SYMØN - Gesichter

SYMØN – Eine Verdichtung von Gefühlen auf sphärische Weise

In den vergangenen Monaten kam Einiges zusammen beim Hamburger Singer/Songwriter SYMØN. Erst kam mit [ˈhʏtə] pt.1 Anfang November die Debüt-EP des Musikers raus, eher er wenige Wochen später als Support von LOTTE auf der Bühne stand. Und während der Song Von Tag 1 – die vor zwei Jahren veröffentlichte Debütsingle – den Anfang seiner Karriere bedeutet, wird am 14. April 2023 mit seinem gleichnamigen Debütalbum Von Tag 1 ein Kapitel des Musikers geschlossen, dass große emotionale Momente zusammenfasst. Denn das kann bereits zu Beginn seiner Karriere über SYMØN gesagt werden – seine Songs schöpfen tief aus der emotionalen Vergangenheit des Musikers. Bereits die Debütsingle Von Tag 1 greift eine allumfassende Melancholie von Momenten des Verlustes, der emotionalen Verletzungen und dem großen Wunsch nach Nähe, Wärme und Geborgenheit auf. Einen so reichhaltig, mit farbigen Worten gesungenen Song gibt es momentan eher selten. Hier erzeugt jeder Moment aus SYMØNs Erlebtem ein klares Bild in unserer Vorstellung und bringt die starken Emotionen frei Haus mit sich. Damals noch unter seinem bürgerlichen Namen Simon Schmidt veröffentlich, hat der Musiker diesen Namen erst kürzlich zu SYMØN reduziert. Gleichzeitig spiegelt das auch viel deutlicher seine Musik wieder. Während noch im November mit Mishima als Livesession ein 7-minütiges, fast schon orchestrales, Musikstück herauskam, folgt nun mit Gesichter die erste Singlauskopplung aus seinem kommenden Album. Dabei orientiert sich Gesichter an der introvertierten Soundkulisse von den frühen Veröffentlichungen von James Blake oder Bon Iver.

SYMØN Pic: Facebook

Mit pulsierenden Hintergrundbässen zu Beginn wird aus dem neblig, tiefen Song kurzzeitig durch offene Instrumentierung und klarem Klavierspiel eine helle Kulisse des Wunsches nach der einen Person. Dabei malt SYMØN auch hier wieder so präzise Bilder und setzt uns mit seinen Texten genau neben sich in die Bahn oder die Menschenmenge, in der er das so vermisste Gesicht und den Auslöser seiner tiefen Gefühle sucht. SYMØNs Musik ist dabei opulent mit Streichern, warmen Schlagzeug, Klavier anderen Instrumenten angereichert, dass man sich die Musik auch wunderbar in Philharmonien vorstellen kann. Hier werden intime Räume geschaffen, die Platz für den natürlichen Klang des Alltags schaffen. So hören wir auf seinen Songs knisterndes Kaminfeuer, freudige Unterhaltungen zwischen dem Musiker und seinen Mitwirkenden oder auch mal die Natur vor der Tür. SYMØN schafft es damit eine Heimeligkeit zu erzeugen, die wir alle uns seit langem wünschen. Ein Ort der Ruhe, Geborgenheit, des Durchatmens und fallen lassen’s, der Versöhnung und Befriedung und einem Moment des Aufeinanderzugehens. Das alles dürfen wir nicht nur auf seinem kommenden Album Von Tag 1, sondern auch auf seinen beiden Releaseshows im April in Hamburg und Berlin erwarten. Für SYMØN wird das Jahr 2023 damit sicherlich viele weitere große Momente bereithalten – und wir werden dabei sein.

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