Aquilo - Just Asking

Aquilo – Wie ein streicheln deines Partners

Er baut Geborgenheit auf, der neue Song Just Asking des britischen Duos Aquilo. Auch wenn die Briten Ben Fletcher und Tom Higham mit Silhouettes (2017) und ii (2018) bereits zwei großartige Alben veröffentlicht haben, sind sie immer noch ein Geheimtipp. Dabei ist ihr Sound so viel mehr – findet man auf ihren Songs doch Elemente wieder, die man bereits bei Künstlern, wie James Blake und SOHN lieben gelernt hat. Mit Sober hatten die beiden – aus Hackney kommenden – Musiker ihren ersten Song nach einer zwei Jahre andauernden Stille veröffentlicht. Mit flirrenden Elementen und einem präsenten Piano legten sich die Stimmen der beiden so warm um uns, dass wir uns einfach nur geborgen fühlen konnten – wie wir es sonst nur bei unseren Partner können. Hier trifft ein sanfter Dream-Pop-Sound auf ruhige Elektrobeats und einen warmen Gesang. Auf ihrer neuesten Single Just Asking – die am vergangenen Dienstag veröffentlicht wurde – greifen Aquilo die Unsicherheit über die Ausrichtung der Band auf. Mit der Frage, was sie erzählen möchten und wo sie mit ihrem Sound hin wollen, spicken sie Just Asking mit zupfenden Streichern, Piano-Melodien und einem Gesang, der eingangs gar an Antony Hegarty erinnert, bis er schließlich klarer und flehender wird. Aquilo werden beide Songs am 3. Juni auf der EP Sober veröffentlichen, die als Brücke zwischen dem kommenden, dritten Album und ii schlagen wird. Und weil beide Songs so wunderbar klingen, könnt Ihr hier gleich beide anhören.

Major Lazer feat. Marcus Mumford - Lay Your Head On Me

Major Lazer feat. Marcus Mumford – Dance trifft auf Folk

Es ist eine Kombination, die sich keiner hätte vorstellen können. Sind Major Lazer mit ihren Dance-Anthems Watch Out For ThisLean On und Cold Water für drei der prägendsten Partyhits der 2010er Jahre bekannt – hat es das jamaikanisch/US-Amerikanische Trio um den Produzenten Diplo mit einem Mix aus Reggae, Dancehall und House geschafft, weltweit an die Spitze der Charts zu kommen. Nun stehen sie vor der Veröffentlichung ihres vierten Studioalbums Lazerism und haben seit Mai 2019 bereits drei Singles daraus veröffentlicht. Ihre neuste Veröffentlichung Lay Your Head On Me sorgt dann allerdings doch für eine Überraschung – denn als Gastsänger ist kein Geringerer, als der Mumford & Sons-Frontmann Marcus Mumford mit von der Partie. Dieser hatte sich mit seiner Folk-Band innerhalb der letzten zehn Jahre zu einer der erfolg- und einflussreichsten britischen Bands entwickelt und gewann 2013 zwei Grammys für Best Album (Babel) und Best Music Film (Big Easy Express). Zuletzt hatte Marcus Mumford allerdings angekündigt – während die Band eine Pause einlegt – verstärkt mit anderen Songwritern und Musikern zusammenzuarbeiten. Herausgekommen ist als Erstes die völlig heruntergefahrene Interpretation des Gerry & The Pacemaker-Klassikers You’ll Never Walk Alone. Gleichzeitig haben nun Major Lazer mit ihrer neuesten Singleauskopplung Lay Your Head On Me und Marcus Mumfords rauchigem Gesang einen wahren Genre-Hybriden geschaffen. Denn sowohl Major Lazer, als auch Marcus Mumford bleiben darauf ihren musikalischen Wurzeln treu und könnten auf Lay Your Head On Me auch unabhängig voneinander existieren. Mumfords ruhiger Gesang und die verspielten Beats Major Lazers lassen den Song leicht und unbeschwert klingen und dürften für einen enormen Push an Aufmerksamkeit sorgen. Auf Lay Your Head On Me verrät weder Marcus Mumford seine Wurzeln, noch tun es Major Lazer und klingen dabei frisch und überraschend.

