Jayda G - Significant Changes

Jayda G & Alexa Dash – Summer of the 90’s

Es ist der Song der Nacht. Wer kennt das Gefühl nicht. Sich in eine Nacht begeben zu haben, die am Ende deutlich ausschweifender wurde, als man es geplant hatte. Da laufen wir mit Freunden von der Homeparty über einen Späti durch die Straßen zum Club oder Open-Air-Hotspot und genießen die lauen Nächte mit mitreißender Musik. Jayda G hat so einen Song gerade in der Pipeline. Mit ihrem, im März dieses Jahres, veröffentlichten Debütalbum Significant Changes und dem darauf enthaltenen Sunshine In The Valley katapultiert uns die in Berlin lebende Kanadierin zurück in die 90er Jahre und erinnert an große Hits der Loveparade-Äre. Mit funkigen House-Beats und einem energiereichen Sound, singt dazu Alexa Dash verträumt die Textzeilen Make me believe. […] You make me believe. When you look at me. Genau dieser Mix ist es, der uns am Ende dieser erlebnisreichen Nacht, wenn bereits die ersten Sonnenstrahlen die obersten Etagen der Häuserblocks erreicht haben, im Kopf bleibt und diesen Sehnsuchtsmoment beschert, an dem wir zurück in diese Nacht flüchten wollen. Jayda G & Alexa Dash haben mit Sunshine In The Valley einen – trotz des 90er Jahre Soundkostüms – zeitlosen Song produziert, der wie gemacht für den Sommer 2019 ist.

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Hugh - Sense To You

Hugh – Steht der große Sprung bevor?

Das Quartett Hugh hat uns 2017 mit den wunderbaren Songs This Is How It Starts und Go so richtig verzaubert. War es doch dieser verträumt, frickelige Sound auf This Is How It Starts und die wunderbar warmen Gesänge, sowie der Deep House Beat und 80er Jahre Vibe auf Go mit dem sich die Londoner Band präsentierte und in das wir uns verliebten. Nun sind Izzy Brooks, Andy Highmore, Joshua Idehen und Tino Kolarides mit neuem Material zurück und haben nach der, im April veröffentlichten, Single Sober nun mit Sense To You einen wunderbaren Sound produziert, der sich irgendwo zwischen Hot Chip, fernöstlichen Einflüssen und sattem 80er-Jahre-Computerspiel anhört und in Zusammenarbeit mit dem kanadischen Produzentenduo Bonjay entstanden ist. Dabei klingt Idehens Stimme leicht nach Autotune und bleibt dennoch warm und entspannt. Schließlich setzt Brooks mit einem hallenden Gesang ein, der Sense To You erhaben klingen lässt. Idehens Gefühl hinter dem Song beschreibt der Sänger als etwas, dass Dir bekannt vorkommt. Du gehst abends mit Freunden etwas trinken, bist auf nichts bestimmtes aus und plötzlich treffen sich die Blicke mit einer Person, die Dich fasziniert. Deine Worte werden plötzlich zur Nebensache und Du vergisst Dich halb, dafür zählt aber der Moment. Und ehe Du Dich umsiehst, stolperst Du die Tür hinaus und verabschiedest Dich von Deinen Freunden. Dieser warme Sound, den Hugh dabei produzieren, wirkt vertraut und umgibt einen förmlich wie ein warmer Hauch. Also lassen wir uns darauf ein und genießen die musikalische Liebkosung.

Dirty Radio X Giuliano Rascan – Your Disco Needs You

Vor wenigen Tagen hattet Ihr bereits die Ehre, mit der Single von Mokoa auch wieder etwas Neues von Dirty Radio zu hören. Nun stehen sie selbst als Hauptact im Rampenlicht und haben mit dem, ebenfalls aus Vancouver kommenden, Produzenten Giuliano Rascan ein heißes Eisen als Featuring im Feuer. Überraschend bei dem nun veröffentlichten Musikvideo zur Single Is It Enough ist, dass der Song bereits Ende November das Licht der Welt erblickte, doch bisher keine passende visuelle Umsetzung erfolgte. Mit der Produktionsfirma TiV Productions ist dies nun gelungen. Und das Ergebnis kann sich sehen lassen. Spiegelt das Video doch mit seinen Lichteffekten, Lasern, schwindelerregenden Kamerafahrten und Dirty Radio, sowie Giuliano Rascan selbst auf der Bühne, eine perfekte Clubnacht wieder. Dabei ist natürlich Is It Enough selbst ein absoluter Banger und hat mit seinen 70er-Vibes und einem ansteckenden Rhythmus das Zeug zum Partyanthem zu werden. Große Hooks und ein perfekt gesetzter Gesang dürften Keinen auf den Stühlen halten und so ist Is It Enough ein Garant für eine volle Tanzflächen.

