T. Williams & James Jacob feat. Kelli-Leigh - The Remedy

T. Williams – Im absoluten Tanzrausch

Im Frühjahr 2018 schaffte es ein Track des britischen Produzenten-Duos T. Williams & James Jacob in die Hype- und Club-Charts weltweit. Mit Learning Process hatten die beiden für einen großen Clubhit gesorgt, der durch die Zusammenarbeit mit Tim Delxue erst richtig durchstartete. Anderthalb Jahre später sampelt das Duo seinen eigenen Song erneut und legt auf die Housebeats noch die Vocals der Londonerin Kelli-Leigh. Diese wiederum hatte bereits vor zwei Jahren mit ihrem Featuring auf James Hypes More Than Friends für einen Clubhit gesorgt. Nun sind es T. Williams & James Jacob, die sich die wunderbar klare Stimme der Britin zu Nutzen machen und aus Learning Process den Song The Remedy werden lassen. Darauf zu hören sind 90er-Jahre Pianoklänge, die mit Eurodance und Trompeten begleitet werden. Mit The Remedy könnten T. Williams & James Jacob direkt aus den 90er Jahren kommen und würden selbst dort zum Hit werden. Dabei schraubt sich der Track, durch Plays von Größen wie Basement Jaxx, Sister Bliss oder Riva Starr immer höher in den Clubcharts weltweit und ist zu Recht einer der Hits für die kommende Silvesterparty.

Yeah But No - Run Run Run

Yeah But No – Eintauchen in den dunklen Sound der 80er

Bereits die ersten Sekunden deuten an, Run Run Run ist dunkel. Mit stampfendem Bass, frickeligen Soundspielereien und immer neuen Instrumenten heben sich der Produzent Douglas Greed und der Singer/Songwriter Fabian Kuss auf eine Ebene mit Bands, wie Hurts und klingen hier und da sogar entfernt nach Depeche Mode. Zusammen sind sie Yeah But No und machen damit einen Sound, der irgendwo zwischen Retro-Synthies und modernem House eingeordnet werden kann. Hinzu kommt Kuss‘ klare Stimme, die sich beim elektrostampfenden Beat einreiht und weder untergeht, noch zu sehr in den Vordergrund rückt. Run Run Run spielt dabei mit der Zielgruppe, denn einerseits ist der derbe produzierte Housesound, den Greed hier zusammengesetzt hat, sowas von bereit für den Club und dessen dunkle Ecken – andererseits ist da der wunderbar zugängliche Gesang von Glass, der dem ganzen eine Greifbarkeit verleiht und Run Run Run so auch Radiokompatibel werden lässt. Auf alle Fälle ist dem Duo gelungen, was oft nur sehr schwer zu vereinen ist – den Club ans Tageslicht und gleichzeitig das Radio in den Club zu bringen.

OFFAIAH - Soldier

OFFAIAH – Wie Phönix aus der Asche

OFFAIAH – das ist der britische DJ und Produzent Michael Woods, der bereits seit 20 Jahren an den Turntables mitmischt. Unter verschiedenen Pseudonymen agierend, hat er sich nun für sein neuestes Projekt den Namen OFFAIAH ausgesucht. Mit diesem Projekt veröffentlichte der Londoner Produzent zuletzt den Song Cheddar. Nun ist er mit einem psychedelischen Wirbelsturm als Housetrack zurück und zeigt sich damit stärker und fokussierter denn je. Denn vor knapp zwei Jahren hatte sich der Brite nach einem ernsten Unfall während eines Hubschrauberfluges lange Zeit kurieren müssen. Nun ist er mit Soldier zurück und präsentiert uns damit seine Version von treibenden Housetracks, die immer daran orientiert sind, in eben diesen Locations vollends aufzugehen. Mit spärlichen Lyrics haut uns OFFAIAH die Worte I got the flames running through my veins. I got the flames running through my. ‚Cause I’m a soldier for you um die Ohren und sorgt dafür, dass wir auch ganz sicher einen Ohrwurm bekommen, der uns zusätzlich, zu seinen pumpenden Beats tanzen lässt. Was im Sommer auf den Partyinseln veröffentlicht wird, schafft regelmäßig zur Winterzeit seinen Weg in die Clubs. So haben wir nun die heiße Zeit der ganz großen Housetracks des Jahres und mit OFFAIAHs Soldier einen absoluten Überhit in den Startlöchern.