Biffy Clyro - Instant History

Biffy Clyro – Veröffentlichen das Abwegigste

Es ist ein bewusster Bruch, den die Schotten von Biffy Clyro auf der Leadsingle Instant History begehen. Denn mit dem Wissen um die ebenfalls veröffentlichte, zweite Single End Of hört sich Instant History so weich und poppig an, wie man es von den Rockern sonst nicht gewohnt ist. Doch gleichwohl klingt auch End Of deutlich rauer, als das, was man sonst an Veröffentlichungen der Band kennt. Zeitweise erinnert dieser Song viel mehr an die Kanadier von Billy Talent. Doch zurück zu Instant History – das sich durch ein verträumtes Intro, bis hin zu Simon Neils kräftige Stimme aufbaut und schließlich im choralen Refrain aufgeht. Es ist der Song, der sich musikalisch am weitesten entfernt vom kommenden Album befindet und wurde gerade deshalb zur Leadsingle. Denn hier haben Biffy Clyro den größten und knalligsten Pop-Moment ihrer musikalischen Laufbahn veröffentlicht, wie Neil hinzufügt. Für die Veröffentlichung ihres achtes Studioalbum A Celebration of Endings war ursprünglich der 15. Mai angesetzt. Doch auch hier greift die weltweite Pandemie um das Corona-Virus immer weiter in den Alltag ein. So hat die Band gestern entschieden, die Veröffentlichung auf den 14. August zu verschieben, da sie hier eine größere Chance sieht, das Album mit der dazugehörigen Tour zu unterstreichen und auf Promo-Tour gehen können. Als Kommentar fügt Neil schließlich hinzu, dass es in dem Song darum geht, aus Fehlern zu lernen. Doch vielmehr passt ein Randsatz zu der allgegenwärtigen Situation und lässt Instant History damit noch viel deutlicher hervorstechen: Lasst uns ohne Angst an die Sache herangehen.

MIA. - No Bad Days

MIA. – Es lohnt sich Fan zu sein

In genau einer Woche steht das neue MIA.-Album Limbo – mit den Singles Limbo und KopfÜber – überall in den Regalen. Doch obwohl die Möglichkeit, das Album tatsächlich auch physisch zu erhalten, momentan so gut wie nicht vorhanden ist, gibt es einige Ausnahmen um an die CD zu kommen. Natürlich ist das mittlerweile siebte Studioalbum digital über alle Kanäle zu erhalten – ob als Download, im Stream oder eben doch physisch über die Onlineseiten vom eigenen Shop über Amazon, JPC, Saturn/Media Markt und Ähnlichen – an Möglichkeiten mangelt es nicht. Dass es in diesen Zeiten darauf ankommt unsere Kultur am Leben zu halten – obwohl den Künstlern mit den verschobenen oder abgesagten Konzerten eine enorme Einnahmequelle verloren geht – wird vielen immer bewusster. Und so können wir die Bands unterstützen, indem wir ihre Musik hören, sie kaufen und im Bestfall natürlich selber – durch den Erwerb einer physischen CD – etwas am Ende in den Händen halten. Dass es auf die Verbindung zwischen Künstlern und Fans ankommt, zeigen MIA. nun mit ihrer neuen Singleveröffentlichung No Bad Days. Hier schenken sie nicht nur einem ihrer größten Fans einen Song, sondern zeigen gleichzeitig auch, wie sehr die Fans die Band zu Songs inspirieren können und am Ende sogar als Single veröffentlicht wird. Auf No Bad Days begleiten wir MIA. durch den Tag, an dem die Berlinerin Marie – MIA.-Fan mit Leib und Seele – von der Band überrascht wird und daraus ein Musikvideo dreht. Dabei kommt sowohl die Band, als auch Marie unglaublich sympathisch rüber. Mit gewohntem Pop/Rock, der sogar ein wenig an das Debütalbum Hieb & Stichfest erinnert, singt Mieze eine Hymne auf eine positive Grundeinstellung und dem Willen, sich durch alles durchzuboxen und das Positive zu sehen. Genau dieses Gefühl kennen und lieben wir von der Band und wird auch diese Zeit überwinden. Durch laute Gitarren und präsentem Schlagzeug lassen MIA., so – im Wohnzimmer von Marie – die Katze aus dem Sack. Mit dem neuen Album im Gepäck, geht es dann hoffentlich im Herbst auf Tour. Wir holen uns aber ab kommenden Freitag das Album nach Hause – egal ob auf digitalem Weg oder durch die physische CD. MIA rocken halt.

