Purity Ring - lemonlime

Purity Ring – Neuer Song rundet letztes Album ab

Das ging schnell! Erst im September vergangenen Jahres hatte das kanadische Elektro-Duo Purity Ring mit dem gleichnamigen vierten Studioalbum Purity Ring einen neuen Longplayer veröffentlicht, da liefern Sängerin Megan James und Produzent Corin Roddick mit lemonlime schon wieder neue Musik ab.

Entstanden ist lemonlime während der Aufnahmen zu Purity Ring und war sogar der erste Song, den das Duo für das Album schrieb. lemonlime war der erste Song, der für unser selbstbetiteltes Album geschrieben wurde, aber er passte damals nicht ganz in die Tracklist. Dieser Song ist der erste und der letzte zugleich – ein Lied darüber, sich um jemanden mit einer chronischen Krankheit zu kümmern, über das Überleben und die Vorstellung, dass es einen Ort gibt, an dem wir alle zur Ruhe kommen könnten. Er fügt sich in die Themen unseres kürzlich veröffentlichten, selbstbetitelten Albums ein, angetrieben von einem fröhlichen Korg M1 und umhüllt von glitzernden Arpeggios – lemonlime ist dabei ein trauriger Traum, wenn man aufwacht. – so das Duo über den neuen Song.

Auf das Album geschafft haben es andere Songs, und so schließen Purity Ring das Kapitel ihres vierten Albums nun sauber ab, indem sie dem Song die Chance geben, das Licht der Fanwelt zu erblicken. Dabei haben Purity Ring mit ihrem vierten Album klanglich den Weg zurück zu ihren Anfängen gefunden und sind fünf Jahre nach ihrem letzten Album Womb stärker als je zuvor zurückgekommen. Dass sich das nicht in den Albumverkäufen widerspiegelt, ist das eigentlich Tragische daran.

Purity Ring Pic: yuniVERSE (instagram.com/yuniv3rs3)
Purity Ring Pic: yuniVERSE (instagram.com/yuniv3rs3)

Auf lemonlime zeigen uns Purity Ring jedoch, wie sehr die satten, futuristischen Synthiebeats und hellen Perkussionen zu der androgynen, verzerrten Stimme von Megan James passen. Mit diesem Sound könnten Purity Ring auch auf eine Modenschau im Jahr 2100 passen und zeichnen ein Bild von Models, die in glatt silbern schimmernden Kleidungsstücken aus Synthetik durch karge Lagerhallen laufen, entlang von im Boden eingelassenen Schienen, während der Bass den Song durch die Halle trägt.

Purity Ring hatten schon seit ihrem Debütalbum Shrines diese Unantastbarkeit, die sich in Distanz und Wärme zugleich äußert. Diese beiden Gegensätze können wir auch auf ihrer wohl bisher größten Tour erleben, die aktuell allerdings nur durch die USA führt und einige ausgewählte Festivals wie das Metronome Festival in Prag sowie einen Gig in London beinhaltet. Mit etwas Glück werden noch weitere Termine auf dem europäischen Festland hinzukommen.

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