene Tour durch Europa auf die Beine gestellt und schließlich in Paris erst im Club Le Baron einen Auftritt, ehe sie dem Besitzer des renommierten Plattenlabels Kitsuné, Gildas Loaëc vorgestellt wurden. Dieser war so begeistert, dass er die New Yorkerinnen direkt unter Vertrag nahm. Einst hatten Beau, die seit ihrem 12. Lebensjahr zusammen Musik machen – und somit die Hälfte ihres jungen Lebens – ihre Songs ursprüngliche ausschließlich für sich allein geschrieben. Nun waren sie mit ihrer Debütplatte in aller Munde und wurden als verheißungsvolle Nachfolger von Bands, wie den Yeah Yeah Yeahs gefeiert. Doch nachdem sich der Hype etwas gelegt hatte, wurde es still um die Band.

Beau Pic: Gomi Show
Beau Pic: Gomi_Show

Sagenhafte fünf Jahre sollten vergehen, ehe sich das Duo wieder entschließen sollte, neue Musik zu veröffentlichen und tat dies genau zum richtigen Zeitpunkt. Denn mit ihrer ersten neuen Single Dance With Me, die im Herbst 2020 erschien, begeisterten sie sofort aufs Neue mit einem energiereichen Indierock, der rotzig, frisch, schnell und plötzlich auch elektronischer war. Ende Februar dieses Jahres erschien mit Have You Had Enough die zweite Single, die sich etwas ruhiger präsentierte und auf der Goldin ein wenig verträumt darüber singt, wie es ist, wenn man Gefühle nicht richtig aufrufen kann und dadurch oft missverstanden wird. Hatten Sie Ende April erst das offizielle Musikvideo zu Have You Had Enough veröffentlicht, folgt nun mit You’re No Fair die dritte Single, die uns mitnimmt in eine Post-Beziehungsszenerie, bei der wir unsere Sachen zusammenpacken und aus der gemeinsamen Wohnung ausziehen. dabei kommt immer wieder die Frage des Warum auf. You’re No Fair klingt dabei friedlich, melancholisch und befreiend zugleich und lässt als dritte Single eine baldige Ankündigung des zweiten Albums vermuten. Zeit würde es werden, nachdem die Fans satte fünf Jahre nichts mehr von den beiden Musikerinnen gehört hatten.

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