The Killers - Caution

The Killers – Als hätten sie es gewusst

Was für eine wunderbare Rückkehr der Alternative- und Indie-Rockband aus Las Vegas. The Killers sind zurück mit einer Hymne voller Pomp, Glamour und großartigen Gitarrenriffs. Dass Brandon Flowers noch nie ein Mann der leisen Worte war, wussten wir bereits seit Singles wie Mr. Brightside und Somebody Told Me. Doch erst durch ihre 2008er Single Human kam es in Deutschland zum absoluten Durchbruch. Von ihrem dazugehörigen Album Day & Age verkaufte die Band über drei Millionen Platten, doch danach wurde es unsteter bei den Jungs und veröffentlichten The Killers in den letzten zwölf Jahren mit Battle Born (2012) und Wonderful Wonderful (2017) gerade einmal zwei Alben. Nun sind The Killers mit Caution zurück und fegen uns regelrecht weg mit einem voluminösen Synthiesound, der durch einen ausufernden Einsatz des Schlagzeugs wieder zum typischen Bombastsong wird, den wir alle gewohnt sind und lieben. Vom Gefühl dürfte Caution sich bekannt anfühlen, legt der Song doch die gleiche Euphorie and den Tag, wie Human oder Mr. Brightside. Das dazugehörige Album Imploding The Mirage wird am 29. Mai veröffentlicht und überrascht mit einer erfrischend, hohen Anzahl an Gastmusikern. So sind, neben dem The War On Drugs-Produzenten Shawn Everett auch The War On Drugs-Frontsänger Adam Granduciel, k.d. lang, Fleetwood Mac-Gitarrist Lindsey Buckingham, sowie die New-Yorker-Indieband Lucius mit dabei und sorgen dafür, dass Imploding The Mirage eines der abwechslungsreichsten Alben der Bandgeschichte werden könnte. Mit Caution sorgen The Killers auf jeden Fall jetzt schon Mal dafür, dass wir die Tanzschuhe noch nicht all zu weit in den Schrank räumen werden. Und als hätten sie es gewusst, passt der Songtitel so treffend zur aktuellen Lage überall auf der Welt.

