Robin Schulz & Wes - Alane

Robin Schulz & Wes – Ein Sommerhit kehrt zurück

Es war der große Sommerhit 1997 in Frankreich – Wochen später belegte er schließlich auch in Deutschland und in ganz Europa die vordersten Chartränge und war über Monate hinweg der absolute Radiohit. Die Songzeilen Alanné mba yi woma wé. Ho tou sondé. Ho ma yé konnte jeder mitsingen, auch wenn einem die Bedeutung der Worte nicht geläufig war. Der aus Kamerun kommende Musiker Wes Madiko hatte mit seinem Hit Alane dafür gesorgt, dass Weltmusik plötzlich in halb Europa gespielt wurde. Dieses Genre, das sich nur schwer in eine Richtung einordnen lässt und im Falle von Wes mit dem französischen Produzenten Michel Sanchez einen Sound erhielt, der sich deutlicher am europäischen Musikmarkt orientierte, führte zu unzähligen Gold-, Platin- und Diamant-Auszeichnungen und sagenhaften 40 Wochen in den deutschen Singlecharts. Mit Walenga wurde schließlich auch ein Album veröffentlicht, welches allerdings nicht an den Erfolg der Single anknüpfen konnte, sich dennoch aber in Frankreich, Portugal, Österreich und den Niederlanden in den Top-10 platzieren konnte. Alane sollte Madikos einziger Hit bleiben und bedeutete für den Sänger einen Platz unter den One-Hit-Wondern einzunehmen. Was über Jahre hinweg blieb – war das unvergessene Gefühl von Sommer, Ferne und einem unglaublich sympathischen Sänger, der mit einem Musikvideo voller akrobatischer Bewegungen begeisterte – legendär ist hier die Bauchwelle, die auch auf den Bühnen von The Dome oder Top Of The Pops performed wurde. Nun ist Madiko – 23 Jahre nach seinem großen Hit – wieder in einem Musikvideo zu sehen und singt dabei die gleichen Textzeilen, wie einst bei seinem großen Erfolg. Denn heute hat der Osnabrücker DJ Robin Schulz eine Version des Hits Alane veröffentlicht, die sich stark am Original orientiert und das Gefühl vom Sommer 1997 zurückbringt. Dabei kommt gleich in den ersten Momenten ein unglaubliches Gefühl von Freude auf und bringt den Hörer durch den Gesang Madikos sofort wieder zurück in die 90er Jahre – sofern man bereits zum Original getanzt hatte. Mit modernen EDM-Elementen – und einem ebenfalls choreografisch am Original erinnernden Musikvideo – kehrt auch Madiko im Musikvideo zurück in die Öffentlichkeit und lässt uns eine gute Zeit haben. Mit einer gehörigen Portion Airplay und dem prominenten Namen von Robin Schulz könnte es Alane so – satte 23 Jahre später – abermals zum Sommerhit schaffen. Zu gönnen wäre es Madiko mit seinem zeitlosen Song auf jeden Fall.

Zola Blood – Satter Elektrobeat mit Tiefe

Es ist nun schon wieder drei Jahre her, dass das britische Quartett Zola Blood mit dem Debütalbum Infinite Games zum festen Bestandteil der Londoner Elektroszene geworden sind. Mit einem Mix aus Techno, Dream-Pop lastige Chants und typischen Elementen von House und Ambient lassen die Jungs um Frontsänger Matt West nichts anbrennen. Nun bereiten uns die Jungs mit einem neuen Song, auf die – am 22. Mai erscheinende – EP Two Hearts vor. Beginnt die gleichnamige Leadsingle Two Hearts mit einem anschwellenden Rauschen, welches an Loud Places von Jamie XX erinnert, geht der Song in einer Synthiewolke voller zuckender 80er-Jahre Beats auf. Als roter Faden zieht sich das Thema Zeit und wie wir mit ihr umgehen durch die EP. Dabei bedienen sich Zola Blood auf ihren Coverbildern zu Two Hearts der traditionellen japanischen Kitsungi, bei der man zerbrochenes Porzellan mit Hilfe von Gold wieder zusammensetzt. Gleichzeitig kommt der Band die philosophische Frage auf, ob wir Dinge nur dann schätzen, wenn sie unversehrt bleiben und wir ihnen dadurch aber auch die Möglichkeit nehmen, sich zu Wandeln? Diese Komplexität verbinden Zola Blood auf Two Hearts gleich in zweierlei Hinsicht äußerst interessant. Denn zum einen klingt Two Hearts derbe und rau – vorrangig durch sein Soundbett und zum anderen fügt sich Wests Stimme so wunderbar in die Produktion ein, dass man das Verschmelzen dieser beiden Elemente förmlich vor seinem Auge zu sehen scheint. Two Hearts ist die Schnittstelle zwischen Club und Homeparty, zwischen Einsamkeit und Gemeinschaft und zwischen Trauer und Euphorie und könnte zum festen Begleiter in die Tiefen der Nacht werden.

