Royel Otis - Sweet Hallelujah

Royel Otis – Vom Debütalbum bis zu neuen Klängen

Sie haben die Welt regelrecht im Sturm erobert – nicht anders kann man es nennen, was das australische Duo Royel Otis da innerhalb von nur zwei Jahren geschafft hat. Ein großes Stück zur Bekanntheit hat mit Sicherheit ihre 2024er-Coverversion des Songs Murder On The Dancefloor von Sophie Ellis-Bextor beigetragen. Hier hatten sie genau zur richtigen Zeit das richtige Gespür und nahmen sich einen Song vor, der durch den gehypten Film Saltburn nicht nur einen zweiten Frühling erfuhr, sondern im Original von Ellis-Bextor wieder weltweit in die Charts bis in die Top 3 stieg.

Was folgte, war das Debütalbum Pratts & Pain (2024) und im letzten Jahr schließlich mit Hickey das zweite Album nur anderthalb Jahre nach ihrem Debüt. Es war auch das zweite Album mit dem Royel Otis schlussendlich weltweit die Albumcharts erklommen und in ihrer Heimat bis auf Platz 5 der Albumcharts stiegen. Mit Songs wie MoodySay SomethingCarWho’s Your Boyfriend und I Hate This Tune brachte das Album dann auch gleich fünf Hitsingles hervor.

Ihre Touren sind selbstredend sofort ausverkauft und führten Royel Maddell und Otis Pavlovic gleich viermal innerhalb der letzten 24 Monate nach Berlin. Nun haben Royel Otis mit Sweet Hallelujah eine erste neue Single seit dem Albumrelease von Hickey veröffentlicht und schlagen ganz große Töne an.

Royel Otis Pic: instagram.com/royelotis
Royel Otis Pic: instagram.com/royelotis

Denn hier gehen die beiden in bester Brit-Rock-Manier mit opulentem Orchester, Tabla-Beat und Gitarrenriffs auf die Hochzeit der britischen Rockszene Ende der 90er-/Anfang der 2000er-Jahre ein. Dabei klingen sie wohl nicht unbeabsichtigt nach diesem warmen, hymnischen Sound, der einst auch Oasis erfolgreich gemacht hat, oder nach The Stone Roses mit ihren laid-back Vocals.

Dabei handelt Sweet Hallelujah von einer vergangenen Beziehung zu einem liebgewonnenen Menschen, wie die Band zur Veröffentlichung verrät: Es ist ein Liebesbrief zum Abschied an jemanden, dem du sagen möchtest, dass – egal was passiert – sich nichts daran ändern wird, wie du für ihn oder sie empfindest.

Musikalisch klingt der Song dann aber doch anders, als wir es von den zuletzt veröffentlichten Songs gewohnt waren, und gibt ein Gefühl dafür, wie sich die musikalische Ausrichtung der Band im Laufe der Zeit wandeln könnte. Ob Sweet Hallelujah als erster Vorbote für ein neues Album gelten kann, bleibt abzuwarten – ebenso, ob sich der Sound auf Albumlänge in diese Richtung entwickeln könnte.

Sicher ist aber, dass sich das australische Indie-Duo nicht ausruht und uns kontinuierlich neues Material liefert.

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