Provinz – Wenn pure Emotionen auf uns niederprasseln

Aktuell gibt es eine Reihe von jungen deutschen Bands, die außergewöhnliche und herausragende Musik machen. Diese trifft sich ob der unterschiedlichen Genres doch immer wieder durch gemeinsame Nenner. So ist es zum einen der Sound, der Bands wie RAZZ, Giant Rooks oder Lea Porcelain so anders und international klingen lassen. Zum Anderen sind es die Lyrics, die Bands wie Jeremias, AnnenMayKantereit und Provinz so deutlich hervorheben. Zählen AnnenMayKantereit hier schon fast zum alten Eisen, stehen Provinz noch komplett am Anfang. Umso erstaunlicher ist, dass die 2017 gegründete Band mit Frontsänger und Songwriter Vincent Waizenegger für Texte steht, die so durchdringend sind, dass man sich immer wieder, bis aufs Fleisch ertappt fühlt, genau diese Gefühle auch schon gehabt zu haben. Gleichzeitig ist es die rauchig, kratzige Stimme Waizeneggers, die ihm eine Reife gibt, die nach einem Mittvierzig-Jährigen klingt, der in einer Nacht im Alkoholrausch erkennt, dass es so nicht weitergehen kann. Dabei steht nicht die Unzulänglichkeit des Alkoholikers im Vordergrund, sondern ist der Wechsel von Resignation in die Motivation das Bemerkenswerte. Hierbei zieht Waizenegger musikalisch blank und stellt die eigene Zerbrechlichkeit hinter die Darstellung eines Gefühls, welches ein Jeder schon einmal gespürt hat. Provinz singen, wie auf Wenn die Party vorbei ist, von Selbstaufgabe, Unvernunft, dem Streben nach Glück und von Tiefpunkten im Leben und treffen damit mitten ins Herz. Auf ihrer nun veröffentlichten Doppelsingle Nur Freunde und Verlier Dich hat sich Waizenegger mit der Situation befasst, die ihm selbst einmal beschäftigte. Wenn aus einer langen – schon im Teenageralter zusammengewachsenen – Freundschaft auf einem Liebe wird, was ist es dann?! Kann man diesen Gefühlen trauen? Sollte man diesen Gefühlen trauen? Wenn ja, was wird dann aus der Freundschaft? Zumindest letztere Frage wird schließlich mit Verlier Dich beantwortet und zeigt, wie sich Waizenegger mit Hilfe seiner Freunde Abhilfe verschafft. Provinz bringen es auf den Punkt und singen – als Band, in der alle Mitglieder um die 20 Jahre alt sind – über Themen, die so nah an der Realität sind, dass wir und am Ende selber fragen müssen, wo wir jetzt mit unserem Gefühlswirrwarr stehen. Alle Songs werden auf ihrem, am 14. August erscheinenden, Debütalbum Wir Bauten Uns Amerika enthalten sein, welche sie uns im Mai und Juni auf Festivals und im September und Oktober bei ihren – bisher noch nicht abgesagten – Liveauftritte präsentieren werden.

Like Elephants - Coastal Drive

Like Elephants – Wenn The Cure auf Rock trifft

Mit ihren Singles Video Game (2018) und Askja (2019) haben die Österreicher von Like Elephants in den vergangenen zwei Jahren für staunende Reaktionen gesorgt. Ist ihr Sound doch von Gitarren, Synthies und dadurch einer gehörigen Portion 80er Jahre-Vibe geprägt, haben sich Like Elephants aber gleichzeitig weiterentwickelt und genießen das Ausprobieren von verschiedensten Musikelementen. Mit ihrer nun veröffentlichten Single Coastal Drive nehmen sich Like Elephants die ganz großen der 80er-Jahre-New-Wave-Zeit vor und erinnern auf ihrem neuen Song stark an Bands wie The Cure. Durch einen pulsierenden Beat, einem temperamentvollen Bass und der Stimme von Frontsänger Viktor Koch wird Coastal Drive zu einer großartigen New-Wave Hymne, die gleichzeitig große Stücke des Genres Dream-Pop beinhaltet. Coastal Drive ist die Hymne, wie wir jetzt brauchen, um für eine Nacht all das wegzutanzen, was uns tagsüber den Kopf zerbricht und ist damit nichts Geringeres, als die Flucht aus dem Alltag – auch wenn es nur für etwas mehr als vier Minuten ist.

