Klee - Danke Nein

Klee – Die Pophelden sind zurück

Es waren zwei Jahrzehnte, die für die Kölner Band Klee nicht unterschiedlicher hätten sein können. Nachdem die Band um die Jahrtausendwende zu einem Trio geschrumpft war, setzte mit großartigen Songs, wie Erinner Dich, Tausendfach und Gold eine Welle des Erfolgs ein, die nicht zuletzt auf die Geschichte der Band zurückzuführen war und vor allem mit dem Song Erinner Dich und dem Album Unverwundbar (2003) eine große Geschichte trug. In Folge der, von vielen als NNDW (Neue Neue Deutschen Welle) bezeichneten, Erfolge von Bands, wie Juli, Silbermond, Wir Sind Helden und Quarks fanden sich Klee plötzlich in einem Genre wieder, das eine wahre Blütezeit erlebte. Mit ihren Alben Jelängerjelieber (2004), Zwischen Himmel Und Erde (2006) und Berge Versetzen (2008) kletterten sie in den deutschen Albumcharts zu immer neuen Höhepunkten. Nur, um mit dem Album Aus Lauter Liebe (2011) schließlich mit Platz 6 erstmals in die Top-10 zu gelangen. Kurz zuvor war mit Tom Deininger bereits der Gitarrist der Band ausgestiegen. Doch plötzlich wurde es ruhig um das nun aus Suzie Kerstgens und Sten Servaes bestehende Duo. Als hätte jemand den Strom abgestellt, war die Band plötzlich nicht mehr da. 2015 gab es kurzeitig mit dem Cover-Album Hello Again einen Hoffnungsschimmer, welches zeigte, dass die Band weiterhin besteht, ehe es weitere sechs Jahre brauchte, bis wir neues Material von den Kölnern hören durften.

Klee - Trotzalledem
Klee – Trotzalledem

In einem Interview mit n-tv sagte Servaes nun über die lange Pause Wir mussten ein paar Brocken aus dem Weg räumen. Und ruckzuck waren ein paar Jahre um. Kerstgens fügt hinzu: Eine kreative Pause war das eigentlich nicht. Uns ist einfach das Leben dazwischen gekommen. Unausweichliche Ereignisse. Schönes wie Schreckliches. Trennungen, Trauer, Tod, Krankheiten, Liebe, neue Leben. Klee besangen schon immer das, was sie beschäftigte. Niemals beschönigend aber immer melodiös und voller Leichtigkeit. Auf ihrer neuen Single Danke Nein geht es deshalb auch um den Drang des Optimierens in unserer heutigen Gesellschaft. Ob im Job, mit unserem Körper oder dem Außenbild – alle optimieren sich (ich nicht), alle retuschieren sich (ich nicht), alle reduzieren sich (ich nicht) oder reproduzieren sich (ich nicht) – singt Kerstgens in Danke Nein und singt einen euphorischen Abgesang auf den Zwang stets perfekt zu sein. Schließlich kommen im Refrain immer wieder die Textzeilen Danke, ich bleib‘ so wie ich bin. I don’t regret a thing. Alle so: „Yeah! Yeah! Yeah!“ Ich so: „No! No! No!“ Zehn Jahre nach ihrem letzten Album zeigen Klee, warum sie so sehr in der deutschen Poplandschaft gefehlt haben und begeistern, wie von jeher mit ihrem wunderbaren Popsound, der ehrlich, euphorisch und energiegeladen ist. Am 30. April folgt dann mit Trotzalledem Klees sechstes Studioalbum und lässt uns Danke für die Rückkehr sagen.

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