The Best Of 2018 Vol.: 11

01. Nihils – Breathing

02. Balthazar – Fever

03. SG Lewis feat. Totally Enormous Extinct Dinosaurs – Again

04. Róisín Murphy – The Rumble

05. Filous feat. Klei – Bicycle

06. Hayden James feat. Running Touch – Better Together

07. Ida Kudo – Gold

08. The Blaze – Queens

09. HVOB – 2nd World

10. Ex:Re – Romance

11. Dermot Kennedy – Power Over Me

12. Chain Wallet – No Ritual

13. Sunflower Bean – Come For Me

14. Seinabo Sey – Good In You

15. Sarah P. – Mneme

16. Monolink – Swallow

17. Jamie Cullum – Love Is In The Picture

18. The Cinematic Orchestra feat. Patrick Watson – To Build A Home

Ida Kudo – Moderner R&B mit fernöstlichem Touch

Sie wird oft mit den Worten Eine wie sie, hat es noch nicht gegeben angekündigt. Dabei hat die Dänische Sängerin und Produzenten alle Strippen in der Hand und erinnert an Künstler wie M.I.A., MØ oder die letzten Songs vom Kimbra. Ida Kudo beschreibt ihren Sound als eine Mischung aus Pop, Indie und Elektro und singt dabei nicht nur Songs, sondern produziert diese und schreibt die Texte selbst. Somit kann man Kudo also getrost als Selfmade-Künstlerin beschreiben, die mit ihrer Energie für spannende, neue Musik aus Dänemark sorgt. Mit der Vorliebe zu großen Beats aber auch immer wieder rohen Soundschnipseln überzeugt die Sängerin mit Dänisch-Japanischen Wurzeln und lässt immer wieder fernöstliche Klänge erklingen. Ihre aktuelle Single Gold ist dabei eine wuchtige R&B-Nummer, die mit großen Beats und einem außergewöhnlichen Soundkostüm begeistert. Auf ihrem Soundcloud-Profil könnt Ihr noch weitere starke Songs finden – mit Gold wird sie allerdings in den kommenden Wochen wohl so einige neue Fans hinzugewinnen.

Linkin Park feat. Kiiara – Trendwende

Linkin Park feat. Kiiara - Heavy

Linkin Park feat. Kiiara – Heavy

Sie waren eine der erfolgreichsten Nu-Metal Bands in den 2000ern. Linkin Park haben mit Songs wie Crawling, In The End, Numb oder What I’ve Done Welthits gelandet und ihre Alben verkauften sich bis zu 30 Millionen mal. Doch auch eine Band ihres Formats muss sich einmal die Frage stellen, wie lange das Schema F noch funktionieren kann. Ganz besonders im Falle des Frontsängers Chester Bennigtons, der 2003, nach vielen Konzerten, Probleme mit seinen Stimmbändern bekam. So wandelte sich die Musikrichtung von Linkin Park in den letzten fünfzehn Jahren immer wieder und hatte zwischen Nu-Metal, Alternative, Hip-Hop und Elektro immer wieder für Überraschungen gesorgt. Nun haben sich Linkin Park für die erste Single ihres siebten Studioalbums One More Light, die amerikanische Sängerin Kiiara mit dazu geholt. Mit ihrem experimentellen Popsong Gold, hatte sie 2015 einen Überraschungserfolg gefeiert und erreichte sogar die amerikanischen Top-20 Singlecharts. Auf der nun veröffentlichten Single Heavy trifft dieser Mix verschiedenster Genres zusammen und zeigt wie wandelbar Linkin Park sind. So ist Heavy ein reiner Elektropop-Song und überrascht mit einer ungewöhnlichen Stimmfarbe Chester Benningtons. Hört sie sich doch weich und warm an und lässt damit wohl einige Linkin Park Fans dran knabbern. Doch genau das hatten Linkin Park auch vor. So gaben sie 2016, in einem Interview an, dass die Songs auf ihrem neuen Album die Fans herausfordern werden, sie sich aber freuen, mit den ihnen diesen Weg zu beschreiten. Heavy ist darüber hinaus als Hymne angelegt, zeigt es doch im Refrain deutliche Emotionsexplosionen und ist der Sound hier auf Größe aus, die man im Stadion perfekt umsetzen kann. Heavy ist die erste Singleauskopplung ihres neuen Albums und wird mit Sicherheit die Charts weltweit stürmen.