Vonheim – Wenn ein Sonnensturm aus Musik bestehen würde

Wenn ein Song drei Jahren braucht, um auf einer Platte zu landen, dann zeugt das von einem unablässigen Glauben der Band, an den Song. Im Falle der norwegischen Band Vonheim wurde In The Deep sogar von einer Ballade zu einem epischen, satten Instrumentensturm. Mit seiner unglaublichen Energie und Wucht schmettert uns In The Deep einen wahren Sonnensturm um die Ohren und lässt uns in einer futuristischen Landschaft ohne jegliches Leben zurück. Als musikalischer Ausbruch dient aber nicht nur die Instrumentierung, sondern auch der Gesang des Frontsänger Erlend Vesteraas. Erinnert In The Deep an Songs der frühen Werke von Thirty Seconds To Mars, geht die nun veröffentlichte Single Moving On in die komplett entgegengesetzte Richtung. Mit einem leichten Gitarrenspiel und dem sanft, verträumten Gesang Vesteraas kommen Erinnerungen an Radiohead auf und kann Moving On sogar einen starken Bezug zu Summer Moved On von der ebenfalls aus Norwegen kommenden Band a-ha aufnehmen. Dabei behandeln Vonheim das Ende und daraus resultierend den Neuanfang und sehen Moving On somit als Motivation wieder einen neuen Schritt zu wagen. Am 8. Mai erscheint mit In The Deep das zweite Studioalbum der Norweger und wird natürlich auch diese beiden Songs enthalten.

Fickle Friends – Musikalische Weiterentwicklung

Er überrascht – der neue Song von Fickle Friends. Waren sie mit all ihren vorherigen Songs, wie The Moment (2018) oder Amateurs (2019) stark an den 80er Jahre orientiert, klingt die nun veröffentlichte Single Eats Me Up deutlich moderner und gleichzeitig erwachsener. So ist der verspielte Synthiesound einem schwelgerischen Popsound gewichen, der sich nachdenklich und traurig anhört. Natürlich ist ein Song ohne Synthies kein Fickle Friends Song – und werden die Synthies eingesetzt – allerdings nicht mehr so überbordernd und präsent, wie man es von der Band gewohnt ist. Vielmehr ist es eine Soundwolke und Natassjas Gesang, welche sich präsenter zeigen. Eats Me Up ist dabei eine Verarbeitung des ganzen Drucks, den die Sängerin und die Band in den letzten Jahren erlebten. Und so sind die Songzeilen I need peace of mind. Cos im up all night. Up in the clouds Figuring out. Wondering how I even got here. No I don’t need reminding. Of the thoughts I’ve been hiding. In the back of my head. Rather be dead. Rather than told that I’m lying auch unmissverständlich klar in ihrer Bedeutung. Die schwere des Themas hört man dem Song dieses Mal auch an, so ist Eats Me Up zwar durchgehend ein lupenreiner Popsong, doch schwebt dieses Mal auch immer eine Wolke der Vernunft mit.

LAIKKA - Undertow

LAIKKA – Wenn Auflösen die Freiheit bedeutet

Sie stehen gerade erst am Anfang ihrer musikalischen Laufbahn als Band und klingen dennoch bereits nach verlässlichen Garanten für emotionale Elektromusik. Guckt man sich allerdings einmal die musikalischen Aktivitäten des Frontsängers Moritz Wunderwald an, ist hier schon Einiges zu finden. Er selbst ist unter dem Namen Wunderwald als Produzent aktiv, bildet daneben beim Duo Polaroyds die zweite Hälfte und mischt nun auch mit LAIKKA mit. Bei Polaroyds mehr auf Elektropop konzentriert, steht LAIKKA für deutlich sphärischere Synthiesounds. Auf ihrer gerade neu veröffentlichten, zweiten Single Undertow verliert man sich dann auch gleich in den ersten Synthieklängen und bekommt gleichermaßen ein Gefühl von Enge und Freiheit. Steht der melancholisch, schwelgerische Gesang für die Enge, stößt man mit ausbrechenden Elektrobeats förmlich in die Freiheit auf. Dies wird nicht zuletzt von den Einflüssen der beiden Musiker geprägt – hatte Wunderwald doch in einem Interview zur Entstehung des Duos einmal gesagt, dass er bis dahin eine regelrechte Schreibblockade hatte und sehr verkopft war. Erst durch Alex gewann er neue Freiheit in der Herangehensweise neuer Songs und lösten sich die Blockaden auf. Undertow ist ein Song zum darin verlieren, der sich an die schweren Momente im Leben heftet und diese leichter erscheinen lässt – aber auch eine voluminöse Soundästhetik hat, die für kalte Abende in warmer Umgebung wie gemacht ist.