Mokoa feat. Dirty Radio- French House hat einen neuen Namen

Für Dirty Radio ist es eine Selbstverständlichkeit aktuell als einen der großen House-Acts gehandelt zu werden. Für den Franzosen Mokoa ist diese Erfahrung auf sich bezogen aber immer wieder aufs Neue überraschend. Nun haben sich die beiden Acts zusammengetan und mit Magic eine Nummer veröffentlicht, die an all das erinnert, wofür French-House steht. Mit einer gewaltigen Prise 90er-Jahre-Feeling und den – wie ein Bienenschwarm – umherfliegenden Lyrics haben die Kanadier von Dirty Radio mit dem Franzosen einen Song produziert, der sofort in die Beine geht und den Vibe der absoluten Ekstase von Songs die den großen Nummern von Modjo und Dax Riders ähnelt, gleichkommt. Damit hat sich Mokoa in den letzten Jahren auf immer größeren Bühnen wiedergefunden und stand bereits neben Acts wie Ofenbach, Kungs, Synapson oder Kavinsky auf der Bühne. Mit seinem Mix aus Disco, Funk und House bringt Mokoa uns die Hochzeit des French-House zurück und lässt uns auf dem 2:49 Minuten – die Magic lang ist – keine Atempause.

Avril Lavigne – Die Rotzgöre ist zurück

Das neue Album Head Above Water ist seit vergangenem Freitag veröffentlicht. Mit der gleichnamigen Leadsingle hatte die kanadische Sängerin Avril Lavigne im vergangenen Herbst allerdings weniger Erfolg – landete der Song doch zumeist auf den hinteren Rängen der Top-100 Singlecharts auf der ganzen Welt. Nun hat sie, passend zum Albumrelease, am vergangenen Freitag nicht nur ihr sechstes Studioalbum veröffentlicht, sondern gleich dazu noch eine neue Single. Dumb Blonde ist eine starke Popnummer, die mit Vorurteilen und Kategorisierungen aufräumt. Denn Lavigne, die den Song zusammen mit Nicky Minaj singt, ist alles andere, als das „nette Blondchen“, welches leicht um den Finger zu wickeln ist. Vielmehr ist es als Ode an die Selbstbestätigung zu sehen und hat dabei einen großen Popappeal der sich vor allem durch einen kräftigen Sound auszeichnet. Gleichzeitig passt Minaj hier ganz natürlich als Gegenpart zu Lavignes hoher Stimme und fügt sich angenehm ausgeglichen in den Song ein. Dass diese Zusammenarbeit überhaupt zustande gekommen ist, hätte man der Complicated-Lavigne damals wohl nicht zugetraut. Nun zeigt sich die Sängerin ganz selbstbewusst und losgelöst von auf sie einprasselnder Kritik. Diese Haltung findet sich in Dumb Blonde wieder und zeigt eine erstärkte und freche Lavigne zurück im Business.

Kiesza & Chris Malinchak – Zwei, die wissen was sie tun

Man möchte fast sagen, dass es eine ungewöhnliche Zusammenarbeit war – wäre da nicht bereits die Single Mother, die den New Yorker DJ Chris Malinchak und die kanadische Sängerin Kiesza Anfang des Jahres veröffentlichten. Dabei entstand eine berufliche Freundschaft, bei der es nicht nur bei einem Song bleiben sollte. Nun haben die beiden gestern Abend ihr Versprechen eingelöst und mit Weird Kid die zweite Zusammenarbeit veröffentlicht. Hier zeigt sich Kiesza mit einer glasklaren Stimme und passt wunderbar zum Tropical-House Sound Malinchaks. Darüber hinaus gibt der Song durch den hallenden Gesang Kieszas eine gewisse Melancholie preis, die zu den letzten warmen Sonnenstrahlen des verabschiedenden Sommers passt. Weird Kid ist eine angenehme Popnummer, die einen nicht fordert aber dafür deutlich im Kopf festsetzen wird.

Avril Lavigne – Zurück an die Oberfläche

Mit Songs wie ComplicatedSk8ter Boi, Girlfriend und When You’re Gone war sie eine der erfolgreichsten Sängerinnen der 2000er. Verkauften sich ihre ersten drei Alben Let Go, Under My Skin und The Best Damn Thing insgesamt über 35 Millionen Mal, blieben die letzten beiden Alben Goodbye Lullaby und Avril Lavigne mit knapp 3 Millionen verkauften Einheiten deutlich hinter den Erwartungen zurück und hatten auch mit den dazugehörigen Singles nur noch moderaten Erfolg. Nach endlos langen fünf Jahren und einer zwischenzeitlichen Erkrankung an Borreliose – die so ausgeprägt war, dass das Nervensystem der Kanadierin angegriffen wurde – ist sie nun mit ihrem ersten neuen Song, seit 2013 zurück. Dabei behandelt Lavigne in Head Above Water genau diese Phase ihres Lebens, bei dem sie mehr denn je stark sein musste. Head Above Water ist in der Stilart von I’m With You und When You’re Gone gesungen und wirkt dabei doch deutlich rockiger. Dies liegt nicht zuletzt daran, dass hier mehr Instrumente – vom Schlagzeug und Gitarren, bis Streichinstrumente – zum Einsatz kommen und Head Above Water dadurch deutlich voluminöser klingt, als die Songs der letzten Alben. Lavigne ist hier mit einem Song zurück, der inhaltlich, sowie vom musikalisch absolut überzeugt und ihre Rückkehr ins Rampenlicht mit Wucht vollzieht.

