Es hat sich in den letzten Jahren viel bei Bridie Monds-Watson – alias SOAK – getan. Allerdings nicht unbedingt im Solo-Katalog von SOAK. Denn dort hatte SOAK das letzte Album If I Never Know You Like This Again bereits vor vier Jahren veröffentlicht. Doch was seitdem im Leben von SOAK passiert ist, ist nicht weniger als ein Befreiungsschlag. Denn während SOAKs Musik lange von sehr introspektiven Gedankenspielen rund um die Gefühlswelt junger britischer Teenager handelte, begann SOAK sich ab 2022 zunehmend auch anderen Künstler*innen und Sounds zu öffnen. So sind Kollaborationen mit George FitzGerald, Fred again.., Katie Malco und Gordi entstanden. Während der Song Lunch At Dune (2024) mit Gordi ebenfalls folkig und introspektiv ist, wie man es von SOAK kennt, basieren die Arbeiten mit George FitzGerald oder Fred again.. auf starken Housebeats und einem konsequent auf Energie ausgerichteten Sound. Hier sticht SOAKs weiche Stimme hervor und bildet das perfekte Gegenstück zum bassgetriebenen Sound.

Nun hat SOAK erstmals seit vier Jahren mit Death Valley Fridge Magnet wieder einen Song veröffentlicht und zeigt damit einmal mehr, wie fragil und zugleich wandelbar SOAKs Sound ist. Dabei hat SOAK in den vergangenen Jahren nicht nur den eigenen Weg hinterfragt, sondern auch wieder Kraft im persönlichen Umfeld gefunden. Daraus entstanden ist eine künstlerische Neuorientierung, in der SOAK sich selbst wieder näherkommt, die eigene Non-Binarität offen lebt und über den neuen Song sagt:
Als ich Death Valley Fridge Magnet schrieb, fühlte ich mich in meinem Leben zutiefst verloren. Ich hatte angefangen, Probleme mit meiner Stimme zu bekommen, und war überzeugt, dass meine Zeit in der Musik langsam zu Ende ging. Ich glaube, ich versuchte damals, mir selbst und der Richtung, in die ich unterwegs war, einen Sinn zu geben, indem ich ein Bild der Welt malte – aus der Perspektive, an der ich gerade stand. Dabei wurde mir klar, wie kostbar meine Freundschaften sind. Und dass meine Freundinnen und Freunde mich schneller als alles andere daran erinnern, wer ich wirklich bin. Selbst wenn es nur ein zweiminütiges Gespräch an einem Truckstop irgendwo mitten im Nirgendwo Amerikas ist – es braucht nicht viel. All diese kleinen Begegnungen, all diese Augenblicke fügten sich zu etwas Größerem zusammen.
Damit ist SOAK zurück in der eigenen Klangwelt und zeigt erneut den introspektiven Sound der Anfangsjahre. Mit diesen Erfahrungen im Gepäck dürfte in den nächsten Monaten noch so einiges von SOAK folgen.