Was schreibt man über einen Musik-Act, über den man rein gar nichts weiß? Gerade einmal 4.000 Follower auf Spotify habend, gibt es auf seinem Instagram-Account nur 16 Posts, sind es bei TikTok-nur ein paar mehr. Dabei kann man aus der Spotify-Beschreibung herauslesen, dass der Produzent aus dem Raum Amsterdam kommt und sich in seinen Social-Media-Posts mit einer neongrünen Sturmhaube zeigt.
Nach eigenen Aussagen begann STRAENGE das Songwriting mit vier Jahren – damals noch in Form von Geschichten und Sichtweisen eines Kindes. Über Hip-Hop kam er schließlich zur Musik, verbunden mit dem Wunsch, mit seinen Tracks Bilder zu erzeugen. Musik wurde für ihn ein Weg, Situationen zu erklären, das Leben zu reflektieren und vor allem Menschen etwas Echtes fühlen zu lassen – STRAENGE
Ende der 2010er-Jahre fasste der niederländische Produzent schließlich Fuß in der EDM-Szene und verbindet seitdem Songwriting mit treibenden Beats. Nachdem Mitte April mit What Would It Be seine Debütsingle veröffentlicht wurde, sorgte die Marketing-Strategie zur nun erschienenen Single Read My Mind (Every Time I Talk) für deutlich mehr Traffic.

Denn hier konnte STRAENGE mit gekonnten Posts und Platzierungen in unzähligen Beiträgen von Influencern auf der ganzen Welt für maximale Aufmerksamkeit sorgen. So schafft der Song es sogar, dass sich Leute einen siebenminütigen YouTube-Clip eines asiatischen Influencers ansehen, der sich einen Tee macht, während im Hintergrund ein 20-sekündiger Loop des Songs läuft.
Nun hat STRAENGE den Track gestern Abend endlich gedroppt und einen wunderbar luftigen Chill-House-Track veröffentlicht, der an die Dance-Pop- und Deep-House-Hochphase Anfang und Mitte der 2010er-Jahre erinnert, als Clean Bandit zusammen mit Jess Glynne ihren Hit Rather Be landeten.
Mit Read My Mind (Every Time I Talk) dürfte STRAENGE schneller viral gehen, als wir uns das alle vorstellen können, und einen Sommerhit abliefern, der sich nicht nur durch Open Airs und Partys zieht, sondern auch ein potenzieller Radiohit werden könnte.