Fred again.. feat. The Blessed Madonna - Marea (We've Lost Dancing)

Fred again.. feat. The Blessed Madonna – Der Rave in unserem Kopf

Es ist ein Track für die urbane Welt da draußen. Oder aber auch für den Dschungel und hohe Wasserfälle. Wenn wir Marea (We’ve Lost Dancing) das erste mal hören, schießen uns Bilder von tanzenden Menschen, vollen Städten, belebten Bars und leuchtenden Lichtern der Großstadt durch den Kopf. Hier beschleicht uns dann ein Gefühl davon, etwas sehnlichst zu vermissen, an diesem Leben wieder teilzuhaben, fremden Menschen zu begegnen und den Reiz verspüren, mit ihnen in Kontakt zu treten. Doch Marea (We’ve Lost Dancing) funktioniert auch in eine komplett andere Richtung. Wenn wir uns als Backpacker mit Menschen zusammentun, die wir gerade einmal zwei Tage kennen, um auf einer Insel in Südostasien durch den unberührten Dschungel zu rennen, nur, um diesen wahnsinnig hohen Wasserfall zu sehen, von dem eine atemberaubende Wirkung ausgehen soll. Eine ganz besondere Wirkung hat nun auch der Song Marea (We’ve Lost Dancing), den der Brite Fred again.. zusammen mit der Star-DJane The Blessed Madonna aufgenommen hat. Denn was Fred again.. aus einer Voicemail zwischen den beiden Producern gemacht hat, wird man in einigen Jahren als Zeitzeugnis der Pandemie betrachten können. Während sich Fred again.. und The Blessed Madonna in den vergangenen fünf Jahren immer vertrauter geworden sind und zwischen beiden eine echte Freundschaft heranwuchs, tauschten auch sie sich zu Beginn der Pandemie aus. Dabei entstanden die Sprachschnipsel von The Blessed Madonna, die mit Sätzen, wie This year we’ve had to lose our space, we’ve lost dancing oder We’ve lost the hugs with friends and, and people that we loved, all thеse things that we took for granted (wе’ve lost dancing). Dabei klingt The Blessed Madonna pur und aufrichtig und lässt den produzierten Beat von Fred again.. noch stärker wirken. Fred again.. hat bereits auf seinem letzten Song Julia (Deep Diving) mit den Spoken Words von Sängerin Julia Michaels für viel Aufsehen gesorgt. Denn eines haben Spoken Words Songs in der Regel alle gemein – sie erzeugen eine melancholische Grundstimmung, die durch elektronische Sounds verstärkt werden. Auch Marea (We’ve Lost Dancing) besitzt diese Melancholie und lässt uns in eine Art Verdrängungshaltung versinken. Für einen Moment den Sound im Körper spüren, die Beine zum Beat bewegen und durch die geschlossenen Augen das flackern der Discokugel wahrnehmen – all das erscheint mittlerweile so weit weg und wird uns durch Marea (We’ve Lost Dancing) einmal mehr bewusst. Am Ende wird The Blessed Madonna dann mit den Worten If I can live through this next six months. Day by day. If I can live through this. What comes next will be marvellous zumindest zuversichtlich und baut alle Energie darauf, wieder mit uns zusammen in einem Raum stehen zu können und den größten Moment unserer Zeit zu erleben.

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