Drake - Honestly, Nevermind

Drake – Introvertierter Tanz auf dem Dancefloor

Völlig überraschend hatte der kanadische Rapper, Musiker und Songwriter Drake diesen Sommer sein siebtes Studioalbum Honestly, Nevermind veröffentlicht. Nur ein Jahr nach Certified Lover Boy folgte Drake dabei der neuen Gepflogenheit, ein Album ohne Ankündigung zu veröffentlichen. Drake spielt gerne mit Genres, mit Sounds und Beats herum. Zu seinen bekanntesten und erfolgreichsten Stücken gehören solche, wie Hotline Bling oder One Dance, die mit einprägsamen Beats und Synthies lange im Kopf bleiben. Damit konnte er sich über die vergangenen 17 Jahre eine riesige Fangemeinde aufbauen, die ihm über 150 Mio. verkaufte Platten bescherte. Doch gerade diese Fangemeinde hatte diesen Sommer viel zu mäkeln. Denn mit Honestly, Nevermind gab es nur noch wenig von dem einstigen Rapper zu hören. Hier regieren derbe House-Songs und hoch gesungene Popnummern. Immer dabei, ein unverkennbares Spiel zwischen Rhythmen, Beats und Synthies, die sich wunderbar leicht zusammensetzen und in Gänze einen äußerst tanzbaren Song ergeben.

Drake Pic: Instagram
Drake Pic: Instagram

Auf dem längsten Song des Albums, wird Drake dann sogar noch drastischer und sorgt auf Massive für House in seiner reinsten Form. Zusammengearbeitet mit dem Musikproduzenten Gordo vereint Drake auf Massive helle Klaviereinsätze mit Loop-Beats und knisternden Vinylplatten-Sound. Das alles garniert auf einen pulsierenden Housebett, das hier und da an Underworlds Born Slippy zu erinnern vermag. Während Drake aktuell mit Her Loss bereits ein weiteres Album – zusammen mit 21 Savage – veröffentlicht hat, geistert Massive immer noch durch die DJ-Sets und Stories in den Sozialen Medien und lässt auch Monate nach Veröffentlichung noch die Streamingzahlen stetig anwachsen. Mit Honestly, Nevermind hat Drake sich von den, eh schon für ihn kaum geltenden, Konventionen des Ablieferns, was gefordert wird freigemacht und zeigt auf Massive am deutlichsten, was er von der Weiterentwicklung seiner Musik versteht. Überraschend, berauschend und treiben; das ist Drake auf seinem siebten Album und zieht uns dabei mit auf die Tanzfläche, um hier seinen introvertierten Moment der Einsamkeit auszuleben.

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