Beau – Schlag auf Schlag

Beau - In My Cave

Beau – In My Cave

Vor wenigen Monaten konntet Ihr hier über den aus Yorkshire kommenden Newcomer Beau und seine Single ‚Gold‚ etwas lesen. Nun hat er einen zweiten Song veröffentlicht, welches mit einem erstaunlich professionellen Video untermalt wurde. ‚In My Cave‘ klingt deutlich fröhlicher und unbeschwerter. Und das, obwohl es um Sehnsucht und das Vermissen geht. So zeichnen sich im Video dann auch diese beiden Gefühle ab. Mit ‚In My Cave‘ könnte Beau es schneller zu einem Plattenvertrag schaffen, als er gedacht hätte. Hat die Single doch alles, was ein Ohrwurm, à la James Blunt oder Passenger, haben muss. Einen deutlichen Unterschied, zur Single ‚Gold‘  nimmt man allerdings bei Beau’s Stimme war. War sie beim Vorgängersong noch hörbar tiefer, klingt sie auf ‚In My Cave‘ lockerer, höher und optimistischer. So spielt Beau mit seiner Stimme und zeigt, wie facettenreich diese ist.

The Best Of 2016 Vol.: 03

The Best Of 2016 Vol. 03

The Best Of 2016 Vol. 03

01. Lukas Graham – 7 Years

02. Mount & Nicolas Haelg – Something Good

03. Beau – Gold

04. Icarus feat. Aurora – Home

05. RY X – Only

06. All Saints – One Strike

07. Williams Fitzsimmons – Hear Your Heart

08. Louis The Child feat. K.Flay – It’s Strange

09. Bat For Lashes – In God’s House

10. Jain – Come

11. Flume feat. Kai – Never Be Like You

12. M83 – Do It, Try It

13. Gypsy & The Cat – Inside Your Mind

14. Jack Garratt – Worry

15. Feder feat. Emmi – Blind

16. Ellie Goulding – Army

17. Enter Shikari – Redshift

18. Nicole Millar – Tremble

19. Danny L Harle – Broken Flowers

20. Jake Bugg – Gimme The Love

Beau – Ein (noch) unbeschriebenes Blatt

Beau - Gold

Beau – Gold

Es war ein kleiner Wink mit dem Zaunpfahl, der mich auf Beau aufmerksam werden ließ. So tauchte vor einigen Wochen das Video zu ‚Gold‘ durch Youtubes Algorhythmen auf. Mit einem selbstgedrehten Musikvideo und einer unglaublich einfühlsamen Stimme schaffte es der, aus Yorkshire kommende, 18 jährige Singer/Songwriter direkt ins Herz zu treffen. Denn ‚Gold‘ erzählt von einem Gefühl des Fernwehs. So wird von der Reise- und Entdeckungslust gesprochen. Im Video begleitet man Beau und einen Freund beim entdecken der Welt und was für Hochs und Tiefs eine solche Reise mit sich bringen kann. Dieses Gefühl der unendlichen Lebenslust gepaart mit einer gewissen Angst etwas zu verlieren, schafft es, für 4:04 Minuten fern der eigenen Welt zu sein.
So ist auch die gänzlich zurückhaltende Information, die Beau auf seine Youtube-Seite geschrieben hat, zu tiefst sympathisch. Steht dort doch nur folgender Satz: „Hey, I’m Beau! An 18 year old aspiring singer/songwriter from the UK.“ Mehr braucht es manchmal einfach nicht.

The Best Of 2016 Vol.: 01

The Best Of 2016 Vol. 01

The Best Of 2016 Vol. 01

01. Foxos – Running Up

02. Lexer feat. Audrey Janssens – Till Dawn

03. Dua Lipa – Be The One

04. Coasts – You

05. Kiiara – Gold

06. Sapphire Road – Runaway Child

07. Kakkmaddafakka – Young You

08. Walk The Moon – We Are The Kids

09. Frances – Borrowed Time

10. Beatenberg – Rafael

11. Walking On Cars – Speeding Cars

12. Birdy – Keeping Your Head Up

13. Glen Hansard – Her Mercy

14. Kytes – On The Run

15. Superlover – Circus

16. Honne – 3 AM

17. Justin Bieber – I’ll Show You

18. Wafia – Heartburn

19. Kids Of Adelaide – Heart In Your Glass

20. Holy Holy – You Cannot Call For Love Like A Dog

21. St. Tropez – Son Of God

The Best Of 2015 Vol.: 11

The Best Of 2015 Vol. 11

The Best Of 2015 Vol. 11

01. Rationale – Fast Lane

02. Izzy Bizu – White Tiger

03. Neele Ternes – Dad

04. Sigala feat. Bryn Christopher – Sweet Lovin‘

05. Marcus Marr & Chet Faker – The Trouble With Us

06. DNCE – Cake By The Ocean

07. Kiiara – Intention

08. Elle King – Ex’s & Oh’s

09. Abby – Time Is Golden

10. Icona Pop – Emergency

11. Gabriel Rios – Gold

12. Pylo – Enemies

13. Lucius – Born Again Teen

14. Chvrches – Empty Threat

15. Kita Alexander – Like You Want To

16. Raleigh Ritchie – Bloodsport ’15

17. M.I.A. – Borders

18. X Ambassadors – Renegades

19. 99 Souls feat. Destiny’s Child & Brandy – The Girl Is Mine

20. NAO – Bad Blood

21. Life In Film – Get Closer