Jon Bryant – Ein Song wie eine Seelenkur

Als Kanadier einen mediterranen Sound zu spielen, dürfte einem sicherlich eher selten begegnen. Dabei hat der, in Vancouver lebende, Singer/Songwriter Jon Bryant genau diesen Sound im Gepäck. Mit seiner Mischung aus akustisch, melodischen Songs, schafft es Bryant, jeden zum Träumen zu bringen. Nun hat er mit seiner Single Paradise, die morgen veröffentlicht wird, einen entspannt, schwelgerischen Song in der Pipeline. Hier spielen Gitarren und ein sachtes Schlagzeug die sanfte Melodie und singt Bryant fast schon lethargisch seine besänftigenden Zeilen Well I don’t wanna take the road of another But I don’t wanna be the last to arrive I just wanna hold the hand of another Like I’m living in my own paradise. Paradise fühlt sich an wie ein Schwebezustand zwischen Verletzlichkeit und nach vorne schauen und hat dennoch eine Leichtigkeit, die kaum zu stoppen ist.

Harrison Brome – Dunkler Soul

Bereits seit knapp zwei Jahren veröffentlicht der kanadische Sänger Harrison Brome Musik und hat allein auf SoundCloud so knapp 2 Millionen Klicks erzielt. Mit seinem Mix aus R&B, Soul, Pop und elektronischen Klangbetten hat er in dieser Zeit seinen ganz eigenen Stil gefunden. Hört man sich durch die Diskografie des Vancouvers, kann man klar die Entwicklung des Sängers erkennen. Klang das 2016 veröffentlichte Fill Your Brains noch akustisch und hatte Kanten, ist die neueste Single Looking At You geradliniger geworden und orientiert sich an Künstlern wie The Weeknd. Looking At You hat den tiefen Bass eines James Blake und erinnert  zu Beginn tatsächlich auch stark an den Briten. Allerdings schlägt Brome – anders als Blake – relativ schnell und deutlich einen Stilwechsel ein, der zu tanzbaren Hip-Hop Beats übergeht und dabei den melancholisch, trägen Unterton erhält. Brome klingt mit seinen 22 Jahren extrem reif und erhält sich dabei trotzdem einen verspielten Grundton. Looking At You ist eine wunderbar, moderne R&B-Hymne, die es nicht scheut im Soul, Pop und elektronischen Bereich zu grasen.

Celine Dion – Titanic Vol.: 2

Vor genau 20 Jahren hatte die kanadische Sängerin Celine Dion ihren – bis heute – größten Hit. Mit dem Titelsong My Heart Will Go On, zum Blockbuster Titanic, verkaufte sie über 18 Millionen Platten und wurde der Song so, zur zweiterfolgreichsten Single einer Sängerin aller Zeiten. Seitdem sind 20 Jahre vergangen, elf Alben veröffentlicht und unzählige Singles rausgekommen, doch keine war nochmals so erfolgreich, wie My Heart Will Go On. Nun allerdings, hat sich Celine Dion ein weiteres Mal an einen Titelsong eines Blockbusters gewagt. Mit Deadpool 2 läuft am 17. Mai die Fortsetzung des 2016er Hits an und hat mit Ashes einen ebenbürtigen Titelsong erhalten, der sich tatsächlich mit dem Titanic-Soundtrack messen kann. Ashes wirkt dabei so unpassend wie kaum ein anderer Titelsong. Wird bei dem Actionfilm Deadpool 2 rumgeschossen und explodiert alles, was nur in die Luft fliegen kann, singt sich Dion durch einen Liebessong, der so groß und episch ist, wie kaum ein anderer Soundtrack. Mit großen Gesten und Dions Stimmgewalt gibt es hier die ganz großen Emotionen und von Streichern und Klavieren ein ganzes Orchester, das Dion begleitet. So Emotional und groß Ashes auch sein mag, ist auch immer eine Prise Humor dabei. Und so kommt es, dass im zweiten Drittel des Videos plötzlich Deadpool auf Highheels auf die Bühne tritt um Ballett zu tanzen. Zum Ende dann lobt Deadpool – hinter dem sich Ryan Reynolds verbirgt – Dion für ihre Performance, erwartet jedoch, dass Dion einen Gang runterschaltet und nicht gleich auf dem Top-Level performt – schließlich sei das eben nicht Titanic. Dies konntert Dion damit, dass bei ihr unter diesem Niveau nichts geht. Ashes hat das Zeug, ein ganz großer Hit zu werden und sich neben My Heart Will Go On auf gleicher Höhe einzuordnen.