Route 94 feat. Eda Eren - Fever

Route 94 – Ein moderner Danceklassiker

Es ist schon ein paar Jahre her, da hatte der britische DJ und Produzent Route 94 – alias Rowan Tyler Jones – mit Jess Glynne und My Love einen satten Nummer-1 Hit in Großbritannien und stieg auch in Deutschland bis auf Platz 6. Erstaunlich war dies vor allem, da Route 94 2014 gerade erst 20 Jahre alt war. Veröffentlichte Route 94 bis zu seinem großen Durchbruch mehrere Singles und EP’s, kam nach seinem großen Erfolg mit der EP Misunderstood nur noch eine einzige Veröffentlichung zustande. Nun – nach fünf Jahren der Stille –  hat Route 94 mit Fever wieder einen neuen Song veröffentlicht und weicht damit vom poppigen Sound der 2014er Hitsingle ab. Mit Fever und der Unterstützung von Eda Eren ist Route 94 noch tiefer ins Deep-House Genre getaucht und sorgt dafür, dass wir die Hände in die Luft werfen und die ganze Nacht durchtanzen wollen. Fever klingt fast so, als wolle uns Eren mit ihrem Gesang hypnotisieren und tänzelt dabei gekonnt mit den Beats in unserem Kopf herum. Fever ist der perfekte Song, um im Club nachts um 4 Uhr gespielt zu werden – wenn der Körper langsam in eine Art Trancezustand vor Müdigkeit kommt und wir dennoch weiter tanzen wollen.

Digitalism - jpeg

Digitalism – Steigen in neue Sphären auf

Seit gut 20 Jahren begleitet uns das Hamburger Duo Digitalism bereits mit seinem Crossover aus Elektro-, Rock- und Indiesound und ist mit Songs wie Idealistic (2007), 2 Hearts und Zdarlight (2011) oder auch der Zusammenarbeit mit Youngblood Hawke auf Wolves (2014) immer wieder äussert erfolgreich gewesen. Mit ihrem – am kommenden Freitag – erscheinenden Album jpeg haben sich Jens Moelle und İsmail Tüfekçi wieder mehr zum sphärischen Housesound hinbewegt und die Gesänge etwas in den Hintergrund gesetzt. Mit der dazugehörigen Single Panavision zeigen sie nun auch, wie sich das ganze anhört und laden uns gleich zu Beginn in ein chaotisches Soundwirrwarr ein, ehe nach anderthalb Minuten der Beat einsetzt und der Clubmoment beginnen kann. Dabei setzt sich Panavision aus French-House Elementen und späteren – vor allem aus der australischen Clubszene kommenden – Housebeats zusammen und erinnert mit seiner Euphorie sogar an DJ Kozes letztes Album Knock Knock. Digitalism veröffentlichen damit ein Album, welches die Energie der Nacht in gebündelter Form wiedergibt und zum absoluten Clubsoundtrack wird.

Oliver Koletzki - We Are All Lost

Oliver Koletzki – Im stetigen Fluss

Oliver Koletzki ist über die Jahre zu einem der verlässlichsten Produzenten elektronischer Musik geworden, die Berlin und Deutschland vorzuweisen hat. Mit seinem eigenen Label Stil vor Talent fördert er junge Künstler und bringt hier auch selbst Musik heraus. So hat der Berliner nun angekündigt, dass am 15. November Fire In The Jungle als neues Album veröffentlicht wird. Darauf enthalten ist der Song We Are All Lost, den Koletzki zusammen mit Steffen Linck – alias Monolink – produziert hat. Monolink ist bekannt für seine sphärischen Elektrosounds, die durch Gesang und einen hohen Ambientanteil geprägt sind. Als würde der 15. November noch deutlich zu weit weg liegen, hat Koletzki nun mit der EP We Are All Lost einen kleinen Vorgeschmack geliefert und als 4-Track-EP veröffentlicht. Hierbei sind mit Tiny Sparks, Fire In The Jungle und The Arctic Voice gleich drei weitere neue Songs veröffentlicht, die das kommende Album mehr als gerecht anteasern. We Are All Lost wiederum ist eine treibend, forsche Elektronummer, die im Aufbau dunkel und mystisch klingt. ganz der Berliner Szene entsprechend, stellt man sich einen Club in einem verwaisten Abwassertunnel vor, bei dem es von der Decke tropft und der Beat durch die Röhren hallt. Koletzki beherrscht es wunderbar seichte Elektropopsongs zu produzieren, gleichzeitig aber auch immer wieder große Clubanthems zu veröffentlichen. We Are All Lost gehört dabei zu der letzteren Kategorie und dürfte dem Berliner Nachtleben wieder einmal neuen Schwung verleihen.

Roberto Surace - Joys

Roberto Surace – Genießt es!

Es ist wieder diese Zeit des Jahres, an der die großen Ibiza-Hymnen ihren Weg aus den Clubs der Sonnen- und Partyinsel in die Clubs nach ganz Europa schaffen. Dies liegt zum einen daran, dass die ganzen Touristen diese Songs mit aus ihrem Urlaub nach Hause nehmen und die Nachfrage daher steigt. Zum anderen aber auch, weil sich Plattenfirmen die besten Tracks greifen und die Künstler für Veröffentlichungen unter Vertrag nehmen. So ist es auch im Falle des italienischen DJs und Produzenten Roberto Surace gewesen, der mit seinem Song Joys zum diesjährigen Sommerhit auf Ibiza geworden ist und von Defected Records unter Vertrag genommen wurde. Mit Rotationen bei den angesagten DJs, wie dem Urgestein Ibizas Marco Carola oder Joey Daniel wurde Joys bin in kürzester Zeit zum absoluten Überhit der Houseszene der Partyinsel. Dabei funktionieren vor allem die vielfachen Drops und das Sample des 1986er Songs The Finest der The S.O.S. Band so wunderbar und machen den Song gerade catchy genug, im auch im Mainstream anzukommen aber dennoch weiterhin ein absoluter Banger im Club zu bleiben. Surace selbst hat, seitdem er 17 Jahre als ist – und damit seit 2008 – kontinuierlich darauf hingearbeitet und sich über die Jahre ein wunderbares Gespür für Beats und Melodien angeeignet. Und so ist Joys verspielt und tanzbar zugleich und bleibt mit seiner Bassline immer auch so stark, dass man ihn im Club einfach nur genießen kann. Dabei ist der Songtitel durchaus amüsant zu Stande gekommen, singen The S.O.S. doch im Refrain If I had to choose und hört sich dies – ohne den Songtext genau anzuhören – wie If I had a joys was damit wiederum auf die Namensgebung des Songs hinweist.

