Editors - Surface, Echo & Sound

Editors – Wenn ein Song uns zurückkatapultiert

Es ist nicht ungewöhnlich, dass Bands im Laufe der Jahre ihren Sound verändern. Mal geschieht dies höchst erfolgreich, mal gerät die Band danach ein wenig unter die Räder und wird von den Fans scharenweise gemieden. Bei den Editors aus Birmingham ist das ein klein wenig wie eine Sinuskurve: Es geht auf und ab. Dabei können Tom Smith, Russell Leetch, Ed Lay, Justin Lockey und Elliott Williams allerdings immer wieder neue Fans dazugewinnen, sodass sich kein großer Fanverlust darstellt.

Was sich allerdings über die Jahre seit The Back Room (2005) und An End Has A Start (2007) verändert hat, ist der zunehmend stärker elektronisch geprägte Sound. Dieser erfuhr schließlich mit dem Album EBM (2022) seinen Höhepunkt, als Blanck Mass-Komponist und -Produzent Benjamin John Power als sechstes festes Bandmitglied bekanntgegeben wurde, nachdem er bereits auf dem Vorgängeralbum Violence einige Songs produziert hatte.

2025 stellte sich die Band schließlich die Frage, wohin sie sich musikalisch entwickeln sollte. Die Antwort lag im akustischen Sound, der ihre Anfangszeit maßgeblich beeinflusst hatte. So kam es zu der Entscheidung, dass Benjamin John Power die Band verlassen und den Weg für den großen Gitarren-Rock freimachen sollte, der die Band einst berühmt gemacht hatte.

Editors Pic: Justin Lockey (instagram.com/justinlockey)
Editors Pic: Justin Lockey (instagram.com/justinlockey)

Nachdem mit Call It In vor einigen Wochen bereits die erste Single aus dem kommenden achten Studioalbum Surface, Echo & Sound erschienen war, folgt nun mit The Rush die zweite Auskopplung aus dem am 30. Oktober 2026 erscheinenden Album. Dabei geht es auf The Rush um die Idee, Geborgenheit in den Menschen zu finden, die einem nahestehen – in Freundschaften, geliebten Menschen und der Familie –, die sich wie ein roter Faden durch alles zieht. Es ist ein Thema, das in gewisser Weise in allem gegenwärtig ist, so Tom Smith über den Song.

Gleichzeitig besitzt der Song einen Sound, der stark an Songs von The Smiths und die 1980er-Jahre erinnert. Hier wird Alternative- und Indie-Rock präsentiert, wie man ihn in jeder Indiedisko nur zu gerne hören möchte. Schnelle Gitarren, starke Drums, wunderbare Retroklänge und Tom Smiths markante Stimme prägen den Song.

Damit dürften sowohl die Fans der ersten Stunde als auch die neu hinzugekommenen Anhänger bereit sein, das kommende Album mit offenen Armen zu empfangen.

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