Cassia – Keine Band für schlechte Momente

Wer seine Musik mit den Worten Wir möchten ein Gefühl der Lebendigkeit und leuchtender Resonanz bei den Leuten erzeugen, die uns hören. Wir möchten Musik schreiben, zu der sich Menschen locker machen und zueinander finden können beschreibt, hat großes vor. Im Falle der britischen Newcomer-Band Cassia scheint gerade das punktgenau zuzutreffen. Und das ist, ob der irgendwie zurückhaltend klingenden Soundästhetik, nicht selbstverständlich. Zwar kling ihre neueste Singleauskopplung Movers & Shapers, aus ihrem im April veröffentlichten Album Replica wieder einmal wie die pure Freude am Dasein, doch ist da eben auch diese Zurückhaltung zu erkennen, die sich auch im dazugehörigen Musikvideo, welches die Band im Juni in Berlin drehte, zeigt. Hier sind eben keine großspurigen Luftschlösser zu sehen, sondern die drei Jungs im Wald und am See – eben passend zu einem entspannten Sommertag am See und nicht im Club. Cassia haben es mit dieser Mischung geschafft, zu einer der angesagtesten Livebands Großbritanniens zu werden. Wir selbst können uns Mitte September davon überzeugen, denn hier kommen Rob Ellis, Lou Cotterill und Jacob Leff für einige Konzerte nach Deutschland. Derweil geht der Sommer weiter und Cassia ist ein stetiger Begleiter.

Moon Willis & Etta Bond - I Like The Way

Moon Willis & Etta Bond – Das Wochenende kann kommen!

Für Moon Willis scheint 2019 zu seinem Jahr zu werden. Denn der Londoner Produzent hat in den letzten Monaten mit ein paar wirklich starken Songs spürbare Aufmerksamkeit erhalten. Mit Gone, On Me und Trouble hat sich Moon Willis gerade einen festen Platz in den Clubs weltweit gesichert. So wird er mittlerweile auch von Größen wie Duke Dumont und den Disciples nach einen Remix gefragt. Nun hat sich Moon Willis mit Etta Bond eine der heißesten Newcomer Londons gegriffen und mit ihr zusammen den Song I Like The Way produziert. Mit einem euphorischen Rhythmus, der unwiderstehlichen Stimme Bonds und einem treibenden Bass passt I Like The Way perfekt zur Hitzewoche in Europa und dem Einstieg in das Wochenende. Hinzu kommt, dass das dazugehörige Musikvideo von seiner Machart an All-Time-Favorites wie Sweet Like Chocolate von Shanks & Bigfoot, Starlight von The Superman Lovers oder One More Time von Daft Punk erinnert. Wenn Ihr bis jetzt noch keinen Sommerhit hattet, wäre I Like The Way ein würdiger Anwärter.

Jayda G - Significant Changes

Jayda G & Alexa Dash – Summer of the 90’s

Es ist der Song der Nacht. Wer kennt das Gefühl nicht. Sich in eine Nacht begeben zu haben, die am Ende deutlich ausschweifender wurde, als man es geplant hatte. Da laufen wir mit Freunden von der Homeparty über einen Späti durch die Straßen zum Club oder Open-Air-Hotspot und genießen die lauen Nächte mit mitreißender Musik. Jayda G hat so einen Song gerade in der Pipeline. Mit ihrem, im März dieses Jahres, veröffentlichten Debütalbum Significant Changes und dem darauf enthaltenen Sunshine In The Valley katapultiert uns die in Berlin lebende Kanadierin zurück in die 90er Jahre und erinnert an große Hits der Loveparade-Äre. Mit funkigen House-Beats und einem energiereichen Sound, singt dazu Alexa Dash verträumt die Textzeilen Make me believe. […] You make me believe. When you look at me. Genau dieser Mix ist es, der uns am Ende dieser erlebnisreichen Nacht, wenn bereits die ersten Sonnenstrahlen die obersten Etagen der Häuserblocks erreicht haben, im Kopf bleibt und diesen Sehnsuchtsmoment beschert, an dem wir zurück in diese Nacht flüchten wollen. Jayda G & Alexa Dash haben mit Sunshine In The Valley einen – trotz des 90er Jahre Soundkostüms – zeitlosen Song produziert, der wie gemacht für den Sommer 2019 ist.